Schuleingangsuntersuchungen in Coronazeiten

Die Durchführung von Schuleingangsuntersuchungen gehört zu den wesentlichen Aufgaben eines Gesundheitsamtes und bildet einen wichtigen Baustein beim Übergang vom Kindergarten zur Schule. Durch die aktuelle Pandemiesituation und die damit verbundenen personalintensiven Aufgaben sind die Gesundheitsämter in Deutschland momentan jedoch personell außergewöhnlich belastet. Wie auch in anderen hessischen Kommunen gibt es daher im Kreis Bergstraße für die Schulanfängerinnen und -anfänger des Schuljahres 2020/21, die noch keine solche absolviert hatten, grundsätzlich keine verpflichtende Einschulungsuntersuchung. Grundlage dafür ist eine aktuelle Empfehlung des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration.

Regulär 1.300 Untersuchungen

Allerdings soll im Kreis Bergstraße eine Reihe der rund 1.300 ausstehenden Untersuchungen noch stattfinden. „Wir wollen so viele Schuleingangsuntersuchungen wie möglich zu Beginn des Schuljahres an den Schulen selbst nachholen – trotz der Aufgaben, die bei den Mitarbeitenden unseres Gesundheitsamtes in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie anfallen“, erklärt Diana Stolz, die Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernentin des Kreises Bergstraße. „Denn dies ist wichtig, um zu einer Chancengleichheit beizutragen und auch im Hinblick auf den Kinderschutz. Natürlich steht diese Planung unter dem Vorbehalt, dass dies ein weiterhin niedriges Infektionsgeschehen im Kreis zulässt.“

Vermutlich reduzierte Untersuchung

Es werde voraussichtlich eine reduzierte Untersuchung stattfinden, die jedoch beispielsweise Seh-, Hör- und Motoriktests, Wiegen und Messen sowie eine Impfpasskontrolle vorsähe, so Stolz. Die Eltern der noch nicht untersuchten Kinder würden nach der Einschulung ein Informationsschreiben erhalten, in denen genauere Details zu finden wären. Alle Untersuchungen werden unter den aktuell geltenden Hygieneauflagen stattfinden. (kb)

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