Statement der Bürgermeisterin zur Schließung Weiherhausstadion

Bürgermeisterin Christine Klein wirbt um Verständnis/Strafanzeigen erstattet

Die Serie von Vandalismus im Weiherhausstadion reißt seit Monaten nicht ab. Nach Beschädigungen im November 2020 hatte die Stadt bereits Maßnahmen ergriffen, um weiteren Vandalismus zu verhindern: Das Stadion wurde nachts geschlossen und tagsüber regelmäßig verstärkt kontrolliert. Doch nach neuerlichen massiven Angriffen auf die Einrichtungen im Stadion, die zum Teil sogar tagsüber stattfanden, sieht die Stadtverwaltung keine Alternative zu einer kompletten Schließung der Sportanlage. „Die finanziellen und personellen Kapazitäten von Sicherheitsdienst, Ordnungsamt und Polizei reichen nicht aus, um das Weiherhausstadion rund um die Uhr zu kontrollieren“, erklärt Bürgermeisterin Christine Klein und wirbt um Verständnis für die Entscheidung, die der Stadt nicht leicht gefallen ist.

Beträchtliche finanzielle Schäden

Neben regelmäßigen Hinterlassenschaften von Feiernden wie Glasmüll oder anderen Gegenständen gab es in den vergangenen Monaten massive Beschädigungen, darunter der Einbruch in die Sprecherkabine des Hauptrasens, die Zerstörung von Urinalen im Herren-WC des neuen Sportfunktionsgebäudes und zuletzt sogar das Zünden von Brandsätzen in der Toilettenanlage. „Bei den städtischen Mitarbeitern und in der Verwaltung ist der Ärger über diese Entwicklung groß – nicht nur wegen der permanent nötigen Aufräumarbeiten und der beträchtlichen finanziellen Schäden, sondern auch, weil es uns sehr leid tut, diejenigen nun aussperren zu müssen, die das Stadion für ihren individuellen Sport nutzen und sich korrekt verhalten“, so Klein weiter. „Ich verstehe den Ärger der unbeteiligten Sportlerinnen und Sportler. Gerade durch den Wegfall des Vereinssports und die Schließung von Fitnessstudios hat der Outdoor-Sport zuletzt stark an Bedeutung gewonnen und ich finde es sehr schade, den Bürgerinnen und Bürgern nun auch noch die Trainingsmöglichkeit im Weiherhausstation zu verwehren. Doch wir können nicht weiter zusehen, wie die Einrichtungen, in die wir kontinuierlich viel Geld investieren und die unseren Vereinen hoffentlich bald wieder für den Sport dienen sollen, sinnlos zerstört werden.“

Überwiegend Individualsportler betroffen

Da im Weiherhausstadion Corona-bedingt bis mindestens 15. März 2021 nur der Individualsport erlaubt ist, richtet sich die Bürgermeisterin primär an Laufsportlerinnen und -sportler: „Auch wenn es schade ist, dass die Runden im Stadion als Möglichkeit nun wegfallen, bieten sich gerade für diesen Sport anderweitig im Stadtgebiet und in der umgebenden Natur viele Möglichkeiten zum Training.“ Für die Nutzung durch Schulen und Kindergärten sowie beispielsweise Leistungstests des Spitzen- und Profisports bleibt das Stadion weiterhin geöffnet.

Strafanzeigen erstattet

Bürgermeisterin Klein hofft darauf, dass der Vandalismus ab Mitte März durch eine verstärkte „soziale Kontrolle“ nachlassen wird – dann soll bei einer positiven Entwicklung der Infektionszahlen der Mannschaftssport im Stadion wieder möglich und die Anlage tagsüber wieder deutlich stärker belebt sein. In allen Vandalismus-Fällen laufen zudem Ermittlungen der Polizei. Bürgerinnen und Bürger sind gebeten, sachdienliche Hinweise an die Polizeidienststelle Bensheim, Telefon 06251/84680 zu geben. (ps)

Siehe auch: Weiherhausstadion: Liste der Zerstörungen wird länger – Online-Zeitung Bensheim-Auerbach (bensheim-auerbach.com)

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