Toilettenanlage am Bensheimer Bahnhof fertiggestellt

Oberirdische Anlage wurde 10.000 Euro günstiger/Öffnungszeiten von 6 Uhr bis 22 Uhr

Noch in diesem Monat wird die neue oberirdische Toilettenanlage vor dem Bensheimer Bahnhof geöffnet. Unser Bild zeigt von rechts Stadträtin Nicole Rauber-Jung und Architekt Frank Regner vom Team Gebäudemanagement der Stadt Bensheim.

Der Leidensdruck war schon seit Jahren hoch. Vandalismusschäden, hohe Reinigungskosten, längere Schließzeiten für Grundreinigung oder Reparaturen, kurzum: unter Strich kein kleiner Ekelfaktor für Nutzer der bislang unterirdischen Toilettenanlage am Bensheimer Bahnhof. Das ist nun erstmal Geschichte. Die von der Bensheimer Stadtverordnetenversammlung beschlossene neue WC-Anlage auf dem Amersham Platz vor dem Bahnhofsgebäude befindet sich in der Endphase der Arbeiten. „Es fehlen nur noch die Ergebnisse der Wasseruntersuchung und die Endabnahme. Noch in diesem Monat werden die Toiletten geöffnet“, erklärten bei einem Pressetermin vor Ort Bensheims Baustadträtin Nicole Rauber-Jung und Architekt Frank Regner vom Team Gebäudemanagement. Die neue Toilettenanlage kostete 240.000 Euro. Damit liegt die Stadt Bensheim 10.000 Euro unter der geplanten Investition.   

Toilettentüren öffnen nach 15 Minuten

Die Planungen für den jetzigen Standort wurden von Frank Regner erstellt. „Ursprünglich war ein anderer Platz vorgesehen. Dieser erwies sich auf der Tiefgarage allerdings aufgrund verschiedener Begebenheiten, wie beispielsweise die Abdichtung, als nicht unproblematisch“, so Frank Regner. Aber auch der jetzige Standort der Anlage war nicht einfach, weist das Gelände doch ein Gefälle auf, was insbesondere für einen barrierefreien Zugang zur Behindertentoilette eine kleine Herausforderung darstellte. Erforderlich waren auch Wurzelraumuntersuchungen an angrenzenden Bäumen und Rücksprachen mit der Denkmalschutzbehörde.

In der Anlage wurden natürlich Kabinen für Damen und Herren (Einschließlich Urinal) sowie ein Technikraum berücksichtigt. Das im Übrigen von 6 Uhr bis 22 Uhr kostenlos zu nutzende Gebäude wurde vandalismushemmend erstellt und vollflächig beklebt, um bei Bedarf Schmierereien und Graffitis leicht beseitigen zu können. Ebenso verankerte man die Edelstahl-WCs fest in der Wand, Türen werden magnetisch gehalten und entriegeln aus Sicherheitsgründen nach 15 Minuten automatisch. „Die Wege zur Nutzung der Toiletten sind nun wesentlich kürzer. Auch hoffen wir in Bezug auf Vandalismus automatisch auf eine soziale Kontrolle durch passierenden Bahnnutzer“, erklärte Stadträtin Nicole Rauber-Jung. Einziger Wermutstropfen: Vier Kurzzeitparkplätze mussten entfallen und der Platz für Ruftaxen wurde in den Busbahnhof auf den östlichen Parkstreifen verlegt.

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