Weiterstadt: Fußballfans trafen sich zur Schlägerei

Verabredete Prügelei zwischen Anhänger von Eintracht Frankfurt und Darmstadt 98

Zu einer Auseinandersetzung zwischen Fußballanhängern der Vereine SV Darmstadt 98 und Eintracht Frankfurt kam es in der Nacht zum heutigen Sonntag (16. August) in einem Gewerbegebiet auf Weiterstädter Gemarkung. So gingen gegen 00:30 Uhr bei der Einsatzzentrale der Polizei Südhessen zahlreiche Notrufe ein, die Personen auf dem Standstreifen der Autobahn 5, gegenüber einem großen Einkaufszentrum, meldeten. Offensichtlich hatte sich eine Schlägerei zwischen den Fußballanhängern bis zur Autobahn ausgeweitet.

Frische Verletzungen festgestellt

Als die ersten Polizeikräfte an der gemeldeten Stelle eintrafen, entfernten sich die beteiligten Personen zu Fuß oder mit Fahrzeugen von einem Feld hinter der Autobahn bereits in verschiedene Himmelsrichtungen. Im Zuge der Fahndung wurden 35 Personen angetroffen und kontrolliert. Einige von ihnen wiesen frische Verletzungen im Gesicht und an Händen und Beinen auf. An den zurückgebliebenen knapp 40 Fahrzeugen wurden Beschädigungen und Blutanhaftungen festgestellt, die auf Kampfhandlungen hindeuten. Im Umfeld sind Quarz-Handschuhe, Boxhandschuhe und Mundschutz aufgefunden und sichergestellt worden.

Zum Schlagen verabredet

Nach ersten Ermittlungen sollen sich etwa 240 Anhänger der Fußballvereine zum Schlagen verabredet haben, von denen etwa jeweils die Hälfte einem der beiden Fußballvereine zuzurechnen sind. Die Ermittlungen, wer alles an der Schlägerei beteiligt war, dauern noch an. Durch die Polizei wurden zahlreiche Kennzeichen notiert, die aufgrund ihrer Ortskennung dem Rhein-Maingebiet und dem südwestdeutschen Raum zuzuordnen sind. Bei der Durchsuchung von Fahrzeugen wurden Teleskopschlagstöcke und Pfeffersprays sichergestellt.

Ermittlungen wegen Landfriedensbruch

Es wird geprüft, inwieweit gegen die Teilnehmer der Schlägerei Strafverfahren wegen schwerem Landfriedensbruch und gefährlicher Körperverletzung eingeleitet werden. Der Polizeieinsatz mit insgesamt 15 Streifenwagen wurde gegen 4 Uhr beendet. Die kontrollierten Personen sind nach den polizeilichen Maßnahmen vorerst wieder auf freien Fuß gesetzt worden. (pol)

Text Post 2, Werbung