Spannender Abstiegskampf für „Flames“

Es geht eng zu auf den unteren Tabellenplätzen

Abstiegskampf pur in der Frauenhandball-Bundesliga. Mit Dynamik und Leidenschaft stemmen sich die „Flames“, wie vorne Sanne Hoekstra, gegen den drohenden Abstieg.

Die „Flames“ liegen im Soll. Was fehlt sind die überraschenden Big Points, um etwas Abstand zu den Abstiegsplätzen in der ersten Frauenhandball-Bundesliga zu gewinnen. Die Bensheimerinnen „rackern und ackern“, wie es Trainerin Heike Ahlgrimm ausdrückte, indes die Belohnungen im Abstiegskampf fehlen. Aktuell liegen die Handballerinnen der HSG Bensheim/Auerbach mit sechs Pluspunkten auf Platz 12, punktgleich mit dem Tabellenvorletzten (13.) TV Nellingen und dem 11. Neckarsulmer Sportunion. Aber auch der Tabellenletzte von der SV Union Halle-Neustadt ist noch längst nicht abgeschrieben, erwischte kürzlich einen Sahnetag und qualifizierte sich mit einem Sieg über Bayer Leverkusen für das Final Four im DHB-Pokal. Es geht eng zu auf den unteren Plätzen.

Überraschende Abgänge
Nach den jüngsten zu erwartenden Niederlagen gegen die Spitzenmannschaft Buxtehuder SV und den Deutschen Meister Thüringer HC ist jetzt mehr denn je Dynamik und Leidenschaft bei den „Flames“ gefordert. Nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund, dass mit Carolin Schmele, (Ziel unbekannt) und Anja Hoekstra (Zu Spitzenreiter SG BBM Bietigheim) noch vor dem Rückrundenstart zwei Spielerinnen die „Flames“ verließen. Während bei der 29-jährigen Anja Hoekstra private Gründe als ihr Wunsch zur Vertragsauflösung angeführt wurden, spricht man in der sportlichen Leitung und Geschäftsführung bei dem mit sofortiger Wirkung umgesetzten Abschied von Carolin Schmele offiziell von einer einvernehmlichen Trennung. Aber bereits im ersten Spiel ohne Zwei zeigte die Mannschaft mit einem 32:26 Heimsieg gegen Abstiegskonkurrent TV Nellingen eine positive Reaktion. Zudem rückten die Nachwuchsspielerinnen Rugile Bartaseviciute, Nina Rädke und Julia Niewadomska näher ans Geschehen und trainieren nun öfter mit dem Bundesligateam.

Vertragsverhandlungen
Letztendlich aus finanziellen Gründen nicht mehr zu halten sind für die kommende Saison die beiden in Bensheim zu Nationalspielerinnen ihres jeweiligen Heimatlandes gereiften Bogna Sobiech (Polen) und Merel Freriks (Niederlande). Beide wechseln im Sommer zu Ligakonkurrent Borussia Dortmund ins Ruhrgebiet. Im Gegenzug konnte die HSG Bensheim/Auerbach als ersten Neuzugang für die kommende Spielzeit die 18-jährige Niederländerin Johanna Dekker verpflichten. Die Linkshänderin und niederländische Junioren-Nationalspielerin wechselt von der Handballvereinigung Westfriesland SEW (Handballvereinigung SEW) an die Bergstraße und will auf der Rechtsaußenposition so richtig durchstarten.

Parallel werden bereits Gespräche mit sechs Spielerinnen geführt, deren Verträge zu Saisonende auslaufen. Von dieser Gruppe bereits verlängert hat Torhüterin Jessica Kockler. Bis Ende März sollen aber auch die Verhandlungen mit Ersatztorhüterin Melanie Breinich und den Feldspielerinnen Martha Logdanidou, Rafika Ettaqi, Caroline Thomas und Vildana Halilovic sowie mit möglichen Neuverpflichtungen abgeschlossen sein.

Entscheidende Wochen
Entscheidende Spiele um den Klassenerhalt stehen den „Flames“ in den nächsten vier Wochen bevor. So kommt zunächst mit der HSG Blomberg-Lippe am 2. März eine Mannschaft aus dem Tabellenmittelfeld in die Weststadthalle, ehe es am 9. März zu einem wichtigen Auswärtsspiel bei der aktuell punktgleichen Neckarsulmer Sportunion kommt. Nach einem aus sportlichen Gesichtspunkten wohl eher aussichtslosen Spiel gegen Spitzenreiter SG BBM Bietigheim treffen die „Flames“ am 6. April zuhause auf den Tabellenletzten SV Union Halle-Neustadt.

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