Knapper 23:22 Heimsieg für die „Flames“

Frauenhandball-Bundesliga: Mittelfeldduell entwickelte sich zum erwartet schweren Spiel

In einem Mittelfeldduell der aktuellen Tabelle der Frauenhandball-Bundesliga standen sich am gestrigen Sonntagnachmittag (10). die „Flames“ der HSG Bensheim/Auerbach und die „Wildcats“ der SV Union Halle-Neustadt in der Weststadthalle gegenüber. Ein Match das coronabedingt im Dezember abgesagt werden musste. Es wurde ein Spiel auf „Messer Schneide“. Ausgeglichen und spannend bis zur letzten Sekunde, mit dem letztendlich besseren Ende für die „Flames“. Noch in der 56. Minute lagen die Bensheimerinnen nach einem Tor von Außenspielerin Sarah Dekker mit 23:20 relativ sicher mit drei Toren vorne und das Spiel schien gelaufen. Doch Halle-Neustadt kam zurück und verkürzte unmittelbar vor Spielende sogar noch zum 23:22 Endstand. Ein Pflichtsieg, aber auch zwei ganz wichtige Punkte.

Zu viele technische Fehler

Nach dem ersten Abtasten der Teams traf Alice Stoffel nach drei Minuten erstmals zur 1:0 Führung. Ein Treffer, der zunächst wie eine Initialzündung wirkte, zogen die „Flames“ doch anschließend bis auf 4:0 davon. Alles schien für die diesmal als Favorit angetretene HSG Bensheim/Auerbach im Lot. Doch dann folgte der ein oder andere technische Fehler und die „Wildcats“ konnten erstmals zum 4:4 ausgleichen. In Folge lagen die Bensheimerinnen zwar stets in Front, konnten sich allerdings nicht entscheidend absetzen. Mit einer 14:12 Führung für die Heimmannschaft ging es in die Halbzeitpause.

„Uns steckte noch das Spiel gegen Thüringen in den Knochen. Über das gesamte Spiel haben wir einfach zu viele Fehler gemacht. Abspielfehler, Fangfehler, aber wir haben auch wahnsinnig viel verworfen und können uns dann auch bei unserer Torhüterin Jessi Kockler bedanken, die am Ende zwei entscheidende Dinger hält“, analysierte nach dem Spiel Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm. In der Tat hatte die Bensheimer Torfrau nach dem Spiel eine Fangquote von fast 39 Prozent aufzuweisen.

Letztendlich verdienter Sieg

Auch in der zweiten Hälfte ähnelte sich das Bild. Meist lagen die „Flames“ mit zwei oder drei Toren vorne, Halle-Neustadt kam aber stets wieder heran. Es war das erwartet schwere Spiel. „Wir haben von Anfang an gesagt, dass Halle kein normaler Aufsteiger ist. Sie haben eine richtig gute Mannschaft“, verdeutlichte Heike Ahlgrimm, die den knappen 23:22 Sieg ihrer Mannschaft aufgrund der ständigen Führungen letztendlich aber als verdient betrachtete. „Wir haben in der entscheidenden Phase hundertprozentige nicht reingemacht und von daher können wir uns auch nicht beschweren, dass es so ausgegangen ist. Es war denkbar knapp, aber es ist schön, dass wir uns hier auf Augenhöhe begegnet sind“, wirkte auch Gästetrainer Jan-Henning Himborn durchaus nicht unzufrieden mit seinem Team.    

Erfolgreichste Scorerinnen für die „Flames“ waren Lisa Friedberger (8/3), Elisa Stuttfeld (5) und Alicia Soffel (3). Als nächster Gegner stellt sich am kommenden Samstag (16.), um 18 Uhr, der aktuelle Tabellendritte von der HSG Blomberg-Lippe der Weststadthalle vor.   

Flames: Jessica Kockler, Helen van Beurden – Isabelle Hurst (2), Lotta Heider, Elisa Stuttfeld (5), Simone Spur Petersen, Sarah Dekker (1), Alica Soffel (3), Lisa Friedberger (8/3), Christin Kühlborn, Sarah van Gulik (1), Ines Ivancok (1), Dionne Visser (1) und Julia Niewiadomska (1).

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