22:34 Tore: Souveräner Auftaktsieg der „Flames“ in Mainz

Gelungener Saisonauftakt in der Frauenhandball-Bundesliga

Souveräner 22:34 - Auftaktsieg für die "Flames" beim FSV Mainz 05. Unser Bild zeigt Nachwuchstalent Julia Niewiadomska (links), die einmal einnetzte. Bild © Andrea Müller

Endlich – es geht wieder los! Nach einem halben Jahr Corona-Pause ging es für die „Flames“ der HSG Bensheim/Auerbach am heutigen Nachmittag wieder um Punkte in der Frauenhandball-Bundesliga. Und dies gleich mit einem Derby bei den „Meenzer Dynamites“ des 1. FSV Mainz 05. Leider ohne Zuschauer. Für ein Derby, dass normalerweise Fans in Scharen in die Halle zieht, natürlich bedauerlich, aber vor dem Hintergrund der Pandemie nachvollziehbar. Die „Flames“ hatten die Favoritenrolle inne und nahmen diese auch an. Das Endergebnis mit 22:34 Toren standesgemäß.

Besonderes Spiel für Alicia Soffel

Während die HSG Bensheim/Auerbach einen einstelligen Tabellenplatz in dieser Saison anpeilt, dürfte es für die „Meenzer Dynamites“ um den Abstieg gehen, zumal drei Teams der auf 16 Mannschaften aufgestockten Liga den direkten Weg in die zweite Liga und ein viertes in der Relegation den Abstieg vermeiden muss. Zehn Neuzugängen standen beim letztjährigen Tabellenvorletzten neun Abgänge gegenüber. Darunter mit Alicia Soffel auch eine Spielerin, die zu den „Flames“ wechselte. Für die 21-jähige Rückraumspielerin natürlich ein besonderes Spiel. Nervosität merkte man der Rückraumlinken allerdings nicht an, eher zusätzliche Motivation, fünfmal netzte sie ins gegnerische Tor ein.

Hektischer Beginn

Das Spiel begann zunächst hektisch. Schon nach 37 Sekunden die erste Zwei-Minuten-Strafe für die Mainzerin Natalie Adeberg. Nach drei Minuten folgte die nächste, diesmal auf Bensheimer Seite für Kreisläuferin Isabelle Hurst. Dazu drei Siebenmeter bis zur fünften Minute und starke Paraden der Torhüterinnen. Ein kampfbetontes bis dahin spannendes Spiel. Dann zogen die „Flames“ an. Sieben Tore in Folge zum 3:10 waren bereits nach 15 Minuten eine kleine Vorentscheidung. Einen Vorsprung, den die HSG bis zur Halbzeit auf 10:19 ausbauten.

Ein ähnliches Bild in der zweiten Hälfte. Die „Flames“ hatten das Spiel in Mainz im Griff und führten teilweise mit 13 Toren. Trainerin Heike Ahlgrimm nutzte das Torepolster um durchzuwechseln und jeder Spielerin Spielanteile zu geben. Der letzte Treffer zum 22:34 – Endstand blieb sieben Sekunden vor Schluss Elisa Stuttfeld für Bensheim vorenthalten.

Trainerin mit Auftritt zufrieden

Erleichtert wirkte nach dem Spiel auch Trainerin Heike Ahlgrimm. „Das erste Spiel ist immer das Schwerste. Insbesondere nach einer sechsmonatigen Punktespielpause. Es war superschwer. Wir waren gewarnt, auch wenn wir heute vielleicht Favorit waren. Wir haben uns vorgenommen keine 25 Tore zu bekommen, das haben wir geschafft und wir haben 34 erzielt, das muss man erst einmal machen. Trotzdem – wir haben noch viel Arbeit vor uns,“ zog Ahlgrimm ein zufriedenes Fazit. „Wir waren in der ersten Halbzeit absolut überhaupt nicht auf Augenhöhe. Mit der zweiten Halbzeit kann ich ganz gut leben“, resümierte der Mainzer Trainer Florian Bauer, der als Vorgänger von Heike Ahlgrimm die „Flames“ von 2014 bis 2016 in der zweiten Bundesliga betreute.

Neun Flames-Spielerinnen trafen

Beste Scorerin der Flames war Kreisläuferin Isabell Hurst mit 7 Treffern. Allein neuen Spielerinnen konnten sich in die Torschützenliste eintragen. Verzichten musste das Team auf Rechtsaußen Sarah Dekker (Knochenödem), auf Simone Spur Petersen (Aufbautraining) und die verletzungsbedingt angeschlagene Kreisläuferin Dionne Visser. Zu ihrem ersten Bundesligaeinsatz kam hingegen auf Rechtsaußen Annika Schmitz von den Junior-Flames. Auch Neuzugang Lotta Heider schnupperte erstmals Erstligaluft und versüßte ihren Einstand gleich mit zwei Treffern. Ein letztendlich verdienter Saisonauftakt und Auswärtssieg für die „Flames“.

Flames: Jessica Kockler, Helen van Beurden -Isabelle Hurst (7), Leoni Kockel (2), Lotta Heider (2), Elisa Stuttfeld (4), Alica Soffel (5), Lisa Friedberger (5/2), Christin Kühlborn (2), Sarah van Gulik, Ines Ivancok (6), Julia Niewiadomska (1), Annika Schmitz.

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