27:25 Arbeitssieg der „Flames“ im ersten Heimspiel

HSG Bensheim/Auerbach behält Punkte in der Frauenhandball-Bundesliga

Ohne Zuschauer werden aufgrund der Corona-Pandemie die nächsten Heimspieler der "Flames" ausgetragen.

Puh, erstmal tief durchatmen. Spannung bis in die letzten Sekunden beim 27:25 (14:12) Heimsieg der „Flames“ gegen Aufsteiger Buchholz 08-Rosengarten. 250 zugelassene Zuschauer sahen am heutigen Samstagabend (12. September) einen richtigen Arbeitssieg der Bensheimerinnen in der Frauenhandball-Bundesliga. „Am Ende zählen nur die zwei Punkte“, äußerte Trainerin Heike Ahlgrimm erleichtert in ihrem Statement nach dem Schlusspfiff.

Luft auf der Tribüne

Es war das erste Heimspiel dieser Saison und alles war anders. Der Ablauf war aufgrund der Corona-Pandemie für Spielerinnen und Fans ungewohnt. Viel Luft auf der Tribüne, lediglich 250 Zuschauer durften dem ersten Heimspiel der „Flames“ beiwohnen, reserviert für Dauerkarteninhaber und Sponsoren. Gekommen sind von den Sitzplatzinhabern, einschließlich der Helfer-Crew der „Flames“, allerdings nur circa 170. Entsprechend konnte sich auch die gefürchtete „Weststadthalle“ -trotz allem Engagement der Trommler- notgedrungen nicht wirklich entfalten.

Ausgeglichene erste Hälfte

Die erste Halbzeit – ausgeglichen. Es war ein offener Schlagabtausch, die Führungen wechselten, keine Mannschaft konnte sich absetzen. Nach der erstmaligen Führung der „Flames“ zum 2:1 in der fünften Minute durch Neuzugang Lotte Heider, gaben die Rot-Weißen diese auch gleich wieder ab und rannten dem mehrmaligen Eintorevorsprung der Gäste bis zur abermaligen Führung zum 10:9 in der 20. Minute hinterher, gaben diese aber fortan bis zum Schlusspfiff nicht mehr aus der Hand. Erst in den letzten zwei Minuten vor der Pause sorgte Elisa Stuttfeld für einen etwas beruhigenden Zwei-Tore-Vorsprung. Ihr Comeback feierte nach elfmonatiger Verletzungspause in der 22 Minute Dionne Visser, die bereits zwei Minuten später mit einem Treffer zum 12:11 ihren Einstand perfekt machte.

Entscheidung acht Sekunden vor Schluss

Etwas besser lief es für die „Flames“ in der zweiten Hälfte, konnte das Team doch die Gäste mit zwei, drei oder vier Toren auf Distanz halten. Flames-Torhüterin Helen von Beurden war gefordert und hielt ihr Team mit einer überragenden Parade beim Stand von 25:23 im Spiel. Noch in der 58 Minute führte die HSG mit 26:23, dann wurde es überraschend nochmal eng. 25 Sekunden vor Schluss das Anschlusstor zum 26:25. Kreisläuferin Isabelle Hurst fasste sich ein Herz, tankte sich durch und warf acht Sekunden vor den vielumjubelten Treffer zum 27:25 Endstand. „Es war kein gutes Spiel von uns, viel Standhandball, dass wissen wir“ redete Heike Ahlgrimm Klartext. Überraschend kam der starke Auftritt von Buchholz 08-Rosengarten nach ihrem guten Spiel gegen Top-Favorit Borussia Dortmund für die Trainerin nicht. „Ich hatte die ganze Woche gewarnt. Jetzt sind wir erstmal froh über die zwei hart erkämpften Punkte. Für unser nächsten Auswärtsspiel in Oldenburg müssen wir Einiges verbessern“, so Ahlgrimm. Auch Gästetrainer Dubravko Prelec, äußerte sich durchaus zufrieden: „Wir hatten einige gute Situationen. Aber die wirklich wichtigen Spiele kommen für uns noch“.

Flames: Jessica Kockler, Helen van Beurden -Isabelle Hurst (4), Leoni Kockel (2), Lotta Heider (3), Elisa Stuttfeld (2), Alica Soffel (1), Lisa Friedberger (5/3), Christin Kühlborn (1), Sarah van Gulik (5/4), Ines Ivancok (3), Julia Niewiadomska, Dionne Visser (1) und Annika Schmitz.

Text Post 2, Werbung