28:36 Heimniederlage für die „Flames“

Frauenhandball-Bundesliga: Sport Union Neckarsulm gegen Ende des Spiels deutlich überlegen

Eine 28:36 Niederlage bezogen am Samstag (11.) die Bundesligahandballerinnen der „Flames“ im Heimspiel gegen Sport Union Neckarsulm. Unser Bild zeigt Außenspielerin Elisa Stuttfeld. Bild © Andrea Müller

Die Vorfreude war groß. Endlich wieder Bundesligahandball in der Bensheimer Weststadthalle und dies vor Zuschauern. Die Ränge füllten sich allerdings zum Heimspielauftakt noch vorsichtig. So fanden sich lediglich rund 500 Besucher ein. Ganz klar, da ist noch Luft nach oben. Für die Spielerinnen allerdings kein Problem. Engagiert gingen die „Flames“ am heutigen Samstagabend (11.) ihr erstes Heimspiel der noch jungen Saison gegen die Sport Union Neckarsulm an. Nach dem am vergangenen Wochenende durchaus als gewonnenen Punkt zu bezeichneten Zähler beim Thüringer HC wollten die Handballerinnen der HSG Bensheim/Auerbach auf heimischen Parkett natürlich nachlegen. Kein einfaches Unterfangen, man erwartete eine Partie auf Augenhöhe, was das Match auch lange Zeit blieb. Ab der 47. Minute setzte sich der Gast aber entscheidend ab und gewann verdient mit 28:36 Toren.  

16:17 Pausenführung für die Gäste

Personell konnte Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm bekanntlich nicht aus dem Vollem schöpfen. So gesellte sich am vergangenen Wochenende Rückraumspielerin Leoni Kockel mit einem Kreuzbandriss zu den Langzeitverletzten Lotta Heider, Alicia Soffel und Sarah Dekker. Auch NSU musste mit der ehemaligen Flames-Spielerin Carmen Moser und Spielmacherin Sophie Lütke auf zwei wichtige Säulen des Teams verzichten. Beide Teams versteckten sich allerdings nicht am eigenen Kreis, sondern gingen nach einem ersten Abtasten beherzt mit schnellen Angriffsspiel zu Werke. Nach 44 Sekunden konnten die „Flames“ zum ersten Mal jubeln. So traf Vionne Visser vom Kreis zum 1:0. Fortan entwickelte sich das erwartet spannende Match. Die Sport Union legte erstmals beim 2:1 vor, blieb zwei Drittel der ersten Hälfte stets in Front, konnte sich aber nicht absetzen. Nach 20 Minuten führte NSU mit 11:14, doch Sarah van Gulik und Isabelle Hurst brachten die HSG mit ihren Treffern auf 13:14 heran. Großer Jubel brannte in der Weststadthalle auf, als in der 22. Minute erneut Isabelle Hurst zum 14:14 und wenigen Spielminuten Später Saskia Fackel zum 15:15 ausglichen. Mit einer knappen 16:17 Führung für die Gäste ging es in die Pause.

NSU setzte sich ab

Die zweite Halbzeit war über lange Zeit ein Spiegelbild der ersten. Auch diesmal blieb das erste Tor den „Flames“ vorbehalten, die durch Christin Kühlborn zunächst ausglichen, ehe die Neckarsulmer anzogen und bis zur 37. Minute erstmals wieder drei Tore zum 18:21 vorlegten. Wie schon vor der Pause brachten die Gastgeber viel Einsatz auf die Platte. NSU gelang es nicht seinen Vorsprung auszubauen und führte, bis zur 44. Minute meist mit zwei oder drei Toren. Dann häuften sich auf Bensheimer Seite die technischen Fehler, zudem erhielt Neele Mara Orth eine Zwei-Minuten-Strafe. Es gab ein Bruch im Spiel, so dass der Vorsprung der Gäste relativ schnell auf 22:28 anwuchs. Die Partie war gelaufen. Am Ende gewannen die Gäste letztendlich doch deutlich mit 28:36 und nahmen unterm Strich verdient zwei Punkte mit nach Neckarsulm.      

Flames:  Helen van Beurden, Vanessa Fehr – Isabell Hurst (2), Myrthe Schoenaker (5), Elisa Stuttfeld, Jana Haas, Lisa Friedberger (6/3), Christin Kühlborn (2), Saskia Fackel (3), Sarah van Gulik (3), Ines Ivancok (4), Neele Mara Orth (1) und Dionne Visser (2).

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