Bundesligateam spielt mit dem Herzen für die „Flames“

Frauenhandball-Bundesliga: Am Samstag Saisonauftakt beim Spitzenteam vom Thüringer HC

Die Vorstellung der Mannschaft der „Flames“ für die am kommenden Samstag (4.) beginnende Frauenhandball-Bundesliga stand am Mittwoch (1.) im Mittelpunkt eines Community Treffs in der „Villa Lacus“. Unser Bild zeigt Torhüterin Helen van Beurden am Mikrophon.

Die „Flames“ zählen mit Spannung die Tage bis zum Saisonstart herunter. Es geht wieder los. Voller Elan bereitete sich das Team der Frauenhandball-Bundesliga die letzten Wochen mit ihrer Trainerin Heike Ahlgrimm auf ihre fünfte Erstligasaison in Folge vor. Die Ziele sind klar umrissen. Die Mannschaft der Erstliga-Handallerinnen der HSG Bensheim/Auerbach besitzt die Qualität um auf jeden Fall einen einstelligen Tabellenplatz erreichen zu können. Zu der eingespielten Truppe konnten mit Myrthe Schoenaker (HSG Blomberg-Lippe), Vanessa Fehr (Bayer Leverkusen) und Saskia Fackel (Kurpfalz Bären Ketsch) gezielt Verstärkungen verpflichtet werden. Dazu kommen aus der eigenen Talentschmiede Neele Orth und Jana Haas, die schon in der letztjährigen Saison Bundesligaluft schnuppern konnten.

Das Auswärtsspiel der „Flames“ beim Thüringer HC wird am Samstag (4.), um 19:30 Uhr live im Internet auf http://www.sportdeutschland.tv unter https://sportdeutschland.tv/handball-bundesliga-frauen/hbf-thueringer-hc-vs-hsg-bensheim-auerbach-2021 übertragen.

Großer Kaderumbruch beim THC

Auftaktgegner der HSG Bensheim/Auerbach ist das Team vom Thüringer HC, dass in den vergangenen Spielzeiten stets in der Spitzengruppe zu finden war, allerdings zur neuen Saison einen großen Kaderumbruch vollzieht. So müssen die Thüringerinnen gleich elf Neuzugänge integrieren. Darunter die niederländische Torfrau Rinka Duijndam vom amtierenden Deutschen Meister Borussia Dortmund und auf Linksaußen die deutsche Nationalspielerin Kim Braun vom frischgebackenen Supercup-Titelträger von der SG BBM Bietigheim. Auch konnte Thüringen die ehemalige Flamme Jennifer Rode von den Dortmundern, neben weiteren international erfahrenen Handballerinnen, an Land ziehen. Schwer wiegt sicherlich der Verlust von Toptorjägerin Marketa Jerabkova, die zum Champions-League-Sieger Vipers Kristiansand wechselte. Auch Nationalspielerin Meike Schmelzer kehrte dem THC den Rücken. In die Bundesliga überraschend zurückgekehrt ist aufgrund von verletzungsbedingten Sorgen auf der Außenbahn die ehemalige niederländische Nationalspielerin Miranda Schmidt-Robben. Sie stand zuletzt bis 2020 bei der HSG Bad Wildungen unter Vertrag. Für Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm ist der THC beim Auswärtsspiel klarer Favorit. „Am Anfang einer Saison sind die Stärken natürlich schwer einzuschätzen. Aber auch in der vergangenen Saison konnten wir in Thüringen punkten“, gibt sich die Trainerin durchaus nicht chancenlos.

Dortmund und Bietigheim Favoriten

Das Maß aller Dinge in der Frauenhandball-Bundesliga sind auch in dieser Saison die Teams von Borussia Dortmund und von der SG BBM Bietigheim, auch wenn der personelle Umbruch mit neun neuen Spielerinnen beim Deutschen Meister in der Kürze der Zeit noch nicht vollzogen ist. Schon in der vergangenen Saison hatten die beiden Mannschaften die Liga als verlustpunktfreier Meister (Dortmund) beziehungsweise Vizemeister und Pokalsieger geprägt. „Bietigheim hat sich enorm verstärkt. Ich prophezeie, dass die Mannschaft -wie im vergangenen Jahr Dortmund- mit null Minuspunkten Deutscher Meister wird“, so Heike Ahlgrimm. Zu den Spitzenmannschaften der neuen Saison zählen sicherlich auch wieder die jungen Mannschaften von Blomberg und Metzingen sowie vom Thüringer HC. Einzigster Aufsteiger in die von 16 auf 14 Teams reduzierte Frauenhandball-Bundesliga ist in diesem Jahr BSV Sachsen Zwickau, die in der zweiten Liga nur sieben Minuspunkte zu verzeichnen hatten und somit direkt aufgestiegen sind.

Ausgelöst wurde zwischenzeitlich die zweite Runde im DHB-Pokal. Hierbei treffen die „Flames“ am 3. Oktober, um 16 Uhr, in der Bensheimer Weststadthalle auf den letztjährigen Erstligaabsteiger von Frisch Auf Göppingen.

Community Event live und gestreamt

Informationen aus erster Hand erhielten Sponsoren und Fans am Mittwochabend (1.) beim Community-Treff der „Flames“ im Restaurant „Villa Lacus“, dessen offizieller Teil im Übrigen auch mit Technik der Pfungstädter Koke GmbH für alle Fans gestreamt wurde. Einen ersten Eindruck vom Produktpool und den modernen Signage-Ideen des neuen Silberpartners der „Flames“ konnten die Besucher bereits beim kürzlich ausgetragenen Dentsply Sirona Cup in der Weststadthalle erlangen. So konnten die Zuschauer unter anderem über digitalen Rollups von Spielerinnen begrüßt werden. Zusätzlich wurde eine große Leinwand an der der Tribüne gegenüberliegenden Wand und alleine fünf Kameras für Livestreams errichtet.

Sponsorenetat um vier Prozent gesteigert

„Diese komplexe Technik gibt uns neue Möglichkeiten. Vielleicht kann man hierdurch auf die vom HBF in seinem Weiterentwicklungsplan beschlossene zweite Gegentribüne verzichten“, hofft der Geschäftsführer der Auerbacher Handball Sport und Marketing Gmbh Michael Geil, der sowohl sein „Team hinter dem Team“ vorstellte als auch einen kurzen Einblick auf die wirtschaftliche Seite gab. „Die Sponsoren haben uns trotz Corona die Treue gehalten, Regressforderungen wurden nicht gestellt. Coronabedingte Einbußen von circa 20 Prozent konnten durch staatliche Hilfen und Unterstützer, wie die TSV Auerbach, ausgeglichen werden. Für die anstehende Saison wurde der Sponsorenetat sogar um vier Prozent gesteigert. Dafür gilt mein besonderer Dank“, erklärte Michael Geil.   

Nachdem auch in diesem Jahr die offizielle Mannschaftsvorstellung coronabedingt beim Auerbacher Bachgassenfest erneut ins Wasser gefallen war, wurde diese alternativ beim  Community Treff von der Mannschaft selbst vorgenommen. So erfuhren die Anwesenden nicht nur Hintergründe zum Handballsport sondern durchaus auch das ein oder andere Private, wie Spitznamen, Neuigkeiten aus dem Trainingsablauf oder Studiengänge. Die Lacher auf ihrer Seite hatte beispielsweise Kreisläuferin Isabell Hurst, als sie verkündete, dass sie nun „Mamma“ von zwei Baby-Katzen geworden sei. Neu war den Anwesenden auch, dass Spielmacherin Lisa Friedberger nun auch als Kapitänin die Mannschaft aufs Parkett führt.    Mit einer schweren Saison rechnet Coach Heike Ahlgrimm. „Mit dem Abstieg werden wir nichts zu tun haben. Aber zwischen Tabellenplatz 5 und 11 ist alles möglich“, so Heike Ahlgrimm, die ihrem Team eine sehr gute Vorbereitung bescheinigte. „Die Neuzugänge haben sofort handballerisch und menschlich gepasst. Ich bin von der Mannschaft überzeugt, wir sind eine Familie und spielen mit dem Herzen für die Flames. Wir sind richtig heiß auf das erste Match“.     

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