Die Kraft reichte noch nicht. Erneute Heimniederlage für die „Flames“

Frauenhandball-Bundesliga: Neckarsulmer Sportunion siegten mit 29:34 in der Bensheimer Weststadthalle

Mit schweren personellen Problemen hat bis Saisonende Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm zu kämpfen. Auch am heutigen Freitagabend (14.) erlitten die Bundesligahandballerinnen der HSG Bensheim/Auerbach im Heimspiel gegen die Neckarsulmer Sportunion eine 20:30 Niederlage. Bild © Andrea Müller

Das zweite von fünf anstehenden Bundesligaspielen nach der corona-bedingten häuslichen Isolation stand am heutigen Freitagabend (14.) für die Handballerinnen der „Flames“ gegen die Neckarsulmer Sportunion in der Bensheimer Weststadthalle auf dem Programm. Der Re-Start wurde bekanntlich am vergangenen Wochenende mit einer durchaus respektablen Leistung gegen den Favoriten vom Thüringer HC (23:31) verloren. Jetzt also der nächste Vergleich für die personell und körperlich geschwächte HSG Bensheim/Auerbach. Nach einem erneuten couragierten Auftritt verloren die Bensheimer Bundesligahandballerinnen in einem abwechslungsreichen Spiel mit 29:34 Toren. 

Langzeitverletzte auf beiden Seiten

Für den Gast aus Neckarsulm ging es um den rechnerisch letzten Strohhalm für eine Qualifikation zur European League, falls der fünfte Tabellenplatz mit Hilfe einer ausgelobten Wildcard für den Start in diesem internationalen Wettbewerb noch berechtigt. Die NSU musste also gewinnen, kommt es doch am nächsten Spieltag zu einem Showdown mit dem direkten Konkurrenten Thüringer HC, für den allerdings das leichtere Restprogramm und auch das bessere Torverhältnis spricht. Neben Kapitänin Nathalie Hendrikse musste die Sport-Union auch auf Joanna Rode sowie die ehemalige Bensheimer „Flamme“ Carmen Moser (Kreuz- & Innenbandriss) verzichten. Die „Flames“ gingen mit dem gleichen Kader wie in der Vorwoche an den Start. Also ohne die Langzeitverletzten Isabell Hurst, Alicia Soffel und Lotta Heider sowie der weiterhin krankheitsbedingt fehlenden Sarah van Gulik. Kurzfristig fehlte dann allerdings auch noch Simone Spur Petersen (Knieverletzung) auf dem Spielberichtsbogen. Ergänzt wurde das Team erneut durch Nina Rädge, Annika Schmitz, Neele Orth und Rugile Bartaseviciute von den Junior Flames.

Spannende erste Hälfte

Es entwickelte sich von Beginn an eine spannende und ausgeglichene Partie. So legten in der ersten Hälfte meist die Gäste vor, doch die „Flames“ brachten viel Einsatz aufs Parkett und blieben dran. Mehrmals führte die NSU, wie beim 3:6, 4:7 oder 5:8, mit drei Toren. Die HSG hielt stand, schaffte durch einen Sieben-Meter von Lisa Friedberger den 8:8 Ausgleich und ging in der 16. Minute erstmals durch ein Tor von Leonie Kockel in Führung. Bis zur 22. Minute bauten die „Flames“ ihren kleinen Vorsprung sogar auf 13:11 aus, ehe die Gäste wiederum die Partie drehten und ihrerseits mit 14:13 in Führung gingen. Mit einem 16:17 für die Neckarsulmer Sportunion ging es in die Pause.

Drei-Tore-Vorsprung reichte nicht

Der Auftakt der zweiten Halbzeit begann für die „Flames“ wunschgemäß. Drei Tore von Dionne Visser, Sarah Decker und Christin Kühlborn brachten die 19:17 Führung. Durch ein weiteres Tor von Sarah Decker zum 21:18 baute die HSG Bensheim/Auerbach in der 35. Minute erstmals ihren Vorsprung auf drei Tore aus. Stark in dieser Phase: Torfrau Helen van Beurden, die mehr als einen Hochkaräter der Gäste entschärfte. Doch die Zweifel wuchsen. Wird die Kraft der durch die lange Corona-Auszeit gehandikapten „Flames“ für die verbleibenden 15 Minuten reichen? Die Unsicherheit bestand nicht zu Unrecht, häuften sich doch jetzt die technischen Fehler und gute Chancen wurden überhastet vergeben. In der 47. Minute schaffte die NSU schließlich wieder den 23:23 Ausgleich und ließ in der 50. Minute die 24:25 Führung folgen, welche die Gäste schließlich auf 25:28 ausbauten und auch nicht mehr bis zum Schlusspfiff hergaben. Endstand: 29:34 für die Neckarsulmer Sportunion. „Am Ende hatten wir einfach keine Kraft mehr gehabt“, resümierte Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm.   

Erfolgreichste Scorerin auf Flames- Seite waren Ines Ivancok (8) Lisa Friedberger (8/6), die alleine sechsmal vom Sieben-Meter-Punkt traf und Sarah Decker (4).  

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