Einstelliger Tabellenplatz realistisches Ziel der „Flames“

Am kommenden Wochenende Startschuss der Frauenhandball-Bundesliga

Regelmäßige Corona-Tests gehören jetzt zum regelmäßigen Ritual der „Flames“ vor ihren jeweiligen Handball-Bundesligaspielen. Die ersten Tests fanden am heutigen Mittwoch (2. September) statt. Bild © Andrea Müller

Der Startschuss für die neue Saison in der Handball-Bundesliga der Frauen (HBF) fällt am kommenden Wochenende (5./6. September) – am Liebsten natürlich mit Zuschauern. Ausgelassene Stimmung mit rund 1000 Zuschauern in der Bensheimer Weststadthalle ist bei der aktuellen Entwicklung der Corona-Pandemie allerdings in den nächsten Wochen nicht zu erwarten. Abhängig sind die zulässigen Zuschauerzahlen dabei von den behördlichen Vorgaben und diese variieren von Standort zu Standort. Für den sportlichen Bereich tut dies allerdings keinen Abbruch. „Ich habe nicht festgestellt, dass eine Spielerin ohne Zuschauer in ihrem sportlichen Ehrgeiz nachlässt. Die Mannschaft wird alles in die Waagschale werfen. Schöner wäre natürlich eine tolle Zuschauerkulisse“, verdeutlichte Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm in einem Gespräch mit der Onlinezeitung.

Neuzugänge gut integriert

Mit der Vorbereitung für die anstehende Bundesligasaison ist die Trainerin überaus zufrieden. „Wir sind im Soll, haben gute Ergebnisse gespielt, viel ausprobiert und unsere drei Neuzugänge gut integriert. Sie passen perfekt ins Team“, fiebert auch Heike Ahlgrimm dem Anwurf am kommenden Sonntag (6. September), um 16 Uhr, beim 1. FSV Mainz 05 entgegen. Den Zusammenhalt ihrer mit einem Altersdurchschnitt von circa 21,6 Jahren sehr jungen Truppe formuliert Ahlgrimm als sehr harmonisch. „Da wurde auch außerhalb vom Spielfeld viel gemeinsam unternommen. Es macht einfach Spaß dieses junge Team zu trainieren“. Der Blick auf den Kader bestätigt: in den letzten Jahren fand in der Mannschaft ein totaler Umbruch statt. Lediglich Lisa Friedberger und die Niederländerin Sarah van Gulik sind schon seit sechs beziehungsweise fünf Jahren dabei.

Schwer wiegt für die anstehende Saison natürlich der Weggang von Top-Torjägerin Julia Maidhof zur SG BBM Bietigheim. „Julia kann man natürlich nicht eins zu eins ersetzen. Wir lösen das im Kollektiv und pushen uns gegenseitig. Wir haben aber auch mit Neuzugang Leoni Kockel (Borussia Dortmund) eine starke Spielerin auf dieser Position hinzugewonnen. Sie ist ein ganz anderer Spielertyp“, erklärt die Trainerin. Zudem wechselten Alicia Soffel (1. FSV Mainz 05) und Lotta Heider (TSV Nord Harrislee) an die Bergstraße. Ein großes Talent ist sicherlich die erst 18-jährige Rechtsaußen-Spielerin Lotte Heider, die erst kürzlich eine Einladung zu einem Lehrgang der U18-Nationalmannschaft erhielt und auch noch für den Flames-Nachwuchs in der A-Jugend – Bundesliga auf Torejagd gehen kann. Eine gestandene Erstligaspielerin und auch Wunschspielerin ist schon mit erst 21 Jahren Alicia Soffel.

Borussia Dortmund ist Favorit

Sowohl für GmbH.-Geschäftsführer Michael Geil als auch für Coach Heile Ahlgrimm ist ein einstelliger Tabellenplatz für die Bundesligamannschaft realistisch. Nicht vergessen werden darf, dass es im Zusammenhang mit Corana keine Absteiger gab und die Runde von 14 auf mit 16 Mannschaften aufgestockt wird. Dafür gibt es in dieser Spielzeit drei Absteiger; ein Team muss in die Relegation. Als klaren Favoriten sieht Ahlgrimm das Team von Borussia Dortmund, das schon in der letzten Saison an der Tabellenspitze stand. Anders als die Männer-Bundesliga hatte sich die HBF -sehr zum Ärger der BVB-Damen- nach dem Abbruch der Saison wegen der Coronavirus-Pandemie allerdings entschieden, keinen Meister zu küren. „Noch am ehesten könnte die SG BBM Bietigheim den Nordrhein-Westfalen gefährlich werden. Dann folgen die Mannschaften vom Thüringer HC, Metzingen, Buxtehude oder auch Leverkusen“, schätzt Heike Ahlgrimm.

Das Auftaktprogramm könnte für das Team um die neue Spielführerin Jessica Kockler und ihrer Co. Lisa Friedberger Sicherheit geben, warten doch mit dem 1. FSV Mainz 05 und im ersten Heimspiel am 12. September mit Aufsteiger Buchholz Rosengarten-Buchholz sowie dem VfL Oldenburg nicht gleich die dicken Brocken auf die „Flames“.

Am Sonntag Saisonauftakt in Mainz

Im ersten Saisonspiel am kommenden Sonntag würde die HSG Bensheim/Auerbach gerne die ersten Punkte aus Mainz mitnehmen. Während die „Flames“, bis auf die lange Zeit verletzte -aber sich wieder im Training befindliche- Simone Spur Petersen, personell aus dem Vollem schöpfen könnte, zog sich beim Derbygegner die langjährige, erfahrene Torfrau Kristin Schäfer kürzlich einen Riss des vorderen Kreuzbandes zu und fällt definitiv aus. Trainiert wird Mainzer Team übrigens vom ehemaligen Flames-Trainer Florian Bauer.

Verzichten müssen die Mannschaften auch auf Zuschauer. Letztendlich war es den (2.Handballfans haben jedoch die Möglichkeit über den Streamingdienst „Sportdeutschland.tv“ unter  https://handball-deutschland.tv/hbf/hbf-1-fsv-mainz-05-vs-hsg-bensheim-auerbach das Spiel  live zu verfolgen.

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