Erste Volleyballdamen starteten in das Abenteuer Regionalliga

Regionalliga Süd-West: Ziel ist der Klassenerhalt

Will mit den ersten Volleyballdamen der TSV Auerbach als Neuling der Regionalliga Süd-West die Klasse halten: Spielertrainerin Monika Liepolt.

Die Weichen sind gestellt. So ging es am vergangenen Wochenende endlich für die Volleyballer*innen wieder zurück zum Spielbetrieb. In Corona-Zeiten natürlich auch für das frischgebackene Regionalliga-Team Damen I der TSV Auerbach unter anderen Vorzeichen. Das Hygienekonzept für die Heimspiele steht. Trotz aller risikominimierender Maßnahmen ist durch die Corona-Pandemie allerdings der Verlauf der Saison grundsätzlich unvorhersehbar. Drei Bundesländer (Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen) sind mit den elf Teams in der Regionalliga betroffen, die Corona-Regeln sind uneinheitlich, Spielverlegungen sind bei möglichen Ansteckungsfällen vorprogrammiert. „Wir nutzen jetzt auch als Regionalliga-Vorgabe die gesamte Sporthalle der Geschwister-Scholl-Schule und nicht nur ein Drittel. Spielbeginn ist um erst um 20 Uhr. Zudem sind die Zuschauerzahlen bis jetzt auf 50 begrenzt“, erklärt Spielertrainerin Monika Liepolt einige Details des Konzeptes im Gespräch mit der Onlinezeitung.  

Corona beeinträchtigte Vorbereitung

Die Volleyball-Damen stehen natürlich für ihr Comeback in der Regionalliga unter Spannung. Beruhigend war zumindest der Saisonauftakt am vergangenen Wochenende, den die Auerbacherinnen mit 3:0 bei Eintracht Frankfurt für sich entscheiden konnten. Bereits zwei Tage vor Saisonende stand das Team als Meister der Oberliga fest, dann kam der Corona-Abbruch. „Zunächst war nicht klar, ob wir aufsteigen dürfen und hingen gut eine Woche in der Luft. Der Verband hätte die Saison ja auch einfrieren können. Nachdem dann die Nachricht kam, war die Erleichterung natürlich groß und wir fingen schon sehr früh mit einem virtuellen gemeinsamen Skype-Training im Homeoffice an“, verdeutlicht die erfahrene Sportlerin. „Kontakt ist im Mannschaftssport wichtig. Auch unsere Neuzugänge wollten wir von Beginn an mitnehmen.“ Ab dem 19. Mai ging es dann gemeinsam ins Freie, war doch jetzt wieder Kontaktsport -wenn auch zunächst reduziert auf zehn Personen- wieder möglich.

Einen weiteren Wermutstropfen brachte die Corona-Pandemie die Finanzierung der Regionalliga mit sich. „Die Regionalliga ist teurer und das Bergsträßer Volleyball-Turnier mit seinen über 1000 Teilnehmern fiel aus Einnahmequelle weg. Unterstützung bekommen die Sportlerinnen jetzt vom Hauptverein.

„Alte Hasen“ blieben zusammen

Für die Regionalliga-Saison haben sich die „Alten Hasen“ vom Team Damen I viel vorgenommen. Zweimal spielten die Volleyballerinnen, in den Jahren 2003 bis 2005 und in der Saison 2006/2007, bereits in der Regionalliga und hatten infolge aus privaten Gründen den Wiederaufstieg mehrmals abgelehnt. Das Team blieb trotzdem zusammen. Mit Tina Helfrich, Irene Kirchenschläger, Monika Liepolt und Petra Stauch waren vier Spielerinnen der Rot-Weißen schon damals dabei. Dazu gehören mit Laura Kilgus, Lisa Weihrauch, Marlena Carvallo und Inga Pfenning weitere Spielerinnen schon länger zur Mannschaft. Das bedeutet: geballte Erfahrung auf dem Feld, von Nervosität ist da wenig zu spüren. Entsprechend geht der Blick der Rot-Weißen eher in Richtung Mittelfeld. „Unser Ehrgeiz ist ungebrochen. Als Neuling ist natürlich erstmal der Klassenerhalt unser Ziel“, so Monika Liepolt. Der Optimismus für einen Verbleib in der Klasse ist durchaus berechtigt. In den beiden Neuzugängen Lisa Köhler (TG Rüsselsheim) und Alexandra Werner (SG Hohensachsen) sieht die Trainerin echte Verstärkungen, dazu kommt noch mit Janna Lustig eine Rückkehrerin aus der zweiten Mannschaft. Das Team verlassen haben Carole Zeig und Laura Schmitz.

Erste Heimspiel am 19. September

Den Optimismus ziehen die Spielerinnen auch aus ihrer Vorbereitung. So konnte das Team beispielsweise bei einem Einladungsturnier gegen Damen-Teams aus der Regionalliga zehn von zwölf Sätzen für sich verbuchen. Das hob natürlich die immer gute Stimmung und die Vorfreude auf die Saison. Voll des Lobes sind die Damen auch von dem neuen Webauftritt ihrer Abteilung. „Das haben die Jungs echt toll gemacht“, lobt Moni Liepolt.

Ihr erstes Heimspiel in der Regionalliga Süd-West bestreiten die ersten Volleyballdamen der TSV Auerbach am kommenden Samstag, den 19. September, um 20 Uhr, in der Geschwister-Scholl-Schule, gegen Stadecken-Elsheim.  (red)

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