„Flames“ belegen guten dritten Platz beim Dentsply Sirona Cup

Frauenhandball-Erstligist Bayer Leverkusen Turniersieger in Bensheim/Moderne Signage-Ideen in der Weststadthalle umgesetzt

Ein gutes Turnier mit einem ausgezeichneten dritten Platz spielten die „Flames“ beim 1. Dentsply Sirona Cup in der Bensheimer Weststadthalle. An dem Cup nahmen mit Leverkusen, Metzingen, Neckarsulm, Blomberg und den Flames fünf Vereine der Frauenhandball-Bundesliga teil. Komplettiert wurde das Teilnehmerfeld vom Zweitligisten aus Waiblingen. Bild © Andrea Müller

Der Dentsply Sirona Cup schreit förmlich nach einer Wiederholung. Nach einer zehnmonatigen coronabedingt zuschauerlosen Zeit, besuchten an beiden Tagen 21./22.) jeweils circa 250 Besucher, plus Mannschaften und Betreuer, die Bensheimer Weststadthalle. „Unser Hygienekonzept funktionierte. Die 3G-Regel und das Einbuchen mit der Luca-App wurden von den Zuschauern angenommen“, freute sich auch der für das Konzept verantwortliche Andre Schumacher von der Geschäftsstelle der Auerbacher Handball Sport und Marketing GmbH. Auch Jan Siefert, Geschäftsleiter von Dentsply Sirona Bensheim und der Geschäftsführer der „Flames“, Michael Geil, betonten im Rahmen der Siegerehrung, dass sie das hochklassig besetzte Turnier in der Vorbereitungszeit als Performance Test etablieren wollen.

Bayer 04 Leverkusen Turniersieger

Den Turniersieg holte sich am Ende das Team von Bayer 04 Leverkusen mit einem 20:17 Endspielsieg gegen die HSG Blomberg-Lippe. Für die Flames reichte es nach einem Sieg im kleinen Finale um Platz drei gegen die Sport-Union Neckarsulm immerhin noch für einen Platz auf dem Treppchen und die Genugtuung, dass man als einzige Mannschaft dem späteren Turniersieger eine Niederlage (18:15) beibringen konnte. Für Schockmomente sorgte im Gruppenspiel Blomberg-Lippe gegen Neckarsulm die Rückenverletzung der Blombergerin  Malina Marie Michalczi, die lange auf dem Parkett behandelt werden musste und im Anschluss mittels eines Hubschraubers in eine Klinik geflogen wurde. Nach durchgeführten Untersuchungen ist sie zwischenzeitlich glücklicherweise wieder auf dem Weg der Besserung. Das Spiel um Platz fünf, das über zweimal 30 Minuten durchgeführt wurde, gewann TuS Metzingen deutlich mit 40:23 gegen den Zweitligisten von den Tigers Waiblingen.  

Flames-Aufholjagd im Halbfinale

Für die „Flames“ lief die Premiere des Turniers vor heimischen Publikum unterm Strich gut. Nach einer knappen 24:25 Auftaktniederlage gegen den Favoriten TuS Metzingen (Siehe auch: https://bensheim-auerbach.com/lokalsport/flames-verspielen-sieg-auf-der-zielgeraden) folgte im zweiten Gruppenspiel ein überzeugender 18:15 Sieg gegen den späteren Turniersieger von Bayer Leverkusen. Nur schwer in Fahrt kam die HSG Bensheim/Auerbach im Halbfinale gegen den Ligakonkurrenten von der HSG Blomberg-Lippe, lief doch in der Anfangsphase nur wenig zusammen. Die gegnerische Abwehr stand kompakt, Abspielfehler häuften sich oder die Spielerinnen verzweifelten an den Paraden der bestens aufgelegten ehemaligen Flames-Torhüterin Melanie Veith. So mussten die Bensheimerinnen ab der 15. Minute zunächst einem 2:9 Rückstand hinterlaufen, mit einem 7:11 ging es schließlich in die Halbzeitpause.

Mehr Zugriff zum Spiel bekamen die „Flames“ in der zweiten Hälfte, wenn auch die Gäste die Schützlinge von Coach Heike Ahlgrimm lange mit drei oder vier Toren auf Abstand hielten. Spannend wurde es nochmals in der Schlussphase, als Neuzugang Saskia Fackel mit zwei Tempogegenstößen zwei Minuten vor Spielende nochmals auf 20:18 verkürzen konnte. Aber zum Sieg und dem Einzug ins Endspiel reichte es nicht mehr… (Siehe auch: https://bensheim-auerbach.com/lokalsport/flames-ziehen-ins-halbfinale-des-turniers-ein)

Spiel um den dritten Platz

Von der ersten bis zu letzten Spielminute in Führung lagen die „Flames“ in ihrem Spiel um Platz drei gegen die Sport-Union Neckarsulm. Im Vergleich zum verlorenen Halbfinale erwischte die HSG Bensheim/Auerbach diesmal den besseren Start und legte gleich mit je zwei Toren von Leonie Kockel und Isabell Hurst zum 4:1vor, was den Gegner schon nach drei Minuten zur ersten Auszeit veranlasste. Allerdings eher nicht mit durchschlagendem Erfolg. Die „Flames“ waren im Rollen, führten teilweise mit sechs Toren, wie nach dem 13:7 durch Kreisläuferin Isabell Hurst und lagen zur Halbzeit mit 16:11 in Front. Die zweite Hälfte entwickelte sich zu einem ausgeglichenen offenen Schlagabtausch, wobei die Gäste nie näher als zwei Tore an den Ausrichter des Turniers herankamen. Den Schlusspunkt setzte Spielmacherin Lisa Friedberger, die vom 7-Meter-Punkt zum 28:24 einnetzte und damit ihren 10 Treffer in dieser Partie erzielte.

Flames:  Helen van Beurden, Vanessa Fehr – Isabell Hurst (4), Leonie Kockel (3), Jana Haas (2), Elisa Stuttfeld, Myrthe Schoenaker (2), Saskia Fackel, Lisa Friedberger (10), Christin Kühlborn (4), Sarah van Gulik, Ines Ivancok (3), Neele Mara Orth und Dionne Visser.

Neue digitale Ideen bei den Heimspielen

Für viel Aufsehen und Beifall sorgte in der Halle die zunehmende Digitalisierung, die vom neuen Silbersponsor der „Flames“ Koke GmbH. umgesetzt wurde. So konnten sich die Besucher über neue und moderne Signage-Ideen, wie eine große Leinwand an der der Tribüne gegenüberliegenden Wand und alleine fünf Kameras, freuen. Livestreams, die im Übrigen auch im Internet auf www.sportdeutschland.tv zu sehen waren oder Einspielungen von Sequenzen bilden auch künftig einen zusätzlichen Anreiz für einen Besuch der Weststadthalle. Als Kommentatoren fungierten bei der Übertragung auf dem Online-Sportsender der Auerbacher Horst Knop und als Fachfrau Johanna Pieracs vom Hessischen handballverband. Überrascht wurden die Besucher auch beim Betreten des Bürgerraums, wurden sie doch winkend von Flames-Spielerinnen auf digitalen Rollups begrüßt oder beim Verlassen der Räumlichkeit verabschiedet. Auch war es möglich sich an einer digitalen Foto-Stele mit seiner Lieblingsspielerin ablichten zu lassen.

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