„Flames“ brennen auf Revanche

Frauenhandball-Bundesliga: Doppelspieltag mit Mittelfeldduellen

Einen Doppelspieltag haben am Freitag (26.) und Sonntag (28.) die Bundesligahandballerinnen der „Flames“ mit Spielen bei Bad Wildungen Vipers und zuhause gegen die Buxtehuder SV zu absolvieren. Unser Bild zeigt Außenspielerin Kristin Kühlborn und Trainerin Heike Ahlgrimm. Bild © Andrea Müller

Die „Flames“ brennen auf Revanche. Gelegenheit gibt es dazu an diesem Wochenende bei einem Doppelspieltag in der Frauenhandball-Bundesliga gleich zwei. Zwei Spiele, in denen die HSG Bensheim/Auerbach in der Vorrunde den Kürzeren zog. Aber auch zwei Matchs, zunächst am Freitag (26.), um 19:30 Uhr, im Hessen-Derby bei der HSG Bad Wildungen Vipers und dann am Sonntag (28.), um 16 Uhr, zuhause  gegen die Buxtehuder SV. Spiele, die man mit entsprechenden Leistungen ohne Weiteres auch siegreich gestalten könnte, verfügen doch alle drei Mannschaften, allerdings bei einer unterschiedlichen Anzahl von Spielen, über 18 Minuspunkte. Das Auswärtsspiel der Flames der HSG Bad Wildungen Vipers  wird live im Internet auf www.sportdeutschland.tv unter HBF: HSG Bad Wildungen vs. HSG Bensheim/Auerbach | Handball Deutschland TV (handball-deutschland.tv)  kostenlos übertragen. Das Duell gegen die Norddeutschen ist unter HBF: HSG Bensheim/Auerbach vs. Buxtehuder SV | Handball Deutschland TV (handball-deutschland.tv) zu empfangen.

„Flames“ wollen Wiedergutmachung

Nach der unglücklichen 27:26 Niederlage am vergangenen Wochenende bei Bayer Leverkusen sinnen die „Flames“ auf Wiedergutmachung. Anknüpfen müssen die Bensheimerinnen hierbei an ihre Leistung aus der zweiten Halbzeit, in der die Mannschaft nur noch zehn Gegentore zuließ und die durchaus, nach einer eher indiskutablen Leistung in der ersten Hälfte, wieder für Optimismus sorgte. Der Ehrgeiz ist jedenfalls da. „Wir müssen 60 Minuten unsere Leistungen abrufen, dann können wir auch in beiden Spielen durchaus punkten“,  machte Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm den Anspruch ihres Teams deutlich. Heike Ahlgrimm sieht alle drei Teams auf Augenhöhe. „Bad Wildungen und Buxtehude haben wie wir in den Spielen Höhen und Tiefen. Beispielsweise hatte Buxtehude im DHB-Pokal sogar Tabellenführer Borussia Dortmund geschlagen. Das muss man erstmal schaffen. Letztendlich wird aber die Tagesform den Ausschlag geben“, ist sich Ahlgrimm sicher, die mit ihrem Team nach wie vor in der Bundesligatabelle die Plätze sieben bis neun anvisiert. Bei den anstehenden Spielen können die „Flames“ Stand heute aus dem Vollem schöpfen. Ahlgrimm: „Verletzte haben wir derzeit nicht zu beklagen“.  

Bad Wildungen im gesicherten Mittelfeld

Einen Befreiungsschlag landeten am vergangenen Wochenende die Vipers im Abstiegskampf gegen die Luchse vom HL Buchholz 08-Rosengarten. So gewannen sie deutlich mit 30:20 Toren, haben nun acht Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz und sind damit auf Tabellenplatz 11 im gesicherten Mittelfeld angekommen. Sowohl die „Flames“ als auch die „Vipers“ können somit ohne Druck aufspielen. Insbesondere in der Abwehrarbeit werden die „Flames“ allerdings zulegen wollen, war dies doch schon bei der 27:30 Heimniederlage in der Vorrunde die Achillesferse. Im Angriff gilt es hingegen auch die zuletzt immer stärker auftrumpfende gegnerische Torhüterin und Kapitänin Manuela Brütsch zu überwinden, die in der Saison 2011/2012 das Tor der HSG Bensheim/Auerbach hütete. Eine erfolgreiche Saison spielt mit derzeit 29 erzielten Toren auch Rückraumspielerin Larissa Platen. Sie stand von 2016 bis 2018 in Bensheim auf der Platte. Zu den besten Torjägerinnen der Liga zählen die auf Platz fünf der Scorerliste liegende Maxime Struijs mit 101 Treffern und Jana Scheib (Platz 8), die bereits 94-mal einnetzte.     

Noch kein Sieg gegen Buxtehuder SV

Nicht gerade zu den Lieblingsgegnern der „Flames“ zählt die Buxtehuder SV. So setzte es in den bisherigen zwölf Duellen elf Niederlagen und nur ein Unentschieden. Auch das Auswärtsspiel in der Vorrunde gab die HSG Bensheim/Auerbach mit 32:29 Toren ab. Es wird daher aus Bensheimer Sicht tatsächlich Zeit, am Sonntag in der heimischen Weststadthalle die Negativserie einmal zu brechen. Erschwerend kommt allerdings hinzu, dass die „Flames“ auf eine der stärksten Abwehrriegeln der Liga treffen. Nur 441 mussten die Torhüterinnen -darunter auch die derzeit verletzte Nationaltorhüterin Lea Rühter-  bislang hinter sich greifen, während die Gegner der HSG Bensheim/Auerbach bislang 505-Mal -allerdings bei zwei Spielen weniger- trafen. Aufpassen müssen die „Flames“ auf die Torjägerinnen Lone Fischer und Nationalspielerin Annika Lott, die jeweils schon mehr als 70 Tore in dieser Saison warfen.

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