„Flames“ chancenlos gegen Borussia Dortmund

Frauenhandball-Bundesliga: Meisterschaftsfavorit holte mit deutlichen 38:28 zwei Auswärtspunkte

Keine Chancen hatten im heutigen (17.) Heimspiel der Frauenhandball-Bundesliga die „Flames“ gegen den haushohen Favoriten und designierten Meisterschaftsfavoriten Borussia Dortmund. Unser Bild zeigt Außenspielerin Christin Kühlborn. Bild © Andrea Müller

Die Rollen waren klar verteilt. Gegen Ligaprimus Borussia Dortmund, der bislang die Tabelle der Frauenhandball-Bundesliga verlustpunktefrei anführt, standen die „Flames“ der HSG Bensheim/Auerbach am heutigen Mittwochabend (17.) erwartungsgemäß auf verlorenen Posten. Souverän löste der Meisterschaftsfavorit seine Bundesligaaufgabe und setzte seine Siegesserie fort. Ab ungefähr Mitte der ersten Halbzeit drückten die Schwarzgelben der Partie ihren Stempel auf. Dem Spiel der Borussen hatte die HSG Bensheim/Auerbach nur wenig entgegenzusetzen und verloren nicht unerwartet mit 28:38.

Ab der 18. Minute zog Dortmund an

Die „Flames“, welche befreit aufspielen konnten, kamen gut in die Partie und führten durch Tore von Lisa Friedberger und Sarah Dekker schnell mit 1:0 und 2:1. Die Bensheimerinnen unterstrichen gleich zu Beginn, dass sie keinesfalls eine „Klatsche“ in der heimischen Weststadthalle vom haushohen Favoriten erhalten wollten und zeigten eine kämpferisch starke erste Hälfte. Bis zum 11:12 in der 18. Minute konnte die HSG das Spiel noch offen gestalten, dann zogen die Schwarzgelben erstmals in der 22. Minute auf vier Tore zum 14:18 davon. Von nun an wurde es eine einseitige Angelegenheit. Angriffsversuche der „Flames“ wurden oftmals von der gutstehenden BVB-Abwehr gestoppt, die HSG kassierten Tor um Tor. Allein eine Zwei-Minuten-Strafe in der Schlussphase gegen Flames-Spielerin Julia Niewiadomska nutzte die Borussia für drei Tore. Mit einem schon recht deutlichen 15:23 ging es in die Pause.  

Dortmund hielt „Flames“ auf Distanz

So blieb es auch in der zweiten Hälfte. Borussia Dortmund setzte die Akzente, die „Flames“ waren bemüht den Abstand nicht allzu groß werden zu lassen und konnten in der 39. Minute durch einen Treffer von Elisa Stuttfeld zum 22:27 sogar auf fünf Tore verkürzen. Die „Flames“ verkauften sich teuer. Einen Umstand, den auch der Dortmunder Bank nicht gefiel. Gästetrainer Andre Fuhr nahm eine Auszeit, bat sein Team in der 39. Minute zum Gespräch, das auch direkt im Anschluss zum 22:28 führte. Aber die „Flames“ hielten durch ein Tor von Kreisläuferin Isabelle Hurst zunächst unbeeindruckt Anschluss. Letztendlich blieb aber der Gegner für die HSG Bensheim/Auerbach eine Nummer zu groß. Der Meisterschaftsfavorit nutzte konsequent seine Chancen und legte bis zum 28:28 Endstand zehn Tore vor. Beste Werferinnen waren auf Seiten der „Flames“ Lisa Friedberger (6/3) und Kreisläuferin Isabelle Hurst mit vier Toren. Bei Borussia Dortmund netzte alleine Außenspielerin Johanna Stockschläder zehnmal ein, der ehemaligen Flamme Merel Freriks gelangen vier Treffer.

Untern Strich eine klare Angelegenheit für Borussia Dortmund, der Gast wurde seiner Favoritenrolle absolut gerecht. „Es war für uns ein souveräner Sieg, wir fahren zufrieden nach Hause“, bestätigte Trainer Andre Fuhr. Aber auch Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm ließ den Kopf nicht hängen. „Zehn Tore Unterschied sind natürlich sehr hoch, die Niederlage ist aber nicht unerwartet. Wir hatten Fehler gemacht und Dortmund damit zu einfachen Toren eingeladen“, so die Trainerin.

Flames: Jessica Kockler (1), Helen van Beurden – Isabelle Hurst (5), Leonie Kockel (2), Lotta Heider, Elisa Stuttfeld (1), Simone Spur Petersen, Sarah Dekker (4), Alica Soffel (3), Lisa Friedberger (6/3), Christin Kühlborn (1), Sarah van Gulik (2/1), Ines Ivancok (3), Dionne Visser und Julia Niewiadomska.

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