„Flames“ erkämpften sich 30:24 Heimsieg gegen Göppingen

Frauenhandball-Bundesliga: HSG Bensheim/Auerbach haben bereits ausgezeichnete 18:12 Punkte auf dem Konto

Jubeln konnten die „Flames“ am heutigen Samstagabend (30.) nach ihrem 30:24 Heimsieg gegen Fisch Auf Göppingen. Bild © Andrea Müller

Das dritte von vier Nachholspielen bestritten am heutigen Samstagabend (30.) die „Flames“ gegen das stark abstiegsbedrohte Team von Frisch Auf Göppingen und wollten konsequenterweise zwei weitere Punkte in der heimischen Weststadthalle behalten. Für Selbstbewusstsein sorgte am vergangenen Wochenende ein deutlicher Heimsieg im Derby gegen Mainz 05. Ein Spaziergang wurde das Match allerdings nicht, trat der Gast doch weitaus stärker auf, als es ihr derzeitige drittletzte Tabellenplatz vermuten ließ. Für die Zuschauer vor den Bildschirmen -Fans waren bekanntlich coronabedingt in der Halle nicht zugelassen- entwickelte sich eine abwechslungsreiche Partie, welche die „Flames“ nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte am Ende doch deutlich mit 30:24 für sich entscheiden konnten.

Personelle Zugänge stärken Göppingen

Mit kurzfristigen personellen Veränderungen wollen die Göppinger den bisherigen Verlauf der Saison noch drehen und den Abstiegsplatz verlassen. Hierzu wurde in diesem Monat mit A-Lizenz-Inhaber Nico Kiener ein neuer Trainer und in der vergangenen Woche mit Louisa Wolf, von der Neckarsulmer Sportunion, noch kurzfristig eine erfahrene Rückraumspielerin verpflichtet, welche sich auch sofort mit 4/3 Toren in die Torschützenliste eintragen konnte.  Zum Spielerkader der Frisch-Auf-Damen zählt auch Kreisläuferin Alexandra Tinti, die von 2015 bis 2017 das Flames-Trikot trug und einmal einnetzte.

„Flames“ verschliefen Anfangsphase

Von Beginn an wollten die Gäste in Bensheim etwas reißen und legten sofort den Vorwärtsgang ein. Führten schnell 1:0 und lagen mit 3:1, 5:2 und 6:3 vorne. Mehrmals bewahrte in dieser Phase Torfrau Helen van Beurden die HSG Bensheim/Auerbach mit schnellen Reaktionen vor einem noch höheren Rückstand. „Wir hatten die Anfangsphase etwas verschlafen“, resümierte nach dem Spiel Flames-Trainierin Heike Ahlgrimm. Erst ab der 11. Minute kamen die „Flames“ langsam in Tritt und glichen nach einem Siebenmeter von Sarah Van Gulik sowie den Treffern von Elisa Stuttfeld und Sarah Dekker zunächst zum 6:6 aus. Das Spiel blieb spannend, vergebene Chancen auf beiden Seiten. Beim Spielstand von 9:11 nahm Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm eine Auszeit, stellte ihre Mannschaft neu ein. Im Anschluss verkürzte Alica Soffel sofort auf 10:11. In der 24. Minute konnten die „Flames“ erstmals in Führung gehen: 13:12. Mehrere unglaubliche Paraden zeigte die nun im Tor stehende Bensheimerin Jessica Kockler, welche bekanntlich im kommenden Jahr ihre Handballkarriere beenden wird. Mit einer Führung von 14:12 ging es in die Halbzeitpause.   

Über Kampf zum Heimsieg

Auch in der zweiten Hälfte blieb es hektisch. Die ersten Spielminuten gehörten den Frisch Auf – Damen, welche zum 14:14 ausglichen, ehe Ines Ivancok mit zwei Toren aus dem Rückraum für die „Flames“ wieder einen Zwei-Tore-Vorsprung zum 16:14 herstellte. Trotz eines Drei-Tore-Vorsprungs beim 18:15 konnte sich die HSG Bensheim/Auerbach erstmal nicht absetzen. Die Gäste blieben dran. Mitte der zweiten Halbzeit kam der Gastgeber endlich ins Rollen und führte beim 23:18 erstmals mit fünf Toren. Zu pass kam den „Flames“, dass die Gäste in dieser Phase aufgrund von Zeitstrafen in doppelter Unterzahl spielen mussten.

Nach einer Auszeit stellte Frisch Auf Göppingen in der 50 Minute auf eine offensive Deckung um und verkürzte zunächst auf 25:21. Aber Bensheim blieb im Vorwärtsgang und baute seinen Vorsprung in der 56 Minute auf sieben Tore (29:22) aus. Eine überragende Quote wiesen die Flames-Torfrauen auf, welche 41,5 Prozent der auf sie zukommenden Bälle hielten. Hierbei avisierte insbesondere Jessica Kockler zum Matchgewinner. Aufgrund einer starken zweiten Hälfte gewannen die „Flames“ verdient mit 30:14 Toren und holten bei einem noch in der Vorrunde verbleibenden Spiel bereits hervorragende 18:12 Punkte. „Wir haben nicht das allerbeste Spiel gezeigt, aber gekämpft und uns den Sieg erarbeitet. Über den Kampf haben wir ins Spiel gefunden“, so Heike Ahlgrimm in ihrem Schlusswort

Flames: Jessica Kockler, Helen van Beurden – Isabelle Hurst (3), Leonie Kockel, Lotta Heider (2), Elisa Stuttfeld (1), Simone Spur Petersen (1), Sarah Dekker (1), Alica Soffel (4), Lisa Friedberger (7/4), Christin Kühlborn (1), Sarah van Gulik (7/2), Ines Ivancok (3) und Julia Niewiadomska.

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