„Flames“ gelingt beim Favoriten fast eine Überraschung

Frauenhandball-Bundesliga: 23:21Niederlage für die HSG Bensheim/Auerbach

Erneut eine überragende Partie in der Bundesligapartie bei der HSG Blomberg-Lippe zeigte Torhüterin Jessica Kockler, welche bekanntlich am Ende der Saison ihre Handballkarriere beenden wird. Bild © Andrea Müller

Fast hätte es zu einer Überraschung gereicht. Am letzten offiziellen Spieltag -es folgen nur noch Nachholspiele- mussten die „Flames“ beim Tabellendritten der Frauenhandball-Bundesliga, bei der HSG Blomberg-Lippe, antreten. Der Gastgeber galt als klarer Favorit und konnte ebenso wie die HSG Bensheim/Auerbach befreit aufspielen, waren doch die wichtigen Entscheidungen für beide Teams bereits gefallen. So hatte das Team aus der Nelkenstadt schon vor der Partie auf jeden Fall einen internationalen Startplatz in der kommenden Saison sicher, würde allerdings noch gerne Platz drei verteidigen und die „Flames“ werden sich nach einer guten Saison auf den Plätzen acht bis zehn einpendeln. Nach zuletzt zwei schmerzlichen Niederlagen in der Bundesliga gegen die Bad Wildungen Vipers (28:33) und im OLYMP Final4 gegen die Luchse von Buchholz 08-Rosengarten wollten die Gastgeber eine deutliche Reaktion zeigen, traten auch entsprechend motiviert auf, trafen allerdings auf ungemein engagierte Bensheimerinnen. Überraschung zur Halbzeit: die „Flames“ führten mit 8:9 und gaben auch in der zweiten Hälfte keinen Millimeter nach. Trotz aufopferungsvollem Kampf mussten die „Flames“ letztendlich mit einer 21:23 Niederlage die Heimreise antreten. „Wir gehen nicht traurig. Ich bin stolz auf meine Mannschaft“, resümierte nach Spielende Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm.

Überraschende Halbzeitführung für die „Flames“

Weitere Hiobsbotschaft für die „Flames“. So musste die Mannschaft neben mehreren Langzeitverletzten auch noch kurzfristig auf ihre niederländische Außenspielerin Sarah Dekker verzichten. Die Partie begann vorsichtig, Abtasten auf beiden Seiten. So dauerte es über drei Minuten bis Dionne Visser zum 0:1 für die „Flames“ traf. Starke Abwehrreihen ließen auch im Anschluss auf beiden Seiten kaum Tore zu oder beide Torhüterinnen -Jessica Kockler und die auf der Gegenseite im Tor stehende ehemalige Flames-Spielerin Melanie Veith- parierten die auf sie zukommenden Bälle, so dass es nach zehn Minuten erst 2:1 für den Favoriten von Blomberg-Lippe stand. Die Tore blieben auch weiter Mangelware. Nach 16 Spielminuten führten die Gastgeber erst mit 4:3, im Anschluss glich Lisa Friedberger mit einem Sieben-Meter zum 4:4 aus. Überraschende 5:4 Führung für die HSG Bensheim/Auerbach in der 18. Minute. Erneut verwandelte Friedberger vom Punkt. Es blieb spannend, die Gleichstände häuften sich. Erst nach 24 Minuten konnten sich die Lipperinnen erstmals mit zwei Toren zum 8:6 absetzen. Die Unterzahl der Gastgeber, nach einem Foul an Kreisläuferin Dionne Visser, nutzte zwei Minuten vor der Halbzeitpause Außenspielerin Christin Kühlborn zum 8:8 Ausgleich. Es folgte ein weiterer Treffer von Ines Ivancok zur überraschenden 8:9 Halbzeitführung für die „Flames“.

Spannung bis zum Schlusspfiff

Auch in der zweiten Hälfte blieb es spannend. Die Führungen wechselten, es war zunächst ein abwechslungsreiches Hin und Her. In der 38. Minute stand es dem Spielverlauf entsprechend 13:13. Erst in der 43. Minute konnte sich Blomberg-Lippe mit zwei Toren zum 16:14 absetzen. Auch diesmal rechnete der heimische Zuschauer vor dem Bildschirm bei den Bensheimerinnen mit einem aus Kräfteverschleiß. Aber es kam anders. Die „Flames“ blieben dran und verkürzten den 22:19 Rückstand nochmals durch Tore von Lisa Friedberger und Ines Ivancok auf 22:21. Die HSG Bensheim/Auerbach kämpfte bis zur letzten Sekunde, ging in der Schlussminute zur offenen Manndeckung über, aber es reichte nicht. Die Gastgeber brachten das Spiel mit 23:21 über die Ziellinie. „Am Ende fehlte die Kraft. Aber wir haben den Favoriten lange geärgert“, so Ahlgrimm.

Flames: Jessica Kockler (1), Josefin Lotze – Leonie Kockel, Elisa Stuttfeld, Simone Spur Petersen (1), Lisa Friedberger (7/5), Christin Kühlborn (3), Sarah van Gulik, Ines Ivancok (6), Julia Niewiadomska (1), Dionne Visser (3), Nina Radge, Rugile Bartaseviviute, Neele Mara Orth und Annika Schmitz.

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