„Flames“ hoffen auf Punktgewinn im Saisonfinale gegen TuS Metzingen

Frauenhandball-Bundesliga: Abschied von Jessica Kockler, Simone Spur Petersen und Julia Niewiadomska

Zum Saisonabschluss treten die „Flames“ in der Frauenhandball-Bundesliga am morgigen Dienstag (25.), um 19:30 Uhr, in der Bensheimer Weststadthalle gegen den Favoriten TuS Metzingen an. Zum letzten Mal steht für die HSG Bensheim/Auerbach die Dänin Simone Spur Petersen (Mitte) auf dem Parkett. Sie wechselt nach der Saison zu Ligakonkurrent Halle-Neustadt. Bild © Andrea Müller

Nach einem krankheits- und verletzungsbedingt überaus strapaziösen Saisonfinale können die „Flames“ am morgigen Dienstag (25.) die aktuelle Spielzeit der Frauenhandball-Bundesliga endlich abschließen. Trotz vieler Langzeitverletzten und starken gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch das Coronavirus schaffte die HSG Bensheim/Auerbach letztendlich ihr Ziel einen einstelligen Tabellenplatz. Denn durch die Heimniederlage vom direkten Verfolger Buxtehuder SV gegen Buchholz-Rosengarten (20:25) am vergangenen Wochenende ist den „Flames“ zumindest Platz neun nicht mehr zu nehmen, könnten sich aber durch einen Punktgewinn im morgigen Nachholspiel gegen den TuS Metzingen sogar noch auf Platz acht beziehungsweise sieben verbessern. Auf dem Papier allerdings nur eine theoretische Chance, gilt der aktuelle Tabellenfünfte von den „Tussies“ doch als unbestrittener Favorit. Das Heimspiel der „Flames“, einschließlich der anschließenden Verabschiedung verdienter Spielerinnen, wird am Dienstag (25.), um 19:30 Uhr live im Internet auf http://www.sportdeutschland.tv unter https://handball-deutschland.tv/hbf/hbf-hsg-bensheim-auerbach-vs-tus-metzingen-3  übertragen.

Metzingen will noch Platz drei

Auch für das Team von Tussi-Trainerin Edina Rott, ehemals Torjägerin in den Reihen der „Flames“, ist die Saison noch nicht abgeschlossen. So geht es für TuS Metzingen im Spiel in Bensheim noch um Platz drei. Ein durchaus realistisches Vorhaben, würden die zwei Punkte aus Bensheim, bei einer gleichzeitigen Heimniederlage von Blomberg-Lippe gegen Borussia Dortmund, das Team doch von Platz fünf auf drei befördern. „Dann könnten wir mit unserer Saison sehr zufrieden sein“, äußerte Edina Rott im Vorfeld der Partie. Aufpassen müssen die Bensheimerinnen auf die deutsche Nationalspielerin Marlene Zapf, die aktuell mit 186 Toren auf Platz 4 der Scorerliste der Liga steht und Linksaußen Bo van Wetering. Für van Wetering ist es gleichzeitig ein Abschiedsspiel, verlässt sie doch Metzingen nach dieser Saison in Richtung Dänemark.

Die „Flames“ selbst sind nur noch froh, die Saison sportlich beenden zu können. Verzichten müssen sie nach wie vor auf die Langzeitverletzten Isabell Hurst, Alicia Soffel, Lotta Heider und Torhüterin Helen van Beurden. Auch die Rückraumspielerinnen Sarah van Gulik und Simone Spur Petersen sind noch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte. Zudem müssen die „Flames“ seit dem Wochenende auf die niederländische Nationalspielerin Sarah Dekker verzichten. Sie litt kurz vor dem letzten Ligaspiel unter Kniebeschwerden. „Eine reine Vorsichtmaßnahme. Wir wollen kein Risiko eingehen. Aus diesem Grund wird Sarah gegen Metzingen auch nicht im Kader stehen“, erklärte Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm. Ergänzt wird der Kader daher auch diesmal von den Talenten der Junior-Flames Annika Schmitz, Nina Radge, Rugile Bartaseviviute und Neele Mara Orth sowie von Torfrau Josefin Lotze. „Wir werden nochmal alles geben. Eine Verbesserung in der Tabelle ist natürlich nochmal ein zusätzlicher Anreiz. Allerdings bleibt seit Samstag wenig Zeit zum Regenerieren“, schätzt die Trainerin die Situation durchaus realistisch ein.

Torfrau Kockler beendet Karriere

Beim letzten Saisonspiel der aktuellen Spielzeit schwingt auch diesmal viel Wehmut mit. Sowohl für Simone Spur Petersen und Julia Niewiadomska (Beide zu Halle-Neustadt) als auch für Torhüterin Jessica Kockler (Karriereende) heißt es Abschied nehmen. Die zuverlässige 31-jährige Torfrau und Konstante im Spiel der „Flames“ wechselte zunächst mit einem 1-Jahresvertrag im Jahre 2017 vom Zweitligisten DJK/MJC Trier nach Bensheim und bildete in den ersten Jahren mit Pauline Radke ein Torhüterinnen-Duo. Gerade in ihrer letzten Bundesligasaison zeigte sie zwischen den Pfosten überragende Leistungen. Große Fußstapfen für ihre bereits als Nachfolgerin von Bayer Leverkusen verpflichtete 23-jährige Vanessa Fehr.

Abschied von Spur Petersen und Niewiadomska

Keine einfache Zeit hatte bei den „Flames“ verletzungsbedingt die 27-jährige Dänin Simone Spur Petersen, welche aufgrund eines Kreuzbandrisses erst nach 20 Monaten im November 2020 wieder ihr Comeback geben konnte. Die Rückraumspielerin wechselte im Jahre 2018 vom Ligakonkurrenten VfL Oldenburg nach Bensheim und sucht nun nach drei Jahren an der Bergstraße bei Halle-Neustadt eine neue Herausforderung.

Mehr Spielanteile erhofft sich die talentierte Rückraumspielerin Julia Niewiadomska ebenfalls beim Ligakonkurrenten von Union Halle-Neustadt, welche bei den „Flames“ auf ihrer Position Rückraum-Mitte in Konkurrenz mit den beiden erfahrenen Bundesligaspielerin Sarah van Gulik und Lisa Friedberger stand. Die 19-jährige Polin gehört seit dieser Saison zum Bundesligakader der Flames, ist seit drei Jahren in der Flames Handballakademie und schaffte in dieser Zeit den Sprung in die polnische Nationalmannschaft.

Verabschiedung auf Sportdeutschland.TV

„Eine gebührende Verabschiedung vor großer Zuschauerkulisse in der Weststadthalle ist natürlich aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich. Aber wir dürfen die Live-Übertragung bei Sportdeutschland.TV verlängern, um unsere verdienten Spielerinnen zumindest online würdigen zu können“, verdeutlichte Heike Ahlgrimm.  

Nach dem Spiel heißt es für die „Flames“ erstmal „Auslaufen“ beim Mittwochstraining. Am Donnerstag dieser Woche steht dann noch ein Abschlussabend auf der Tagesordnung, ehe sich das Team bis zum 5. Juli in den verdienten Sommerurlaub verabschiedet. „Am 5. Juli starten wir dann wieder wie üblich mit dem Laktattest in die neue Saison“, ergänzte die Trainerin.

Frisch Auf Göppingen steigt ab

Pünktlich zum Saisonfinale fielen am offiziellen letzten Spieltag -es stehen nur noch Nachholspiele auf dem Programm- in der Frauenhandball-Bundesliga weitere Entscheidungen. So schafften die Handball-Luchse Buchholz-Rosengarten auf den letzten Drücker und einem grandiosen Schlussspurt den Sprung in die Relegation. Schon am vergangenen Wochenende konnten sie mit einem 30:25 Sieg gegen Mainz mit ihrem direkten Konkurrenten Frisch Auf Göppingen gleichziehen und wahrten mit einem eher überraschenden 25:20 Sieg in Buxtehude ihre Chance auf den Relegationsplatz. Keine großen Chancen hatte dagegen Göppingen bei Pokalsieger Bietigheim, unterlag mit 22:30 und muss nun gemeinsam mit den Kurpfalz Bären Ketsch und Mainz 05 den harten Gang in die zweite Bundesliga antreten.

Relegationsgegner der Handball-Luchse ist der Vize-Meister der zweiten Liga von den Spreefüxxe Berlin. Hierbei kommen die Füchse mit mächtig Rückenwind, besiegen sie doch am letzten Spieltag den bereits aufgestiegenen Zweitliga-Meister von der BSV Sachsen Zwickau. Die Relegationsspiele finden am 30. Mai in Buchholz und am 2. Juni in Berlin statt. Seine weiße Weste bewahren möchte mit einem Sieg in Blomberg-Lippe am Dienstag (25.) der bereits feststehende Deutsche Meister Borussia Dortmund und somit die Saison ohne Verlustpunkt abschließen.

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