„Flames“ holen zwei Punkte bei der SV Union Halle-Neustadt

Frauenhandball-Bundesliga: Erste Punktgewinne nach der corona-bedingten häuslichen Isolation

War einer der Matchwinner vom Flames-Sieg in Halle-Neustadt: Torjägerin Ines Ivancok, die alleine achtmal im gegnerischen Tor einnetzte. Bild © Andrea Müller

Jetzt kommt es für die „Flames“ knüppeldick. So gesellte sich zu den Langzeitverletzten Isabell Hurst, Alicia Soffel und Lotta Heider der ohnehin corona-bedingt geschwächten „Flames“ zum allem Unglück auch noch Torfrau Helen van Beurden, welche sich diese Woche einer geplanten Meniskusoperation unterziehen musste. Und sei dies nicht genug, folgen nun innerhalb einer Woche im Saisonfinale drei Bundesligaspiele auf höchstem Niveau. Den Auftakt machte am heutigen Mittwochabend (19.) mit gemischten Gefühlen das Auswärtsspiel bei der SV Union Halle-Neustadt. Aber die „Flames“ überzeugten und holten einen unter dem Strich ungefährdeten 24:27 Auswärtssieg.  

Van Gulik wieder dabei

Im Hinspiel stand das Duell auf Messers Schneide, wobei die HSG Bensheim/Auerbach mit 23:22 knapp die Oberhand behielt. Erwartet wurde daher im Vorfeld ein Spiel auf Augenhöhe. Zudem war es für die „Flammen“ Julia Niewiadomska und Simone Spur Petersen ein besonderes Spiel, tragen sie doch in der kommenden Saison das Trikot des Gegners. Wieder dabei war neben Simone Spur Petersen, die in der vergangenen Woche aufgrund Kniebeschwerden pausieren musste, die Niederländerin Sarah van Gulik, was sich durch ihre Routine sofort positiv auf das Spiel der „Flames“ auswirkte. Zwei Treffer steuerte die Rückraumspielerin in der ersten Hälfte bei. Ergänzt wurde der Kader mit Nina Rädge, Neele Orth und Rugile Bartaseviciute sowie erstmals mit Torfrau Josefin Lotze von den Junior-Flames.

Die „Flames“ begannen stark. Gingen durch ein Tor von Dionne Visser schon nach 45 Sekunden in Führung und legten bis zur 11. Minute schnell mit 2:7 vor. Die Gastgeber schienen geschockt, fingen sich aber wieder und holten Tor um Tor auf. Bis zur 23. Minute kam Halle-Neustadt bis auf zwei Tore zum 9:11 heran. Dann riss der Faden auf Seiten der Gastgeber und die „Flames“ zogen bis zur Halbzeit mit 16:10 davon.     

Ivancok`s starke zweite Hälfte

Das erste Tor der zweiten Hälfte gebührte der Union, die durch ein Tor der stets gefährlichen Torjägerin Helena Mikkelsen auf 11:16 verkürzten. Am Ende traf die Rückraumspielerin sechsmal. Groß beeindruckt schien der Treffer die „Flames“ allerdings nicht zu haben. Innerhalb kürzester Zeit vergrößerten die Bensheimerinnen ihren Vorsprung auf 11:19. Sehr stark in dieser Phase: Ines Ivancok, die zwischen der 34. und 42. Minute sämtliche Tore der „Flames“ beisteuerte und in dieser kurzen Zeit fünfmal einnetzte. 15 Minuten vor dem Abpfiff führte die HSG noch beruhigend mit 16:23. Der Zeitpunkt, bei dem im letzten Spiel gegen die Neckarsulmer Sportunion bei den „Flames“ die Kraft nachließ. Auch diesmal drohte der Kräfteverschleiß die Spielerinnen einzuholen. Die Fehler auf Bensheimer Seite häuften sich, vorne wollte einfach nichts mehr gelingen. Halle-Neustadt nutzte die Chance und kam auf drei Tore zum 21:24 heran. Aber die „Flames“ hielten durch, gestützt von ihrem starken Rückhalt – Torhüterin Jessica Kockler und den Toren der Österreicherin Ines Ivancok. Großer Jubel auf Seiten der „Flames“. Mit dem Endergebnis von 23:27 konnten die Gäste ihren ersten zwei Punkte nach der corona-bedingten Auszeit holen.    

Flames: Jessica Kockler (1), Josefin Lotze – Leonie Kockel, Elisa Stuttfeld (1), Simone Spur Petersen, Sarah Dekker (6), Lisa Friedberger (5/4), Christin Kühlborn (1), Sarah van Gulik (3), Ines Ivancok (8), Julia Niewiadomska (1), Dionne Visser (4), Nina Radge, Rugile Bartaseviviute, und Neele Mara Orth.

Das Restprogramm der „Flames“:

Samstag, 22 Mai, 18 Uhr: HSG Blomberg-Lippe – Flames
Dienstag, 25. Mai, 19:30 Uhr: Flames- TuS Metzingen

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