„Flames“ holten mit 37:33 – Heimsieg wichtige Punkte

Rückkehrerin Caroline Hettinger Spielerin des Tages

Zeigte ein überragendes Spiel beim heutigen 37:33 Heimsieg der „Flames“ gegen die Neckarsulmer Sportunion und erzielte acht Tore: Flames-Rückkehrerin Caroline Hettinger. Bild © Andrea Müller

Bis zur 44. Minute war es das erwartete Spiel auf Messers Schneide. Dann konnten die „Flames“ und die offiziell bestätigten 1580 Zuschauer am heutigen Abend in der Bensheimer Weststadthalle erstmals durchatmen. Vier-Tore-Vorsprung zum 28:24 für die HSG Bensheim/Auerbach im Heimspiel der Frauenhandball-Bundesliga gegen Ligakonkurrent Neckarsulmer Sportunion. Beruhigend auch für das Team, dass fortan die Partie im Griff hatte. Am Ende zeigte die Anzeigentafel einen verdienten 37:33 (17:17) – Heimsieg.

Die Ambitionen der „Flames“ vor dem Duell gegen die Neckarsulmer Sportunion waren klar. Es war ein Vier-Punkte-Spiel um eine gute Platzierung im Mittelfeld, sie wollten gewinnen. Und nach einem holprigen Spielbeginn gelang dies auch. Zwei wichtige Punkte zum jetzt mit 10:10 Punkten ausgeglichenen Konto und Platz sieben in der Tabelle. Die HSG Bensheim/Auerbach kann absolut zufrieden sein.

Unsicherheiten in der ersten Hälfte

Insbesondere in der ersten Halbzeit taten sich die Handballerinnen der HSG Bensheim/Auerbach nach zwei Niederlagen in Folge gegen VfL Oldenburg und dem Thüringer HC schwer. „Wir machten uns zu viel Druck und waren etwas verunsichert“, resümierte auch Trainerin Heike Ahlgrimm in der anschließenden Pressekonferenz. Lange Zeit rannten die Bensheimerinnen der Führung der NSU hinterher und konnten nach dem frühen 1:1 erstmals wieder zum 11:11 und 12:12 ausgleichen. Mehr als ein Ein-Tore-Vorsprung war allerdings für die „Flames“ nicht drin, NSU fightete und glich regelmäßig bis zum 17:17 Pausenstand aus. Einen schweren Stand hatte auch Nationalspielerin Julia Maidhof, die sich einer ständigen Manndeckung aussetzen musste. Trotz dieser besonderen Aufsicht gelangen ihr am Ende 10/2 Tore.

Acht Tore von Hettinger

Weitaus besser lief es dann für die HSG in der zweiten Halbzeit. Mit viel Einsatz spielte die HSG aus einer sicheren Abwehr und hatten in Torhüterin Helen van Beurden, die ab Mitte der ersten Halbzeit das Tor der Flames hütete, einen starken Rückhalt. So führten die „Flames“ jetzt zeitweise mit bis zu acht Toren. Zurecht wurden Torfrau Helen van Beurden und Kreisläuferin Caroline Hettinger von den Fans zu Spielerinnen des Tages gewählt. Die 29-jährige Hettinger hatte eigentlich nach der vergangenen Saison in Sachen Leistungssport die Handballschuhe an den berühmten Nagel hängen wollen und wurde nach der langwierigen Verletzung von Dionne Visser als Backup für Kreisläuferin Isabell Hurst zurückgeholt. Eine im Auswärtsspiel beim Thüringer HC erlittene Schulterverletzung zwang die 20-jährige Isabell Hurst nun zu einer zehntägigen Pause. Caroline Hettinger stand wieder im Fokus und dankte es mit acht erzielten Toren.

„Mit 37 Gegentoren kann man kein Spiel gewinnen“, klang bei Gäste-Trainer Pascal Morgant doch ein leichter Frust in der Stimme mit. Zufrieden dagegen Heike Ahlgrimm: „Mit 17 Gegentoren in der ersten Halbzeit können wir natürlich nicht zufrieden sein. Aber in der zweiten Hälfte haben wir wieder richtig gekämpft. Kompliment an meine Mannschaft“.

Jetzt im Pokal gegen Metzingen

Als nächstes steht nun am kommenden Freitag (10), um 20 Uhr, in der Ösch-Sporthalle, für die „Flames“ das schwere Viertelfinale des DHB-Pokals beim favorisierten TuS Metzingen auf dem Programm. „Unser großes Ziel ist die Teilnahme am OLYMP Final4 am 23. und 24. Mai 2020 in der Stuttgarter Porsche-Arena“, so Ahlgrimm.

Flames: Jessica Kockler, Helen van Beurden; Romana Gerisch, Elisa Stuttfeld (2 Tore), Sarah Decker (4), Sanne Hoekstra (1), Lisa Friedberger (4/1), Christin Kühlborn, Caroline Hettinger (8), Sarah van Gulik (3), Julia Maidhof 10/2, Ines Ivancok (5)

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