„Flames“ gewinnen „Hopp oder Top – Spiel im DHB-Pokal

Einzug ins Viertelfinale mit 31:21 Auswärtssieg bei Union Halle-Neustadt

Hatte überraschend bei den „Flames“ ein Comeback: Kreisläuferin Caroline Hettinger. Unser Bild entstand in der letztjährigen Saison: Foto © Andrea Müller

Die „Wildcats“ von Halle-Neustadt starteten wie in einem Rausch in ihr gestriges Heimspiel im Achtelfinale des DHB-Pokals der Handball-Damen – die „Flames alles andere als souverän. 7:2 stand es schon nach elf Minuten für die Gastgeber aus Sachsen-Anhalt, dann drehte sich das Spiel. Jeweils doppelte Torerfolge von Julia Maidhof und Sarah Dekker, dazu ein Treffer von Sarah van Gulik, Lisa Friedberger und Ines Ivancok. Tor um Tor holte der Erstligist von der HSG Bensheim/Auerbach auf, nur acht Minuten später glichen die „Flames“ gegen den Spitzenreiter der zweiten Frauenhandball-Bundesliga zum 9:9 aus und führten bereits zur Halbzeitpause mit 14:11 Toren. „Wir begangen nervös, hatten viele Fehler gemacht und schon lagen wir hinten. So ist das bei diesen „Hopp oder Top – Spielen“. Wir blieben ruhig, wussten, dass wir besser waren und kamen nach einer Auszeit zurück ins Spiel“, erläuterte Coach Heike Ahlgrimm die Anfangsphase.  

Comeback von Caroline Hettinger

Überraschend im Aufgebot der Bensheimerinnen: Caroline Hettinger als Ersatz für die verletzte Dionne Visser. Erst zum Saisonende hatte Caro ihre Karriere beendet, spielte aber noch „zum Abtrainieren“ bei der Junior-Flames in der Oberliga. Mit einem Treffer zum 15:11 führte sie sich direkt nach der Pause gleich wieder ins Team ein. „Caro hat einen Vertrag bis Ende der Saison. Wir wissen, wenn sie etwas macht, dann richtig“, hält die Trainerin -auch nach dem geplanten Karriereende von Hettinger- nach wie vor große Stücke auf ihre Kreisläuferin. Notwendig wurde die Verpflichtung aufgrund des längerfristigen verletzungsbedingten Ausfalls von Dionne Visser. „Isabell Hurst benötigt am Kreis noch Unterstützung. Alleine ist das nicht zu schaffen“, so Ahlgrimm. Nicht mitgefahren war aus familiären Gründen auch die reaktivierte Außenspielerin Ramona Gerisch.  

Souveräne zweite Hälfte

Indes ließen die „Flames“ in der zweiten Hälfte nichts mehr anbrennen und siegten letztendlich mit einem deutlichen Zehn-Tore-Vorsprung mit 31:21. „Es war eine sehr gute zweite Halbzeit. Jetzt stehen wir im Viertelfinale. Nur einen Schritt vorm Final Four. Für die Spielerinnen ist das richtig toll“, weiß die Trainerin. Beste Scorer für die „Flames“ in Halle-Neustadt waren Julia Maidhof mit elf und Kristin Kühlborn mit sechs Treffern.

Flames: Jessica Kockler, Helen van Beurden, Ines Ivancok (1), Julia Maidhof (6/5), Sarah Dekker (3) Isabell Hurst, Lisa Friedberger (1/1), Elisa Stuttfeld (2), Kristin Kühlborn (6), Sarah van Gulik (3), Sanne Hoekstra (1) und Caroline Hettinger (2).   


Sieben von acht Viertelfinalisten stehen fest

Nach dem gestrigen Pokalspielen stehen neben der HSG Bensheim-Auerbach mit dem deutschen Meister SG BBM Bietigheim und dem aktuellen Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund sowie TuS Metzingen, Thüringer HC und der Neckarsulmer Sport-Union bereits sechs Viertelfinalisten aus der ersten Liga fest. Als einzigem Zweitligisten gelang dem TSV Nord Harrislee mit einem Heimsieg gegen Ligakonkurrent VfL Waiblingen der Einzug in die nächste Runde. Am heutigen Sonntag tritt in der letztenPartie Erstligist Frisch Auf Göppingen beim Drittligisten Marpingen-Alsweiler an. Die Auslosung für das Viertelfinale findet am Sonntag, den 10. November, im Rahmen der Erstligapartie Buxtehuder SV gegen Neckarsulmer Sport-Union statt. Als Spieltermin für die Viertelfinals sind der 11./12. Januar 2020 vorgesehen.

Julia Maidhof nicht bei der WM

Von Bundestrainer Henk Groener bekanntgegeben wurde diese Woche auch das Aufgebot für die Weltmeisterschaft der Handballdamen in Kumamoto/Japan (29. November bis 15. Dezember). Insgesamt 17 Spielerinnen werden ab Montag, den 18. November, in die unmittelbare WM-Vorbereitung starten.

Der Höhepunkt des Jahres findet allerdings ohne Flames-Spielerin Julia Maidhof (Drei Länderspiele) statt, die aktuell die Scorerliste der diesjährigen Bundesligasaison anführt. Der Bundestrainer begründete diese aus Bensheimer Sicht nicht ganz nachvollziehbare Maßnahme aus taktischen Gründen in der Abwehrarbeit. Hier seien die berücksichtigten Spielerinnen noch einen Tick besser als die Flames-Spielerin. Angeführt wird der Kader von der früheren Flames-Spielerin und deutschen Kapitänin Kim Naidzinavicius, die erst kürzlich ihr bereits 100. Länderspiel bestritt. Mit dabei ist auch die ehemalige Flamme Antje Lauenroth.

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