„Flames“ ohne Chance im DHB-Pokal bei Blomberg-Lippe

Verdiente 31:23 Auswärts-Niederlage für Handball-Bundesligist

Mit einem deutlichen 31:23 schieden die „Flames“ am gestrigen Samstag (7. November) bei der HSG Blomberg-Lippe im Achtelfinale des DHB-Pokals aus. Unser Bild zeigt Sarah Dekker, die erneut überzeugte und fünf Treffer erzielte. Bild © Andrea Müller

Es zeigte sich wieder: Der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Schon Mitte dieser Woche begangen die ersten Begegnungen im DHB-Pokal, der coronabedingt in dieser Saison nur unter den Mannschaften der Frauenhandball-Bundesliga ausgespielt wird, gleich mit Überraschungen. So zogen Ligaprimus Borussia Dortmund gegen den Buxtehuder SV und der VfL Oldenburg gegen Buchholz 08-Rosengarten überraschend in ihren Achtelfinal-Spielen den Kürzeren. Da wollten am heutigen Nachmittag die „Flames“ beim leichten Favoriten, dem aktuellen Liga-Dritten von der HSG Blomberg-Lippe, nicht nachstehen und mit einem Sieg in die nächste Runde einziehen. Um es vorwegzunehmen: es klappte nicht!

„Flames“ bislang ohne Sieg in Blomberg

Rein statistisch gesehen war die Ausgangsposition für die HSG Bensheim/Auerbach eher schlecht, ging das Team doch bei allen bisherigen neun Begegnungen als Verlierer vom Platz. Chancenlos sah Flames-Trainerin ihre Mannschaft allerdings im Vorfeld beileibe nicht und rechnete vor dem Hintergrund, da beide Mannschaften jeweils nur vier Minuspunkte in der Liga aufweisen, mit einem Spiel auf Augenhöhe. Sie behielt leider nicht recht, von Beginn an bestimmte Blomberg-Lippe Spiel und Tempo. Mit dabei war nach langer Verletzungspause bei Blomberg wieder die tschechische Nationalspielerin Kamila Kordovská. Die „Flames“ mussten wie erwartet weiterhin auf ihre einzigste Linkshänderin Leonie Kockel (Nasenbeinbruch) verzichten, die allerdings auf ihrer Position sehr gut von der eigentlichen Außenspielerin Sarah Dekker ersetzt wurde. Ebenso fehlte nach einem Umknicken im Training Julia Niewiadomska.

Torfeuerwerk für Blomberg-Lippe

Die ersten Tore gebührten in einem rasanten Auftakt Blomberg-Lippe, das sofort zum 2:0 vorlegte, ehe Sarah Van Gulik den Abstand verkürzte. Doch dann zeigte Blomberg-Lippe wer Herr im Hause ist. Tor um Tor zogen die Hausherren davon, das Team traf nach Belieben. Auf der anderen Seite fanden die „Flames“ nur selten Wege, um sich gegen die gutgestaffelte Abwehr von Blomberg durchzusetzen. Nach 25 Minuten war das Spiel eigentlich schon gelaufen. 10-Tore-Vorsprung für die Heimmannschaft. Mit 20:11 ging es schließlich in die Halbzeitpause. „Ich muss mich für die erste Halbzeit entschuldigten. Ich dachte wir hätten das Handballspielen verlernt. Wir haben praktisch alles falsch gemacht, hatten keinen Zugriff in der Abwehr und bekamen alleine zehn Gegenstöße. Da war der Drops gelutscht“, analysierte nach dem Spiel ohne Umschweife Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm.  

Nur noch Ergebniskosmetik

Zu mehr als etwas zur Ergebniskosmetik reichte es aber trotz Halbzeitansprache von Heike Ahlgrimm nicht. Blomberg-Lippe bestimmte die Szenerie, wenn auch nicht so überzeugend wie in der der ersten Hälfte, was in seinem Statement auch Blomberg-Trainer Oliver Lippert bestätigte. Erst gegen Ende der zweiten Hälfte konnte die HSG Bensheim/Auerbach etwas aufholen, nachdem die Gastgeber ihr Tempospiel drosselten. Am Ende stand ein deutliches 31:23 für die HSG Blomberg-Lippe. „Ich bin schon froh, dass wir nicht das Handballspielen verlernt hatten. Mit dieser Leistung hätten wir auch keinen Sieg verdient“, resümierte unverblümt Heike Ahlgrimm. Ein gutes Comeback gab in der zweiten Hälfte die Langzeitverletzte Simone Spur Petersen, die sich in der 43 Minute -ausgestattet mit viel Selbstvertrauen- auch an den Sieben-Meter-Punkt traute, allerdings verwarf. Erfolgreichste Torschützinnen war auf Flames-Seite Rückraumspielerin Ines Ivancok (6 Tore) und Youngster Sarah Dekker, die fünfmal ins gegnerische Tor traf.

Flames: Jessica Kockler, Helen van Beurden – Isabelle Hurst, Lotta Heider, Elisa Stuttfeld (1), Simone Spur Petersen, Sarah Dekker (5), Alica Soffel (2), Lisa Friedberger (3/3), Christin Kühlborn, Sarah van Gulik (4/3), Ines Ivancok (6) und Dionne Visser (6).

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