Flames-Trainerin erwartet ganz heißes Hessenderby

HSG Bensheim/Auerbach trifft im hessischen Bundesliga-Duell auf Bad Wildungen

Mit einem kampfbetonten Spiel auf Augenhöhe rechnen die Bundesligahandballerinnen der „Flames“ am kommenden Samstag im Auswärtsspiel in Bad-Wildungen. Unser Bild zeigt eine Spielszene aus dem jüngsten Heimspiel gegen Frisch Auf Göppingen, von links Lisa Friedberger, Julia Maidhof, Ines Ivancok und Sarah Dekker. Bild © Andrea Müller

Nach den hartumkämpften zwei Punkten mit einem Sieg in der ersten Frauenhandball-Bundesliga gegen Frisch Auf Göppingen konnten die „Flames“ erstmals durchschnaufen. Jetzt ist es das Ziel, nach der Rückkehr in die Beletage vor zwei Jahren -nach fünf Spieltagen- erstmals mit einem Sieg am kommenden Samstag (19.) in Bad Wildungen ein positives Punktekonto aufzuweisen und den guten Mittelfeldplatz zu sichern. Machbar ist dies im Hessenderby auf jeden Fall. Die „Vipers“ aus Bad Wildungen sind ein Team, das schlecht in die Saison gestartet ist und durchaus geschlagen werden kann.

„Vipers“ unter Druck

Nach der überraschenden Niederlage bei den Kurpfalz Bären Ketsch ist der geplante einstellige Tabellenplatz für die „Vipers“ mit 0:8 Punkten erstmals in weite Ferne gerückt. Bad Wildungen rangiert aktuell auf dem vorletzten Tabellenplatz und ist damit schon früh in der Saison im Abstiegskampf angekommen. Aber genau diese Konstellation macht das Auswärtsspiel für die HSG Bensheim/Auerbach so gefährlich. Die Spielerinnen werden nach einer Wiedergutmachung streben; mit einer deutlichen Reaktion der Nordhessen ist daher zu rechnen. So sieht es auch Flames-Coach Heike Ahlgrimm: „Bad Wildungen hatte bisher schwere Gegner. Die Niederlage in Ketsch sehe ich als Ausrutscher. Die „Vipers“ stehen unter Druck, sie müssen gewinnen. Uns erwartet daher ein ganz heißes Spiel, ein Duell auf Augenhöhe“. Für die Trainerin befindet sich ihr Team mit 4:4 Punkten derzeit absolut im Soll. „Der Sieg gegen Göppingen gab uns viel Selbstvertrauen“, so Heike Ahlgrimm.   

Verletzte in beiden Teams

Beide Teams müssen aktuell verletzungsbedingt auf wichtige Spielerinnen verzichten. So dürften bei den „Vipers“ nach wie vor die Langzeitverletzten Vanessa Magg und Vanessa Plümer fehlen. Auch Rückraumspielerin und mit 21 Treffern derzeit beste Torschützin Marieke Blase droht nach Presseberichten nach einer Knieverletzung in Ketsch erneut eine längere Pause. Erstmals in dieser Saison dabei sein könnte nach einer Kapselverletzung der sich wieder im Mannschaftstraining befindliche slowakische Neuzugang Erika Rajnohová. Das Tor hütet mit der Schweizerin Melanie Brütsch übrigens eine ehemalige Flames-Spielerin (2011 – 2012).

Bei der HSG Bensheim/Auerbach stehen nach wie vor Simone Spur Petersen, Carolline Dias Minto und vermutlich auch Sanne Hoekstra (Entzündung im Fuß) nicht auf dem Spielberichtsbogen. „Bei Sanne müsse wir abwarten, was die restliche Woche ergibt“, rechnet Heike Ahlgrimm noch nicht unbedingt mit einer vollständig genesenen Spielerin.  

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