„Flames“ trotzten dem Favoriten Borussia Dortmund

28:24 Niederlage der „Flames“ in der 1. Frauenhandball-Bundesliga

Fällt voraussichtlich aufgrund einer Verletzung monatelang aus: Flames-Kreisläuferin Dionne Visser (rechts). Bild © Andrea Müller

Borussia Dortmund will ganz oben mitspielen, verpflichtete acht Neuzugänge und hat elf Nationalspielerinnen im Kader. Seine Ambitionen machte die Borussia schon am ersten Spieltag der 1. Frauenhandball-Bundesliga mit einem ungefährdeten zweistelligen Sieg beim VfL Oldenburg mehr als deutlich. Mit 39:26 (23:14) feierten sie einen gelungenen Saisonauftakt, allein 19 Tore erzielten die beiden bis im Sommer bei den Flames spielenden Bogna Sobiech (12/3 Tore) und Merel Freriks (7). Auch für Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm waren die Rollen im ersten Auswärtsspiel daher klar verteilt. „Dortmund ist klarer Favorit. Die Borussia ist auf allen Positionen erstklassig doppelt besetzt“, so die engagierte Trainerin vor dem Spiel.

Überraschende Pausenführung

Aber es kam zunächst anders. Nach einer schnellen 3:0 Führung des Favoriten kamen auch die „Flames“ in Dortmund an, holten auf und spielten sich selbstbewusst nach dem 6:6 Gleichstand in einen wahren Rausch. Von den nächsten zehn Toren netzten die Bensheimerinnen sage und schreibe neunmal ein! Mit einem überraschenden 10:15 ging es in die Pause. „In der ersten Halbzeit konnten wir unser Tempospiel richtig aufziehen. Das lief super“, äußerte sich Co-Trainerin Ilka Fickinger hochzufrieden über diese Phase in einem Gespräch mit der Onlinezeitung.

Andere Vorzeichen in der zweiten Hälfte. Dortmund zeigte warum das Team in dieser Saison zurecht in die Spitzengruppe der Liga gehört, ließ in der Abwehr wenig zu, startete eine Aufholjagd und warf letztendlich die doppelte Anzahl von Toren, während die „Flames“ nur noch neun Treffer erzielten. Einfach war der Sieg für die Borussia trotzdem nicht, die HSG blieb ein unangenehmer kampfstarker Gegner. Bis zum 20:20 konnte der Gast das Match noch ausgeglichen gestalten, doch in der Schlussphase kamen die schwarzgelben so richtig in Schwung und drehten endgültig das Spiel. Trotz der 28:24 – Niederlage überwog für die „Flames“ die gute Leistung. „Dortmund stellte dann sein System auf 5:1 um und war in der zweiten Hälfte deutlich präsenter. In dieser Phase merkten wir dann schon, dass wir viele Neuzugänge haben. Die Laufwege waren noch nicht optimal. Es war schwierig“, äußerte Ilka Fickinger, die sich über den gesamten Spielverlauf aber zufrieden zeigte.      

Debüt von Carolline Dias Minto

Personell konnte die HSG Bensheim/Auerbach mit Ausnahme der Langzeitverletzten Simone Spur Petersen übrigens diesmal aus dem Vollen schöpfen. Das Visum für den brasilianischen Neuzugang Carolline Dias Minto lag vor und Talent Julia Niewiadomska stand erstmals im Kader, nachdem sie noch in der vergangenen Woche in der A-Jugend-Bundesliga für Furore sorgte. 

Flames: Jessica Kockler, Helen van Beurden (1),Julia Maidhof (8/3), Ines Ivancok (2), Sarah Dekker (1) Christin Kühlborn (1), Dionne Visser (3), Lisa Friedberger (4), Elisa Stuttfeld (2), Isabell Hurst (2), Julia Niewiadomska, Sarah van Gulik und Sanne Hoekstra.

Borussia Dortmund: Duijndam, Roch, ten Holte, Bogna Sobiech 9/5, Dulfer 5, Vollebregt 3, Smits 3, Zych 2, Grijseels 2, Merel Freriks 2, Stockschläder 1, Müller-Korn 1, Fujita, Bleckmann, Kockel, Weisheitel

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