„Flames“ verlieren 24:31 gegen überlegene HSG Blomberg-Lippe

Frauenhandball-Bundesliga: Favorit holte verdient zwei Punkte in Bensheim

Steuerte am heutigen Samstagabend (16.) sieben Treffer im Spiel gegen die HSG Blomberg-Lippe bei: Rückraumspielerin Alica Soffel. Bild © Andrea Müller

Der Favorit ließ nichts anbrennen. Mit einem souveränen 24:31 Sieg holte die HSG Blomberg-Lippe im Spiel der Frauenhandball-Bundesliga bei den „Flames“ letztendlich zwei verdiente Punkte. Hierbei kamen die HSG Bensheim/Auerbach schon in der ersten Halbzeit nur schwer in die Partie und lag teilweise deutlich zurück. Ein Bild, dass sich auch nach der Pause nicht änderte. Blomberg-Lippe verwaltete sicher die Führung und siegte mit 24:31 Toren.

Gast klarer Favorit

Für Flames-Trainer Heike Ahlgrimm gab es im Vorfeld des Frauenhandball-Bundesligaduells ihres Teams gegen die HSG Blomberg-Lippe keine Diskussion. „Da brauchen wir nicht drüber zu reden. Blomberg-Lippe ist nach Minuspunkten Tabellendritter und klarer Favorit“, so Ahlgrimm. Ganz so eindeutig sah Gästetrainer Steffen Birkner den Blick in die Zukunft allerdings nicht. „Bensheim steht für mich nicht überraschend, mit 14:8-Punkten sehr gut da. Das wird ein Spiel auf Augenhöhe und ein richtig harter Brocken für uns“, prognostizierte Birkner. Für einen spannenden Handballabend -leider nur im Livestream vor dem Bildschirm- war also alles angerichtet.

Blomberg-Lippe kontrollierte Spiel

Den besseren Auftakt im Spiel der beiden jungen Mannschaften hatte der Gast, der mit seinem schnellen Spiel sofort mit 2:0 in Front lag, ehe Sarah van Gulik zunächst auf 1:2 verkürzen konnte. Dann zeigte Blomberg-Lippe warum sie sich im vorderen Tabellendrittel befinden, übernahm die Spielkontrolle und war klar überlegen. Abspielfehler und technische Fehler häuften sich auf Seiten der Bensheimerinnen. In der 10 Minuten führte der Favorit bereits mit 7:3 Toren, nach 18 Minuten stand es schon 11:4. Der Favorit hatte das Spiel im Griff, führte zeitweise mit acht Toren. Erst gegen Ende der ersten Hälfte bekam die HSG Bensheim/Auerbach etwas Zugriff aufs Spiel und konnte bis zur Halbzeit auf 11:15 verkürzen. „In der ersten Hälfte machten wir im Angriff einfach zu viele Fehler und brachten die 100-prozentigen nicht unter“, erklärte Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm nach dem Spiel.  

Blomberg-Lippe verwaltete Vorsprung

Auch in der zweiten Halbzeit zeigte sich zunächst ein identisches Bild. Der Gast legte schnell zwei Tore vor, eine Zwei-Minuten-Strafe von Alice Soffel folgte, welche Blomberg-Lippe zu einem weiteren Treffer durch Ndidi Agwunedue nutzte. Wieder komplett konnte Julia Niewiadomska in der 35. Minute auf 13:18 verkürzen. So richtig in die Bredouille brachte die Heimmannschaft ihren Gast allerdings nie. Blomberg-Lippe hielt ihren Gegner meist mit vier oder fünf Toren auf Abstand. Eine überragende Parade von Flames-Torhüterin Helen van Beurden hielt die „Flames“ in der 50. Minute im Spiel und im direkten Gegenzug konnte Isabelle Hurst erstmals auf drei Tore zum 19:22 verkürzen. Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm ging Risiko und versuchte es nochmal mit einer offensiven Ausrichtung, was aber misslang. Blomberg-Lippe vergrößerte den Abstand auf sieben Tore zum 24:31 Endstand. Beste Scorerinnen auf Bensheimer Seite waren Isabelle Hurst mit fünf und Alica Soffel mit acht Treffer. Verzichten musste das Team auf Lotte Heider (Lehrgang Sportfördergruppe) und Leonie Kockel (Krank).

„Waren heute nicht gut genug“

In der anschließenden Pressekonferenz sah auch Heike Ahlgrimm einen letztendlich verdienten Sieg des Gastes. „Wir waren heute einfach nicht gut genug, um zwei Punkte zu holen. Wir wollten in der zweiten Halbzeit Schritt für Schritt herankommen, hatten es aber eigentlich nie geschafft.“, so die Trainerin. Letztendlich fiel die Niederlage allerdings zu hoch aus, was der offensiven Ausrichtung in der Schlussphase geschuldet war. „Das nehme ich auf meine Kappe. Wir wollten es nochmal versuchen“, analysierte die Trainerin.       

Flames: Jessica Kockler, Helen van Beurden – Isabelle Hurst (5), Elisa Stuttfeld (3), Simone Spur Petersen (1), Sarah Dekker (2), Alica Soffel (8), Lisa Friedberger (2/1), Christin Kühlborn, Sarah van Gulik (2), Ines Ivancok (1), Dionne Visser und Julia Niewiadomska (1).

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