„Flames“ verlieren 27:30 gegen Bayer Leverkusen

Im DHB-Pokal muss die HSG Bensheim/Auerbach zum TuS Metzingen

Rund 850 Zuschauer verfolgten am Samstagabend (9.) in der Weststadthalle die Bundesligapartie der „Flames“ gegen Bayer Leverkusen. Die Bensheimerinnen verloren gegen den Favoriten mit 27:30 Toren.

Erste Halbzeit leider verschlafen, zweite Halbzeit gewonnen! Trotzdem, zu einem Sieg im Heimspiel der 1. Frauenhandball-Bundesliga gegen den Favoriten Bayer Leverkusen reichte es in der Weststadthalle nicht. Mit 27:30 (8:14) Toren verlor das Team der HSG Bensheim-Auerbach, das insbesondere in der zweiten Halbezeit wieder eine unglaubliche Moral bewies, gegen die „Werkselfen“. „Wir haben in der ersten Hälfte unsere Vorgaben nicht umgesetzt, zu viel verworfen und den Kreis nicht in Griff bekommen“, analysierte Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm.

Fehler und fehlendes Wurfglück

In der Tat. Allein fünf von sieben Leverkusener Tore gingen in den ersten elf Minuten auf das Konto von Kreisläuferin Anne Seidel, bis sich die „Flames“ etwas auf die Torjägerin einstellten und bis zum Spielende nur noch drei Tore von der 24-jährigen zuließen. Dafür sprangen wiederum andere in die Bresche. Die HSG Bensheim/Auerbach fand einfach nicht ins Spiel. Allein zwischen der 15. und 26. Spielminute konnten die Gastgeber nicht einen Treffer für sich verbuchen. Dazu gesellte sich fehlendes Wurfglück. Mehrmals rettete das Torholz für das Team von Elfencoach Robert Nijdam. Der recht deutliche Rückstand von teilweise sieben Toren ließen selbst die kühnsten Optimisten in der Weststadthalle verstummen.   

„Sind dichter dran“

Weit besser lief es in der zweiten Halbzeit. Die „Flames“ machten Druck und erzielten nach 45 Minuten mit einem 7-Meter-Tor von Nationalspielerin Julia Maidhof sogar den 18:18 – Ausgleich. Es sollte allerdings bis zum Schlusspfiff der einzige Gleichstand bleiben. Als Weckruf wirkte zuvor offensichtlich auch die Disqualifikation der ehemaligen Flames-Spielerin Jennifer Rode, die mehrmals allzu rustikal einstieg und nach ihrer dritten Zwei-Minuten-Strafe in der 39. Spielminute endgültig das Spielfeld verlassen musste.

„Wir hatten in dieser Phase einen Bruch im Spiel“, verdeutlichte auch Gästetrainer Nijdam später in der Pressekonferenz. Direkt nach dem Platzverweis gingen bis zum Ausglich von fünf geworfenen Toren allein vier auf das Konto der „Flames“. „Wir hatten uns zurückgekämpft. Aber gegen solch starke Gegner muss alles passen. Das war in der ersten Hälfte nicht der Fall. Aber wir wissen jetzt auch: wir sind dichter dran“, strahlte Trainerin Heike Ahlgrimm durchaus Optimismus aus. Spielerin des Tages wurde Außenspielerin Sarah Decker, die siebenmal einnetzte.

Knaller der Viertelfinalspiele ist das Duell zwischen dem derzeitigen Tabellenführer der 1. Liga, Borussia Dortmund und dem amtierenden Deutschen Meister SG BBM Bietigheim. Spieltermin ist der 11./12. Januar 2020.

Flames: Jessica Kockler, Helen van Beurden, Ines Ivancok (1), Julia Maidhof (10/2), Sarah Dekker (7) Isabell Hurst, Lisa Friedberger (2/2), Elisa Stuttfeld (2), Kristin Kühlborn (1), Sarah van Gulik (4), Sanne Hoekstra, Romana Gerisch und Caroline Hettinger.   

Kein Losglück bei der Auslosung im DHB-Pokal

Die Auslosung der Viertelfinal-Partien im DHB-Pokal der Handballdamen stand nach dem Spiel der „Flames“ gegen Bayer Leverkusen auf dem Programm. Die beiden Losfeen Claudia Richter und Doris Walter (von links) zogen als Gegner die Spitzenmannschaft TuS Metzingen. Weiter im Bild Hallensprecher Bernd Lützkendorf und Nadine Döring vom Deutschen Handballbund.

Nicht unbedingt Losglück hatten die „Flames“ bei der Auslosung im Viertelfinale des DHB-Pokals. So zogen die ehemalige 103-fache Frauenhandball-Nationalspielerin Claudia Richter und die „Fraa vun Bensem“ Doris Walter als Auswärtsgegner die Spitzenmannschaft von TuS Metzigen. „Die drei Großen Bietigheim, Borussia Dortmund und Thüringen haben wir nicht bekommen. Es hätte aber auch leichter kommen können“, so Heike Ahlgrimm direkt nach der Auslosung und weiter „wir müssen uns aber nicht verstecken. Wir haben viel Selbstvertrauen und das Ziel Final Four. Metzingen ist eine sehr starke Mannschaft. Wir werden alles dafür tun, um das Spiel zu gewinnen“. Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Teams in der Frauenhandball-Bundesliga verloren die „Flames“ Ende September in Metzingen mit 31:26 Toren.

Knaller der Viertelfinalspiele ist das Duell zwischen dem derzeitigen Tabellenführer der 1. Liga, Borussia Dortmund und dem amtierenden Deutschen Meister SG BBM Bietigheim. Spieltermin ist der 11./12. Januar 2020.

Folgende Paarungen wurden ausgelost:

TuS Metzingen (1. Liga) – HSG Bensheim/Auerbach (1. Liga)
Borussia Dortmund (1. Liga) – SG BBM Bietigheim (1. Liga)
Neckarsulmer Sport-Union (1. Liga) – FRISCH AUF Göppingen (1. Liga)
TSV Nord Harrislee (2. Liga) – Thüringer HC (1. Liga)

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