Flames“ verlieren bei Neckarsulmer Sportunion mit 23:25

Frauenhandball-Bundesliga: Letztes Spiel vor der fünfwöchigen EM-Pause

Alles Einschwören von Trainerin Heike Ahlgrimm (Dritte von rechts) nützte nichts. Die „Flames“ kassierten in der Frauenhandball-Bundesliga eine 25:23 Niederlage gegen die Neckarsulmer Sportunion.

Im letzten Pflichtspiel vor dem Ende der ersten Saisonphase und dem Beginn der fünfwöchigen Europameisterschaft-Pause fuhren die „Flames“ am zehnten Spieltag der Frauenhandball-Bundesliga zur Neckarsulmer Sport-Union. Handballfreunde erwarteten am heutigen Samstagabend (21. November) einen heißen Fight und ein Spiel auf Augenhöhe, legten doch beide Team einen ähnlich guten Saisonstart hin und wiesen zumindest nach Minuspunkten mit fünf (Neckarsulm) beziehungsweise sechs (HSG Bensheim/Auerbach) einen fast gleiches Punktestand auf. Die Zuschauer -zumindest auf Deutschland.tv- wurden nicht enttäuscht, es wurde das erwartet spannende Spiel, bei dem die „Flames“ letztendlich aber mit 25:23 den Kürzeren zogen. Zu viele Fehler und überhastete Abschlüsse brachten die Bensheimerinnen auf die Verliererstraße.

Vier-Tore-Vorsprung aufgeholt

Die ersten zwei Treffer des Spiels blieben Lisa Friedberger von den „Flames“ vorbehalten, einmal aus dem Spiel und einmal per Siebenmeter. Dann drehte zunächst die Heimmannschaft auf und führte teilweise, wie beim 7:3 und 8:4 mit vier Toren. Zupass kam NSU, dass sich in dieser Phase des Spiels die technischen Fehler bei der HSG Bensheim/Auerbach häuften. Doch die Bensheimerinnen blieben dran und konnten in der 27. Minute durch ein Tor von Alica Soffel erstmals wieder ausgleichen. Die gleiche Spielerin war es auch die praktisch in der letzten Sekunde der ersten Hälfte die Torhüterin zum 11:11 überwand. Mit diesem Spielstand ging es dann folgerichtig in die Pause.

NSU stehts in Front

Die zweite Halbzeit begann praktisch wie die erste. Wieder war es Lisa Friedberger vorbehalten, den Torreigen mit einem Siebenmeter zum 11:12 zu eröffnen. Aber auch diesmal währte die Freude auf Bensheimer Seite nur kurz, es blieb die einzige Führung für die HSG in der zweiten Halbzeit. Die Heimmannschaft zog an und baute den Vorsprung zunächst über 16:13 und 17:14 auf einen Drei-Tore-Vorsprung aus, ehe sich die „Flames“ wieder fingen. Überragende Paraden von Torhüterin Helen van Beurden und drei Tore von Ines Ivancok, Sarah van Gulik und Lotta Heider folgten. 17:17, Bensheim war ab der 40. Minute wieder im Spiel, konnte aber in der 46. Minute letztmals ausgleichen. Eine Minute vor Schluss führte NSU mit 25:21. In der Schlussphase reichte es den „Flames“ letztendlich nur noch zur Ergebniskosmetik. Endstand 25:23.

Mit 10:8 Punkten rangiert die HSG Bensheim/Auerbach nun für die nächsten fünf Wochen auf Platz sieben. „Vieles hatte heute nicht gepasst. Aber wir haben ein positives Punktekonto, das hatten wir in den letzten Jahren zu diesem Zeitpunkt nicht“, resümierte Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm. Beste Scorerin war am heutigen Abend Sarah van Gulik mit sechs Toren, auf der NSU-Seite war die ehemalige Flamme Carmen Moser mit acht Treffern erfolgreichste Werferin.

Nächstes Spiel erst am 27. Dezember

Nach diesem Spiel folgt nun für die „Flames“ eine lange Zeit der Regeneration, steht doch eine fünfwöchige Pause aufgrund der vom 3. bis 20. Dezember in Dänemark stattfindenden Frauen-Europameisterschaft auf dem Programm. Das nächste Bundesligaspiel geht dann für die HSG Bensheim/Auerbach erst wieder zwischen den Jahren am Sonntag, den 27. Dezember, um 16 Uhr, gegen SV Union Halle-Neustadt in der Weststadthalle über die Bühne.

Flames: Jessica Kockler, Helen van Beurden – Isabelle Hurst (2), Lotta Heider (1), Leonie Kockel, Elisa Stuttfeld (1), Simone Spur Petersen (2), Sarah Dekker (2), Alica Soffel (3), Lisa Friedberger (5/4), Christin Kühlborn, Sarah van Gulik (6), Ines Ivancok (1), Dionne Visser und Julia Niewiadomska.

Ehemaliger Flames-Co-Trainer übernimmt Leverkusen

Frauen-Erstligist TSV Bayer 04 Leverkusen ist auf der Suche nach einem neuen Cheftrainer für die Nachfolge von Michael Biegler fündig geworden: Martin Schwarzwald, der derzeit den Drittligisten SG DJK/TSG Mainz-Bretzenheim trainiert, übernimmt ab Dezember die Werkselfen. Der 34-Jährige Inhaber der A-Lizenz ist in Bensheim kein Unbekannter, war er doch bei den „Flames“ in der Saison 2016/2017 unter anderem als Co-Trainer sowie als Trainer der Junior-Flames und dem A-Jugend-Bundesligateam tätig.

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