„Flames“ verlieren gegen weiteren Top-Favoriten

Frauenhandball-Bundesliga: 24:30 Heimniederlage gegen TuS Metzingen

Eine 24:30 Heimniederlage kassierten die „Flames“ gegen den Top-Favoriten von TuS Metzingen. Die Niederlage nicht verhindern konnte auch Torfrau Jessica Kockler. Bild © Andrea Müller

Die „Flames“ versteckten sich nicht, aber… am Ende stand am gestrigen Samstagabend (22.) eine 24:30 (10:12) Niederlage in der Frauenhandball-Bundesliga gegen den Top-Favoriten vom TuS Metzingen. „Sechs Tore Abstand sind zu hoch. Wir hatten zum Schluss alles riskiert und im Tempo zu viele Ballverluste. Ein oder zwei Tore Abstand hätten eher dem Spielverlauf entsprochen“, bilanzierte Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm in der anschließenden Pressekonferenz. Positivum am Rande: mit 1120 Zuschauern knackte die HSG Bensheim/Auerbach die 10000-Marke, was einen Durchschnitt von 1272 Besuchern in acht Heimspielen bedeutet. Damit steht Bensheim nach wie vor auf Platz eins beim Zuschauer-Ranking der Frauenhandball-Bundesliga.

„Flames“ begangen stark

Die HSG Bensheim/Auerbach begann stark und erwischte prompt die Gäste auf dem linken Fuß. Schnell stand es 3:0 für die Bensheimerinnen, ehe die „Tussies“ die Abwehr stabilisierten und sich Zug um Zug steigerten. Bis zur 20 Minute traf der Favorit nur fünfmal ins gegnerische Tor. Für eine Top-Mannschaft wie Metzingen nicht unbedingt eine hohe Quote. Erst im Anschluss kam Metzingen ins Rollen und führte bis zur Pause mit 12:10. „Mein Team hat nach dem schweren Spiel am Mittwoch gegen den Thüringer HC noch die Beine gespürt. Es war das dritte Spiel in dieser Woche, wir waren anfangs nicht da“, verdeutlichte Gästetrainerin Edina Rott, die auch jahrelang für die „Flames“ auf Torejagd ging.  

Chance gewittert

Abwechslungsreich verlief zunächst auch die zweite Hälfte. Bis zur 45 Minute schafften die „Tussies“ nicht mehr als einen Zwei-Tore-Vorsprung, dann zog der Favorit teilweise bis auf sechs Tore davon. Spannend wurde es nochmal in der 52 Minute. 21:23 – nur noch zwei Tore Vorsprung für die „Tussies“. Spielerinnen und die anwesenden 1120 Zuschauer witterten eine Chance, die „Flames“ machten auf, vergaben aber gute Möglichkeiten oder der Ball landete am Torholz. Fazit: die „Flames“ waren an einer Überraschung nah dran, aber es reichte nicht…s reichte nicht…

Nächster Flames-Gegner gewinnt

Mit dem Sieg bleibt TuS Metzingen weiter auf Platz drei und vergrößerte im Kampf um internationale Plätze seinen Vorsprung auf die Verfolger. Rechnerisch nur noch geringe Chancen auf die Deutsche Meisterschaft hat der amtierende Vizemeister vom Thüringer HC. Der Handballclub verlor am gestrigen Abend (22.) in einem Herzschlagfinale mit 26:27 beim Tabellenführer Borussia Dortmund. Unverändert sind die Platzierungen am Tabellenende, das nach wie vor die Teams aus Ketsch, 1. FSV Mainz 05 und HSG Bad Wildungen Vipers innehaben. Hierbei verlor das aktuelle Schlusslicht von den Kurpfalz Bären Ketsch zuhause gegen den nächsten Auswärtsgegner der „Flames“, Frisch Auf Göppingen, mit 26:34 Toren.   

Flames: Helen van Beurden, Jessica Kokler – Romana Gerisch, Elisa Stuttfeld, Sarah Decker (3), Isabell Hurst, Sanne Hoekstra (1), Lisa Friedberger (0/2), Christin Kühlborn (2), Caroline Hettinger (1), Sarah van Gulik (2), Julia Maidhof (9/5) Julia Niewiadomska und Ines Ivancok (4).

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