„Flames“ verlieren Heimspiel gegen VfL Oldenburg mit 23:24 Toren

Direkter Freiwurf in letzter Sekunde besiegelt Niederlage

Zeigte am gestrigen Abend (27.) bei der 23:24 – Heimniederlage der „Flames“ gegen VfL Oldenburg wieder eine starke Leistung und traf viermal ins gegnerische Tor: Rückraumspielerin Sarah van Gulik. Bild © Andrea Müller

Nach dem Spiel waren sich die Trainer einig: es war ein Unentschiedenspiel. Aber mit dem glücklicheren Ende für den VfL Oldenburg. Wir schreiben die letzte Spielsekunde. Die Schlusssirene ist bereits ertönt. Direkter Freiwurf für den Gast aus dem Norden. Die Flames-Spielerinnen stehen komplett am eigenen Kreis. Und dann das: der Ball von Kathrin Pichlmeier trudelt durch die Flames-Mauer ins Tor. Fassungslosigkeit bei Spielerinnen und Zuschauer… „Auswärtssieg, Auswärtssieg“, jubeln die wenigen mitgereisten Fans. Der VfL Oldenburg gewinnt am gestrigen Abend vor rund 1800 Zuschauern in der ersten Frauenhandball-Bundesliga bei der HSG Bensheim/Auerbach mit 24:23 Toren und sprang somit auf Rang acht mit nur einem Punkt Rückstand auf die Flames (7.).

13:11 – Führung zur Pause

Dabei sah es in der ersten Halbzeit noch gut für die „Flames“ aus. Mit 13:11 ging es in die Pause. Gerade in der ersten Hälfte schenkten sich die Mannschaften nichts. Das Spiel hielt, was es versprach. Ein Duell auf Augenhöhe mit wechselnden Führungen, es wurde gefightet, keine der Teams gelang es sich abzusetzen. Nach dem 11:11 schafften die beiden Niederländerinnen Sarah van Gulik und Sarah Decker unmittelbar vor der Pause noch das 13:11 für die „Flames“. Ein eigentlich beruhigender Pausenstand…

Schlechter Start nach der Pause

„Wir haben das Spiel in den ersten zehn Minute der zweiten Hälfte verloren“, bilanzierte Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm bei der anschließenden Pressekonferenz und traf damit dem Nagel auf dem Kopf. Sechs Tore in Folge für die Norddeutschen zum 17:13 waren in der Tat zunächst kein guter Start. Die Bensheimerinnen kamen in dieser Phase nicht in Tritt, eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Christin Kühlborn tat ihr übriges. Im Gesamten mussten die „Flames“ übriges vier und der Gast aus Oldenburg fünf Zeitstrafen absitzen. Insbesondere zwischen der 43 und 54 Minute wurde sieben Mal die Karte gezückt, was dazu führte, dass teilweise nur vier Spielerinnen für eine Mannschaft auf dem Feld war. Trotz allem, die HSG Bensheim-Auerbach holte auf, lag in der 58 Minute durch ein Tor von Julia Maidhof, die gerade in der zweiten Hälfte im Angriff viel Verantwortung übernahm und zurecht zur Spielerin des Tages gewählt wurde, sogar mit 23:22 in Führung. Durch ein Stürmerfoul einer Flames-Spielerin bekam Oldenburg beim Stand von 23:23 nochmals 20 Sekunden vor dem Schlusspfiff eine letzte Chance und nutzte sie zum 23:24 Endstand.  

Am Sonntag gegen Thüringen

„Heute hat teilweise die Cleverness gefehlt. Man hat gesehen, dass wir eine junge Mannschaft haben“, äußerte Coach Heike Ahlgrimm und weiter, „wir werden natürlich über die Niederlage sprechen, sie wird uns aber nicht umwerfen“. Der Blick geht schon wieder nach vorne. Schon am Sonntag (29.) treten die „Flames“ zum Punktspiel in der ersten Frauenhandball-Bundesliga beim Thüringer HC an. Der DHB-Pokalsieger feierte am gestrigen Abend über die Kurpfalz Bären ein klares 34:21 (17:12) und liegt aktuell punktgleich mit der TuS Metzingen auf Rang vier. Unangefochtener Tabellenführer ist nach ihrem deutlichen 29:40 – Sieg bei der HSG Bad Wildungen Vipers Borussia Dortmund mit 16:0 Punkten. Das Spiel Thüringen HC gegen die HSG Bensheim/Auerbach wird um 15 Uhr im Livestream unter https://sportdeutschland.tv/hbf übertragen.

Flames: Jessica Kockler, Helen van Beurden – Julia Maidhof (10/3), Isabell Hurst (2), Elisa Stuttfeld, Sarah Dekker (2), Sane Hoekstra (1), Lisa Friedberger (2/2), Kristin Kühlborn, Sarah van Gulik (4), Ines Ivancok (2), Julia Niewiadomska, Caroline Hettinger.

Text Post 2, Werbung