„Flames“ verlieren Pokalspiel bei TuS Metzingen

Engagiertes Spiel reichte nicht zum Favoritensturz

Trotz acht Tore von Rückraumspielerin Ines Ivancok (rechts, im Spiel gegen Neckarsulm) reichte es nicht zum Sieg. Mit einem 32:27 mussten sich die „Flames“ im Viertelfinale des DHB-Pokals dem Favoriten TuS Metzingen beugen. Bild © Andrea Müller

Der Traum mit dem Einzug ins OLYMP Final4 ist für die Bundesligahandballerinnen der „Flames“ leider geplatzt. Mit 32:27 Toren verloren sie in einem spannenden Pokal-Derby am gestrigen Freitagabend (10.) das Viertelfinale im DHB-Pokal beim Favoriten TuS Metzingen. Überraschend kam die Niederlage für die HSG Bensheim/Auerbach vor mehr als 700 Zuschauern natürlich nicht, wenn auch der Pokal bekanntlich seine eigenen Gesetze hat. Nach einem engagierten Spiel musste sich das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm letztendlich den international erfahrenen „Tussies“ beugen.

18:15 Halbzeitstand

Für das pinke Team vom TuS Metzingen war es aufgrund einer Spielverlegung in der Frauenhandball-Bundesliga das erste Spiel des neuen Jahres. Entsprechend konzentriert gingen die „Tussies“ das Duell gegen die HSG Bensheim/Auerbach an, wollten sie doch schon zum vierten Mal in Folge zum OLYMP Final4. Beide Teams kannten sich und trafen bereits am dritten Spieltag der aktuellen Bundesligasaison in Metzingen bei einem 31:26 Sieg der Gastgeber aufeinander. So blieb das Spiel auch bis zum 13:13 in der ersten Halbzeit ausgeglichen und war das erwartet enge Pokalspiel. Stark in der Anfangsphase wieder die reaktivierte Kreisläuferin Caroline Hettinger, die drei der ersten fünf Treffer der „Flames“ erzielte. Erst kurz vor der Halbzeit gelang es TuS Metzingen sich mit 16:13 abzusetzen, ehe es mit einem 18:15 in die Pause ging.

„Flames“ kamen nochmal ran

Ein offener Schlagabtausch entwickelte sich in der zweiten Hälfte. Die „Tussies“ kamen zunächst stabiler aus der Pause und erspielten sich mit dem 23:18 einen Fünf-Tore-Vorsprung. Der Zeitpunkt für Trainerin Heike Ahlgrimm mit einem Timeout die Reißleine zu ziehen. Offensichtlich fand sie die richtigen Worte, denn die Flames“ verkürzten auf zwei Tore (24:22). Treffsicher in dieser Phase: Rückraumspielerin Ines Ivancok, die im Gesamten achtmal ins gegnerische Tor traf. Trotz engagiertem Kampf gelang es er HSG Bensheim/Auerbach nicht das Spiel zu drehen und zogen mit 32:27 den Kürzeren. Was bleibt ist zwar Enttäuschung aber auch der Blick auf eine starke Leistung.

Borussia Dortmund und Thüringer HC bereits qualifiziert

Mit ihrem neuen Verein Borussia Dortmund zum OLYMP Final4 am 23. und 24. Mai 2020 in der Stuttgarter Porsche-Arena geschafft haben es mit Bogna Sobiech und Merel Freriks auch zwei Spielerinnen, die noch in der letzten Saison das Trikot der „Flames“ trugen. So besiegte der aktuelle Spitzenreiter der ersten Frauenhandball-Bundesliga im Viertelfinale den amtierenden Deutschen Meister SG BBM Bietigheim mit 29:27 Toren. Ebenso qualifizierte sich Titelverteidiger Thüringer HC mit einem 34:26 beim Zweitligisten TSV Nord Harrislee. Der letzte Teilnehmer wurde am Sonntag (12.) zwischen Neckarsulmer SU und Frisch Auf Göppingen ausgespielt. Hierbei konnte Göppingen das Spiel mit 27:26 für sich entscheiden.

Flames: Kockler, van Beurden – Gerisch, Stuttfeld, Dekker (3), Hoekstra (1), Friedberger (5) Kühlborn (2), Hettinger (4), van Gulik (1), Maidhof (3), Ivancok (8)
Zeitstrafen: Dekker (3), van Gulik

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