„Flames“ vor Spiel auf Augenhöhe gegen Neckarsulm

Schwere Auswärtspartie gegen in der Frauenhandball-Bundesliga

Einsatz ist Trumpf beim kommenden Auswärtsspiel der „Flames“ gegen die Neckarsulmer Sportunion am kommenden Samstag in der Frauenhandball-Bundesliga. Unser Bild zeigte eine Szene aus dem Spiel gegen die Kurpfalz Bären Ketsch. Von links im dunklen Trikot die Flames-Spielerinnen Isabell Hurst und Ines Ivancok. Bild © Andrea Müller

Der Fünfte gegen den Sechsten der Liga, das sagt praktisch schon alles über das nächste Auswärtsspiel der „Flames“ gegen die Neckarsulmer Sport-Union in der Frauenhandball-Bundesliga. 13:5 Punkte weisen die Baden-Württemberginnen bei neun Spielen auf, die HSG Bensheim/Auerbach nach acht Spielen 10:6. Für Spannung ist also auf jeden Fall in der zumindest auf dem Papier ausgeglichenen Partie am kommenden Samstag (21. November), um 18 Uhr, gesorgt. Auch für Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm ist das Duell eine ganz schwere Partie: „Es ist ein Spiel auf Augenhöhe“. Das Bundesligaspiel wird live im Internet auf „deutschland.tv“ unter https://handball-deutschland.tv/hbf/hbf-neckarsulmer-sport-union-hsg-bensheim-auerbach übertragen.

„Flames“ mit ordentlich Selbstvertrauen

Mit ihrem 30:26 Heimsieg im jüngsten Bundesligaspiel gegen Bayer Leverkusen hat Neckarsulm viel Selbstvertrauen aufgebaut. Voraus ging eine Woche zuvor noch ein 24:27 Auswärtssieg der Elfen im DHB-Pokal. Mit dem Sieg gaben sie also schon bei der ersten Gelegenheit eine passende Antwort und unterstrichen, dass in dieser Saison ein anderes Team als im Vorjahr auf der Platte steht, wo man eher in den unteren Tabellenregionen rangierte. Mit fünf neuen Spielerinnen und der neuen Trainerin, der Österreicherin Tanja Logvin, startete die Neckarsulmer Sport-Union gut in die Saison. Unter den Neuzugängen befindet sich auf die ehemalige „Flamme“ Carmen Moser, die von Kurpfalz Bären aus Ketsch zur NSU wechselte. Schon in der vergangenen Saison netzte die 24-jährige Rückraumspielerin 78 mal ein, in dieser Saison warf sie bereits 31 Tore. Top-Scorerin ist aktuell die auf Platz 12 der Torjägerliste stehende Spanierin Irene Espinola Perez.

Für die „Flames“ sind die Erfolge keine Überraschung. „NSU hat schon die letzten Jahre gut gespielt, jetzt können sie ihre Leistung abrufen“, analysierte Heike Ahlgrimm. Mit ihrem guten Spiel gegen den haushohen Favoriten von der SG BBM Bietigheim haben die Bensheimerinnen natürlich ebenfalls ordentlich Selbstvertrauen aufgebaut. „Es ist allerdings nicht vergleichbar. Es ist etwas anderes ob ich als Außenseiter in ein Spiel gehe, oder wie jetzt zwei Punkte holen möchte. Das ist eine Kopfsache“.   

Bietigheim in Quarantäne 

Auf welch dünnem Eis die Durchführung der Frauenhandball-Bundesligasaison in Zeiten der Corona-Pandemie steht, zeigt das jüngste Beispiel. Noch am Mittwoch der vergangenen Woche konnte das Team des zweifahren deutschen Meisters von der SG BBM Bietigheim bei der HSG Bensheim/Auerbach antreten, jetzt ist das Team der Baden-Württemberger in vorsorglicher Quarantäne. Anlass ist ein positiver Coronafall beim FTC Budapest, dem Gegner der SG BBM Bietigheim vom vergangenen Sonntag in der DELO EHF Champions League. Entsprechend wurde ihr nächstes Bundesligaspiel gegen Bayer Leverkusen abgesagt. Auch die Organisatoren der Frauenhandball-Europameisterschaft stehen derzeit vor Problemen. So hat sich nur zweieinhalb Wochen vor Beginn der diesjährigen Handball-Europameisterschaft der Frauen, aufgrund der Bewertungen der Gesundheitsbehörden, Norwegen als einer der beiden Austragungsorte des Turniers zurückgezogen. Als Ausrichter bleibt aktuell jetzt nur noch Dänemark übrig.

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