„Flames“ wollen mit mehr Aggressivität beim VfL Oldenburg punkten

Frauenhandball-Bundesliga: Gegner hat aufgrund Corona-Infektionen erst ein Spiel absolviert

Zusammenhalten und den Auftritt vom vergangenen Wochenende wegstecken wollen die Bundesligahandballerinnen der „Flames“ bei ihrem Auswärtsauftritt am kommenden Samstag (18.) beim VfL Oldenburg. Bild © Andrea Müller

Die Unsicherheit ist erstmal da. Wo stehen die Bundesligahandballerinnen der „Flames“ wirklich? Nach einem starken 22:22 Unentschieden beim Thüringer HC, folgte am vergangenen Wochenende ein weniger berauschender Auftritt mit einer deftigen 28:36 Heimniederlage gegen die Sport Union Neckarsulm. Ein Gegner, den die HSG Bensheim/Auerbach noch vor der Partie als Gegner auf Augenhöhe ansah. Jetzt folgt am Samstag (18.), um 18 Uhr, das nächste Auswärtsspiel im hohen Norden beim VfL Oldenburg. Aber auch der VfL ist derzeit nur schwer einzuschätzen. Den Saisonauftakt gegen den Buxtehuder SV musste kurzfristig. wegen Corona-Fälle im VfL-Team abgesagt werden. Am Mittwoch vor einer Woche gab es schließlich verspätet das erste Saisonspiel und wenig überraschend zuhause eine 20:30 Niederlage gegen den amtierenden Deutschen Meister Borussia Dortmund. Damit standen der Mannschaft aufgrund häuslicher Quarantäne nur 11 Spielerinnen zur Verfügung.

Das Auswärtsspiel der „Flames“ gegen den VfL Oldenburg wird am Samstag (18.), um 18 Uhr, live im Internet auf www.sportdeutschland.tv unter https://sportdeutschland.tv/handball-bundesliga-frauen/hbf-vfl-oldenburg-vs-hsg-bensheim-auerbach-1 übertragen.

Gegner schwer einzuschätzen

Für die „Flames“ gilt „Mund abputzen, weiter geht`s“, die Enttäuschung wegstecken, das Spiel abhaken. Inwieweit die Oldenburger nach einer eineinhalbwöchigen Pause noch personell gebeutelt sind, bleibt erstmal abzuwarten. Der Kader des VfL blieb zur neuen Saison recht stabil. Lediglich drei Abgängen -darunter allerdings auch die deutsche Nationalspielerin, Rechtsaußen Jenny Behrend, zur SG BBM Bietigheim- standen vier Neuzugänge gegenüber. An Land ziehen konnte der letztjährige Tabellensiebte Nationalspielerin Maike Schirmer, welche von Toulon/Frankreich zum VfL zurückkehrte. Dort jagte die Flügelspielerin bereits von 2008 bis 2016 dem runden Leder nach. Die „Flames“ selbst müssen nach wie vor auf ihre vier Langzeitverletzten verzichten.   

Für die „Flames“ wird dies alles allerdings eher eine ungeordnete Rolle spielen, gilt der Blick doch erstmal dem eigenen Team. Insbesondere in der Abwehr erwartet Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm nach dem „zu braven Auftritt“ am vergangenen Wochenende mehr Aggressivität und Zugriff. 36 Gegentore waren für eine eigentlich abwehrstarke Mannschaft definitiv zu viel. Die Bilanz der letztjährigen Saisonspiele waren gegen den VfL ausgeglichen. So holte jedes Team seine zwei Punkte auf gegnerischem Terrain. In der Gesamtheit hat allerdings der Gastgeber aus dem Norden seit 2013 deutlich die Nase vorne. Sechs Niederlagen der „Flames“ stehen nur zwei Siege gegenüber, dreimal trennte man sich mit einem Remis.   

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