„Flames“ zeigten Favoriten Bietigheim die Zähne

Frauenhandball-Bundesliga: Starke Vorstellung bei 32:29 Heimniederlage

Coaching: Ihre Mannschaft gut eingestellt hatte Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm. Nach einer starken Leistung verlor ihr Team am heutigen Abend (11.) allerdings gegen den haushohen Favoriten SG BBM Bietigheim mit 32:29. Bild © Andrea Müller

Mit dem zweifachen Deutschen Meister und international erfahrenen SG BBM Bietigheim stellte sich am heutigen Mittwochabend ein nicht nur auf der Papierform übermächtiger Gegner für die Bundesliga-Handballerinnen der „Flames“ in der Weststadthalle vor. Allein der Kader, bespickt mit Nationalspielerinnen, spielt für die HSG Bensheim/Auerbach praktisch in einer anderen Liga. Eine Ausganglage, welche die „Flames“ über die gesamte Spielzeit allerdings nicht sonderlich beeindruckte. Spürbar wollten die Spielerinnen eine Wiedergutmachung für ihre schlechte Leistung bei der Pokal-Niederlage in Blomberg-Lippe und gestalteten das Spiel nicht nur in der Anfangsphase ausgeglichen. Mehrmals lagen zunächst die Bensheimerinnen bis zur 10. Minute (7:6) in Front, ehe sich Bietigheim erstmals einen Zwei-Tore-Vorsprung erarbeiten konnte.

„Flames“ unbeeindruckt

Dann kamen die Gäste langsam aber sicher ins Rollen. Leichtfertig vergebene Chancen auf der Flames-Seite und trockene Treffer von Bietigheim. In der 22. Minute führte der Favorit mit 13:9 und konnte erstmals einen Vier-Tore-Vorsprung herauswerfen. Es folgte allerdings eine starke Phase der „Flames“, die HSG blieb dran und konnte auf 14:15 verkürzen, ehe in der Schlussphase der ersten Hälfte leichte Bälle versprangen und Bietigheim den Vorsprung wieder zum 14:17 ausbauen konnte. Überragend in der ersten Hälfte: Ines Ivancok, die gegen ihren ehemaligen Mannschaftskameradinnen alleine sechs von ihren neun Toren im ersten Durchgang erzielte. Eine starke Leistung zeigte über die gesamte Partie auch Flames-Torhüterin Helen van Beurden, die mit schnellen Reaktionen ihr Team im Spiel hielt. 

Ausgeglichene Partie

Der zweite Durchgang begann gleich mit einem Treffer von Elisa Stuttfeld zum 15:17, den allerdings schon fast im Gegenzug Xenia Smits wieder zum 15:18 egalisierte. Weitere Treffer von Ines Ivancok und Lisa Friedberger verkürzten den Spielstand auf 17:18. Die „Flames“ waren im Vergleich zum jüngsten Pokalspiel wie verwandelt. Man merkte den Bensheimerinnen an, dass sie gegen einen so übermächtigen Gegner befreit aufspielen konnten. Sarah van Gulik erzielte in der 39. Minute per Siebenmeter den überraschenden Ausgleich zum 20:20. In der 42. Minute führten die „Flames“ durch ein Tor von Elisa Stuttfeld sogar mit 22:21, ehe sich Bietigheim wieder fing und zunächst mit 23:22 in Führung ging. Bis zur 47 Minute bauten die Gäste den Vorsprung wieder auf drei Tore aus. Aber das Spiel blieb ausgeglichen, die „Flames“ blieben dran und verkürzten mehrmals auf nur ein Tor. Am Ende stand zwar eine starke Leistung der Bensheimerinnen, aber eine 32:29 Niederlage.

Eine Leistung, die auch beide Trainer in der anschließenden Pressekonferenz honorierten. „Wir waren heute nicht unbedingt die bessere aber die glücklichere Mannschaft“, resümierte Gästetrainer Markus Gaugisch. Eine Einschätzung, die auch Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm teilte. „Meine Mannschaft hat die erhoffte Reaktion gezeigt. Wir hätte heute einen Punkt verdient gehabt“, so Ahlgrimm.

Flames: Jessica Kockler, Helen van Beurden – Isabelle Hurst (2), Lotta Heider (3), Elisa Stuttfeld (2), Simone Spur Petersen, Sarah Dekker (3), Alica Soffel, Lisa Friedberger (4/1), Christin Kühlborn, Sarah van Gulik (5/3), Ines Ivancok (9) und Dionne Visser (1).

SG BBM Bietigheim: Unter anderem Antje Lauenroth (4), Kim Naidzinavicius (2/2) und Julia Maidhof (4/3)

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