Frauenhandball-Bundesliga: „Flames“ reisen zu Favorit Thüringen

„Flames“ beenden Quarantäne und wollen wieder in den Rhythmus

Von der Quarantäne zurück aufs Handballparkett sind die Bundesligahandballerinnen „Flames“. So tritt das Team am morgigen Abend nach einem 14-tägigen Training im „Home-Office“ beim Favoriten Thüringer HC an. Bild © Andrea Müller

Aufatmen bei den Flames! Seit dem 21. November konnten die Bundesliga-Handballerinnen der HSG Bensheim/Auerbach kein offizielles Match mehr bestreiten. Nach der EM-Pause war das Team mit Datum vom 23. Dezember, wegen eines positiven Corona-Tests einer Spielerin, in einer anschließenden 14-tägigen Quarantäne, aufgrund dessen die drei Liga-Spiele gegen die SV Union Halle-Neustadt und die Spitzenteams vom TuS Metzingen und Borussia Dortmund verschoben beziehungsweise neu terminiert werden mussten. Jetzt geht es endlich wieder los. Erstmals standen die Handballerinnen am gestrigen Montag wieder zum gemeinsamen Training auf der Platte, ehe es nach einer weiteren Einheit am heutigen Dienstag gleich zum Auswärtsspiel bei Thüringer HC geht. Anwurf ist am Mittwoch (6.) um 19:30 Uhr. Das Spiel wird live im Internet bei www.sportdeutschland.tv unter https://handball-deutschland.tv/hbf/hbf-thueringer-hc-vs-hsg-bensheim-auerbach-3 übertragen.

Tabelle zeigt schiefes Bild

Die Tabelle der ersten Frauenhandball-Bundesliga zeigt aktuell aufgrund der coronabedingt ausgefallenen Spiele ein eher schiefes Bild. Erst neun von 30 Spielen haben die auf Platz zehn geführten „Flames“ oder auch Saisonfavorit Borussia Dortmund absolviert, bereits 13-Mal stand Buchholz-Rosengarten auf dem Parkett. Flames-Gegner Thüringer HC weist 12 Spiele und derzeit Tabellenplatz fünf auf. Während der Thüringer HC am Wochenende mit einem deutlichen 34:17 (16:7) Kantersieg im Ostderby gegen die Wildcats der SV Union Halle-Neustadt ordentlich Selbstvertrauen sammeln konnten, mussten sich die Bensheimerinnen zwei Wochen im „Home-Office“ vorbereiten. Indes sieht Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm diese Situation relativ entspannt. „Wir versuchen positiv mit der Situation umzugehen. Vielleicht kommt uns die Quarantäne ja zugute. Wir sind ausgeruht und haben richtig Bock auf Handball“, so die Trainerin. Einen besonderen Dank richtete sie in diesem Zusammenhang an Flames-Partner Pfitzenmeier Resorts&Clubs der für das Ausdauertraining spezielle Bikes zum Indoor-Cycling zur Verfügung stellte, die von zwei Spielern des befreundeten Fußballvereins SG Gronau den Spielerinnen bis vor die Haustüre geliefert wurden.

„Flames“ vermutlich komplett

Chancenlos sieht die Trainerin ihr Team bei den Thüringerinnen allerdings nicht, haben die Ostdeutschen doch bereits vier Niederlagen in der Saison einstecken müssen und verfügen momentan über neun Minuspunkte. „Der Thüringer HC hat natürlich andere Ambitionen. Aber vielleicht können wir ja überraschen“, hofft die Trainerin. Die Bürde des Favoriten liegt trotzdem ganz klar bei der Heimmannschaft. Während die HSG Bensheim/Auerbach -negative Coronatests vorausgesetzt- komplett antreten kann, muss der Thüringer HC vermutlich noch ohne die Langzeitverletzten Meike Schmelzer und Ines Khouildi auskommen. Aufpassen müssen die „Flames“ auf Top-Scorerin Marketa Jerabkova, welche nach 12 Spielen mit 91 Toren souverän die Torjägerliste der Liga anführt. Beste Bensheimer Werferin ist -nach allerdings nur neun Spielen- Lisa Friedberger mit 52 Treffern.

Sonntag gegen Halle-Neustadt

Nach dem Spiel in Thüringen geht es übrigens bereits am Sonntag (10.) schon wieder für die „Flames“ weiter. Dann steht in der Bensheimer Weststadthalle um 16 Uhr das Nachholspiel gegen die Wildcats von der SV Union Halle-Neustadt auf dem Programm. Ein Match, in dem das Bundesligateam zwei Punkte holen will. „Da ist es gut, dass wir zuvor das Spiel gegen Thüringen haben, damit wir wieder in den Rhythmus kommen“, erklärt Heike Ahlgrimm. 

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