Jubel und Tränen beim letzten Saisonspiel

„Flames“ erreichen Platz 9 in der Abschlusstabelle der Frauenhandball-Bundesliga

Abschiedsstimmung in der Weststadthalle. Sieben Spielerinnen verlassen die „Flames“. In der Abschlusstabelle belegt die HSG Bensheim/Auerbach überraschend einen ausgezeichneten neunten Rang. © Jürgen Pfliegensdörfer - Sportsword

Es war ein spannendes Spiel für die Zuschauer. Offener Schlagabtausch zwischen den Tabellennachbarn „Flames“ und dem VfL Odenburg in der Bensheimer Weststadthalle. Insbesondere die zweite Hälfte entwickelte sich nach einem 16:16 Halbzeitstand zu einem wahren Handballkrimi. Die Führungen wechselten, mehrmals stand es unentschieden und die „Flames“ rannten meist einer knappen Führung der Niedersachsen hinterher. Fünf Minuten vor Spielende führten die Gäste noch mit 24:27 Toren. Ein Signal für die Zuschauer. Stehend feuerten sie ihr Team an, die Halle wurde wieder einmal zur „Weststadthölle“. Und die Bensheimerinnen schafften tatsächlich die Wende. Punktgenau mit der Schlusssirene machte Rafika Ettaqi ihr Abschiedsgeschenk und netzte zum 27:27 Endstand ein. Die Folge: ohrenbetäubendem Jubel von Mannschaft und Fans.

Mit 20:32 Punkten holen die Handballerinnen der HSG Bensheim/Auerbach überraschend Platz neun in der Abschlusstabelle. Schaut man nur auf die Rückrunde, so hätte die HSG mit 14:12 sogar den siebten Platz inne. Kompliment – ein Riesenerfolg für das junge Team um Trainerin Heike Ahlgrimm! Deutscher Meister wurde übrigens die SG BBM Bietigheim. Zu der Mannschaft gehören mit Antje Lauenroth, Kim Naidzinavicius und Anja Hoekstra auch drei ehemalige Flames-Spielerinnen.

Abschiedsstimmung

Nach dem großen Jubel folgten Tränen. Abschiedsstimmung: sieben Spielerinnen verlassen die „Flames“ und wurden nach Spielende gebührend von ihren Mitspielerinnen Sanne Hoekstra und Sarah van Gulik und dem tosenden Beifall der Zuschauer gewürdigt. So beenden Caroline Hettinger, Vildana Halilovic und die mit fünf Jahren „Flames-Erfahrung“ dienstälteste Spielerin, die Griechin Martha Logdanidou, ihre Karriere. Zu Ligakonkurrent Borussia Dortmund wechseln die beiden Nationalspielerinnen Merel Freriks (Niederlande) und Bogna Sobiech. Auch am Sonntag unterstrichen die beiden Spielerinnen mit ihren Toren nochmals ihren Wert für die Mannschaft. Mit sechs (Freriks) beziehungsweise fünf geworfenen Toren (Sobiech) zählten sie auch gegen Oldenburg zu den erfolgreichsten Scorer. Nicht mehr verlängert wurden auch die Verträge von Rafika Ettaqi und der dritten Torfrau Melanie Breinich.

Flames-Tore: Maidhof (8/3), Freriks (6), Friedberger (5), Sobiech (5), van Gulik, Hoekstra, Hettinger, Logdanidou und Ettaqi (je 1).

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