Knapper 33:32 Auswärtssieg der „Flames“ in Nordhessen

Einen ganz knappen 33:22 Derbysieg holten am heutigen Freitagabend (26) die „Flames“ beim Auswärtsspiel der Frauenhandball-Bundesliga gegen die Nordhessen von Bad Wildungen Vipers. Bild © Andrea Müller

Den Auftakt zum kräfteraubenden Doppelspieltag in der Frauenhandball-Bundesliga mit dem Hessen-Derby bei der HSG Bad Wildungen Vipers gestalteten die „Flames“ am heutigen Freitagabend (26.) erfolgreich. Noch im Hinspiel konnten sich die Vipers in Bensheim mit 30:27 durchsetzen und zwei wichtige Punkte mit nach Bad Wildungen nehmen. Jetzt folgte die Revanche. Mit einem ganz knappen 33:32 Auswärtssieg gestaltete diesmal die HSG Bensheim/Auerbach das Derby nach einem spannenden, kampfbetonten Spiel für sich siegreich.

Spielerinnen mit Vergangenheit beim Gegner

Derbys haben bekanntlich ihre eigenen Gesetze. Die Mannschaften kennen sich. Auch im Duell zwischen der HSG Bensheim/Auerbach und den Nordhessen aus Bad Wildungen gibt es auf beiden Seiten Spielerinnen, die in der Vergangenheit schon das Trikot der gegnerischen Mannschaft getragen haben. So sind dies auf Seiten der Vipers die ehemaligen Flammen Larissa Platen und Torhüterin Manuela Brütsch, die beide erst kürzlich ihre Verträge verlängert haben und bei den Flames die holländische Spielmacherin Sarah van Gulik sowie Türhüterin Helen van Beurden. Beide trugen bis 2016 das Trikot der Nordhessen. Gerade vor diesem Hintergrund wird von einem Derby stets ein heiß umkämpftes, packendes Duell erwartet. Das heutige Duell der beiden hessischen Bundesligamannschaft zählte genau in diese Kategorie.    

38 Tore in der ersten Halbzeit

Offener Schlagabtausch schon in den ersten Spielminuten. Die Führungen wechselten, schon nach fünf Minuten waren acht Tore zum Spielstand von 4:4 gefallen. Nach sieben Minuten führten die „Flames“ nach weiteren Toren von Simone Spur Petersen und Lisa Friedberger zum 6:4 erstmals mit zwei Toren. Die Begegnung blieb torreich. Nach 12 Minuten lautete der Spielstand bereits 9:9, es war das erwartete Spiel auf Augenhöhe. Spektakuläres Tor in der 18. Minute. In Unterzahl brachte Sarah van Gulik mit einem Fernwurf die Bensheimerinnen mit 12:11 wieder in Führung. Meist legten ab Mitte der ersten Hälfte die „Flames“ zwei Tore vor. Die Abwehrreihen bekamen mehr Zugriff, die technischen Fehler häuften sich auf beiden Seiten. Die „Vipers“ blieben allerdings dran, verkürzten regelmäßig und kamen in den 26. Minute nach längerer Zeit mit dem 17:17 wieder zu einem Ausgleich. Mit einem zu dieser Zeit gerechten 19:19 ging es schließlich in die Halbzeitpause. Nervenstark in der ersten Hälfte: Lisa Friedberger. Von drei Strafwürfen verwandelte sie deren drei. Zudem netzten Außenspielerin Kristin Kühlborn und Alica Soffel jeweils sechsmal erfolgreich ein.   

„Flames“ drehten Rückstand

Die ersten Treffer der zweiten Hälfte blieben -meist in Unterzahl der „Flames“- dem Gastgeber zum ersten Drei-Tore-Vorsprung der Partie zum 22:19 vorbehalten. Aber die Bensheimerinnen arbeiteten engagiert und verkürzten den Vorsprung. Mit drei Treffern in Folge von Sarah Dekker kamen die „Flames“ nach circa 40. Minuten erstmals wieder zum 26:26 Ausgleich. Mit ihrem siebten Treffer brachte Alica Soffel nach 45 Minuten unter großem Jubel die „Flames“ wieder mit 27:26 in Führung. Nach 51 Minuten musste sie allerdings verletzt ausscheiden. Insbesondere Sarah von Gulik war es im Anschluss vorbehalten mit drei Treffern, darunter zwei Sieben-Meter-, in dieser Phase den Vorsprung auf 31:28 auszubauen. Es kam nicht unerwartet zur spannenden Schlussphase. Die Vipers verkürzten bis zur 57. Minute auf 31:32. Nach einem Foul an Lisa Friedberger baute Sarah van Gulik eineinhalb Minuten vor Spielende mit einem verwandelten Siebenmeter den Vorsprung auf 33:31 aus, der aber postwendend wieder von Jana Scheib auf 33:32 verkürzt wurde. Der letzte Spielball war schon nach Ende der regulären Spielzeit ein Freiwurf von Bad Wildungen. Eine glanzvolle Parade von Torhüterin Helen van Beurden sicherte letztendlich den Sieg. Aufatmen bei den Bensheimer Zuschauern vor den Bildschirmen. Nach 60 Spielminuten zeigte die Anzeigetafel einen ganz knappen 33:22 Sieg für ihre Mannschaft.

Viele Zeitstrafen im Derby

Wie stark das Match umkämpft war, verdeutlichten auch die von den Schiedsrichtern ausgesprochenen Bestrafungen. Einer roten Karte sowie sechs Zeitstrafen bei Bad Wildungen standen vier Zeitstrafen der „Flames“ gegenüber. Darüber hinaus kassierten beide Teams mehrere gelbe Karten, wobei das Derby allerdings nie unfair wirkte. Beste Torschützinnen auf Flames-Seite waren Alica Soffel mit acht Toren sowie Christin Kühlborn (6) und Sarah von Gulik (5/4). Die ehemalige Flamme Larissa Platen warf übrigens 5 Tore, davon verwandelte sie drei Siebenmeter.

Am Sonntag gegen Buxtehuder SV

Bereits am Sonntag (28.) geht es nun für die „Flames“ weiter. So stellt sich um 16 Uhr die Buxtehuder SV in der Bensheimer Weststadthalle vor. Das Duell gegen die Norddeutschen ist live im Internet auf www.sportdeutschland.tv unter  HBF: HSG Bensheim/Auerbach vs. Buxtehuder SV | Handball Deutschland TV (handball-deutschland.tv) zu empfangen.

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