Re-Start für „Flames“ gegen den Thüringer HC

Frauenhandball-Bundesliga: Nach vierwöchiger häuslicher Isolation wieder erstes Bundesligaspiel/Lange Verletzungsliste der HSG

Muss krankheitsbedingt für das Heimspiel gegen den Thüringer HC am kommenden Samstag passen: Spielmacherin Sarah van Gulik. Bild © Andrea Müller

Jetzt geht es wieder los. Seit dem 3. April waren ein Großteil der Spielerinnen sowie des Trainer- und Betreuerteams der Frauenhandball-Bundesligisten „Flames“ coronabedingt auf Eis gelegt. Die Krankheitsverläufe der betroffenen Spielerinnen und Trainer waren zwar einschneidend, aber in den meisten Fällen mild bis mittel. Erst vor knapp zwei Wochen wurde die häusliche Isolation beendet und das Team begann nach medizinischen Checks wieder mit leichtem Training. Hierbei war eines klar: die Gesundheit der Spielerinnen stand im Vordergrund. Nun also der Re-Start. So warten auf die HSG Bensheim/Auerbach zwischen dem 8. und 25. Mai fünf schwere Bundesligaspiele. Das Spiel gegen den designierten Deutschen Meister, die bislang ungeschlagene Mannschaft von Borussia Dortmund, wurde mit 0:2 Punkten und 0:0 Toren bereits kampflos abgegeben.

Live-Übertragung im Internet

„Unser Ziel ist es die Saison sportlich zu Ende zu bringen. Wir sind aber noch lange nicht bei 100 Prozent unseres Leistungsvermögens“, machte Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm in einem Gespräch mit der Onlinezeitung nur wenig Hoffnungen auf Überraschungen gegen die fast allesamt in der Tabelle vor ihnen platzierten Gegner. Zumal mit Isabell Hurst, Alicia Soffel und Lotta Heider drei Langzeitverletzte in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen. So erwarten die „Flames“ am kommenden Samstag (8.), um 18 Uhr, den derzeit auf Platz fünf stehenden Thüringer HC in der Weststadthalle. Die HSG Bensheim/Auerbach hat aktuell den achten Tabellenrang inne. Das Heimspiel der „Flames“ gegen den Thüringer HC wird live im Internet auf www.sportdeutschland.tv unter https://handball-deutschland.tv/hbf/hbf-hsg-bensheim-auerbach-vs-thueringer-hc-3 übertragen.

Van Gulik fällt aus

Bei den „Flames“ sind nach wie vor die Langzeitverletzten nicht an Bord. Dazu fällt Spielmacherin Sarah van Gulik krankheitsbedingt aus. „Wir sind zwar nach den Untersuchungen wieder sporttauglich, trainieren aber nur sehr dosiert. Eine Spiel ist eine ganz andere Belastung, viele Dinge dauern noch. Aber natürlich würden wir gerne gewinnen. Dazu sind wir Sportlerinnen“, erklärte die Trainerin, welche den Gast allerdings als klaren Favorit sieht. Wohlwissend, dass es für mehrere Mannschaften noch um sehr viel geht, wollen die „Flames“ sich keine Wettbewerbsverzerrung vorwerfen lassen und wollen alles geben. Zum Hochhalten des Tempos wird sicherlich mehr durchgewechselt werden müssen, auch wird an einer Aufrüstung des Teams durch Nachwuchsspielerinnen gedacht.  

Thüringen will internationalen Startplatz

Bereits am heutigen Mittwoch (5.) reist der Thüringer HC zum Nachholspiel zum verlustpunktfreien Meisterschaftsanwärter BVB 09 Dortmund. Die Borussen befanden sich ebenfalls seit fünf Wochen in Quarantäne, so dass Thüringen durchaus Chancen wittert, geht es doch für die Erfurter noch um die Qualifizierung für internationale Wettbewerbe beziehungsweise um die Teilnahme an der  European League. Allerdings waren beim BVB nur wenige Spielerinnen von einer Infektion betroffen. Mit Blick auf internationale Plätze sieht der THC jedes Match als Endspiel an, um die direkt in der Tabelle hinter ihnen platzierte Neckarsulmer Sportunion auf Distanz zu halten. Entsprechend kämpferisch dürfte der Thüringer HC auch in Bensheim zu Werke gehen, für den Gast sind im Prinzip zwei Punkte Pflicht. Die Ausgangsposition stimmt Thüringen optimistisch. Zehn Siege in der Rückrunde, nur eine Niederlage in Blomberg, zuletzt sechs Siege in Folge. Zudem erlitten sie in der Hinrunde überraschend eine 28:32 Heimniederlage gegen die „Flames“ so dass der Gast durchaus noch eine Rechnung mit den Bensheimerinnen offen hat.

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