Spannendes Derby bescherte „Flames“ Auswärtssieg

Frauenhandball-Bundesliga: „Flames“ holen bei den Kurpfalz-Bären Ketsch zwei Punkte

Zu einem klassischen Derby entwickelte sich am heutigen Sonntagnachmittag das Frauenhandball-Bundesligaspiel zwischen den Kurpfalz-Bären Ketsch und den „Flames“. Nach einem spannenden Spiel siegte die HSG Bensheim/Auerbach mit 29:16. Unser Bild zeigt Ines Ivancok, die viermal ins gegnerische Tor traf, in einer zurückliegenden Begegnung. Bild © Andrea Müller.

Ein Derby ist nie Alltag, auch wenn ein Blick auf die aktuelle Tabellensituation der Frauenhandball-Bundesliga in diesem Jahr eigentlich weniger Spannung versprach. Aber eben nur eigentlich: ein Derby-Feeling macht oftmals ungeahnte Kräfte bei den Spielerinnen frei. Zwar können in Corona-Zeiten die fehlende Stimmung von den Tribünen das Geschehen auf dem Handball-Parkett nicht beeinflussen, aber mit der Intensität auf dem Feld hatte das auch diesmal wenig zu tun. „Wir sind definitiv Favorit. Dieses Derby wollen und müssen wir gewinnen“, sagte bereits im Vorfeld des heutigen (1. November) Frauenhandball-Bundesligaspiels zwischen den Kurpfalz-Bären Ketsch und den „Flames“ Trainerin Heike Ahlgrimm.  

Typisches Derby in der ersten Hälfte

Wie erwartet begann das Spiel am Nachmittag auch wie ein Derby. Die „Flames“ kamen schlecht ins Spiel, Abspielfehler häuften sich und in der 12. Minute lag der Favorit aus Bensheim mit 5:3 im Hintertreffen. Auszeit für die die HSG Bensheim/Auerbach. Die Trainerin fand offensichtlich die richten Worte, nach 16 Minuten führten die „Flames“ mit 7:5. Aber es blieb spannend. In der 24. Minute führte erneut die Heimmannschaft, jetzt mit 10:9. Insbesondere einer nicht nur in der Schlussphase der ersten Halbzeit gut aufgelegten Sarah von Gulik war es zu verdanken, dass die Bensheimerinnen mit einem 14:12 Führung in die Pause gehen konnten. Die Niederländerin netzte in der ersten Hälfte viermal ein.   

Schlussphase wurde zum Krimi

Das erste Tor in der zweiten Hälfte warfen die „Flames“ durch einen herrlichen Treffer von Sarah Dekker. Ein zunächst beruhigender Drei-Tore-Vorsprung den die Bensheimerinnen auch bis zur 45 Minute hielten, dann verkürzte die Bären in Überzahl und mit einem Siebenmeter auf 23:24. Es wurde ein Nervenspiel, Holztreffer auf beiden Seiten, mehrmals hatten die Hausherrinnen die Chance zum Ausgleich. Die Schlussphase wurde zum Krimi. Sarah Dekker und Isabelle Hurst setzten mit ihren Toren zum 26:29 den über die gesamte Partie gesehenen verdienten siegreichen Schlusspunkt. „Es war schwer die Punkte einzusammeln“, resümierte eine erleichterte Heike Ahlgrimm.

Flames: Jessica Kockler, Helen van Beurden – Isabelle Hurst (4), Lotta Heider (1), Elisa Stuttfeld (3), Simone Spur Petersen, Sarah Dekker (6), Alica Soffel (2), Lisa Friedberger (3), Christin Kühlborn, Sarah van Gulik (7/2), Ines Ivancok (4), Julia Niewiadomska und Dionne Visser (1).

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