Überragende erste Halbzeit reicht zum Auswärtssieg

„Flames“ machen es bei den Kurpfalz-Bären Ketsch unnötig spannend

War ein Sieggarant für die „Flames“ beim Auswärtsspiel bei den Kurpfalz-Bären Ketsch: die junge niederländischen Außenspielerin Sarah Dekker. Bild © Andrea Müller

Erste Halbzeit deutlich mit neuen Toren Vorsprung gewonnen, zweite Halbzeit mit sechs Toren verloren. Zwei grundverschiedene Halbzeiten prägten am gestrigen Abend das Lokalderby der Frauenhandball-Bundesliga zwischen den „Flames“ und den Kurpfalz Bären Ketsch. Die HSG Bensheim/Auerbach machte es in der Neurotthalle in Ketsch unnötig spannend, schaukelte das Spiel aber letztendlich mit 30:33 (12:21) über die Ziellinie. Unter Strich bleiben zwei wichtige Punkte für die „Flames“ und mit 12:16 Punkten weiter Tabellenplatz acht auf der Habenseite. Das Handballderby wurde live im Free-TV auf Eurosport übertragen.

Sarah Dekker stark

Die „Flames“ begannen furios. Bis zum 3:4 hielten die Kurpfalz-Bären noch mit, dann kamen die Bensheimerinnen ins Rollen und trafen nach Belieben. Mit 12:21 ging es in die Pause. Ganz stark in den ersten zwanzig Minuten: die junge Außenspielerin Sarah Dekker, die in diesem Zeitraum alleine fünfmal einnetzte. Auch Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm bezeichnete die Vorstellung ihrer Mannschaft in der ersten Hälfte als „wahnsinnig gut und schwer zu wiederholen“.

Zweite Hälfte Ketsch am Drücker

Anders die zweite Hälfte. Ketsch kam zurück und holte Tor um Tor auf. Zu viele vergebene Chancen auf der Bensheimer Seite und eine große Leidenschaft auf Seiten der Kurpfalz Bären brachten die HSG Bensheim/Auerbach nochmal in die Bredouille. Bis zur 54 Minute kam das Tabellenschlusslicht bis auf zwei Tore an die „Flames“ heran. Dann war es erneut die an diesem Tag stark auftrumpfende Sarah Dekker, die mit zwei Toren in den Schlussminuten den Gastgeber auf Abstand hielt. Zu pass kam den Bensheimerinnen in dieser Phase auch eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Ketsch. Letztendlich brachten die „Flames“ das Spiel mit 30:33 nach Hause. „Wir haben die zwei Punkte“, resümierte glücklich Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm.  

Flames: Helen van Beurden, Jessica Kokler – Romana Gerisch, Elisa Stuttfeld (3), Sarah Decker (8), Sanne Hoekstra, Lisa Friedberger (1/1), Christin Kühlborn (4), Caroline Hettinger (3), Sarah van Gulik (5/2), Julia Maidhof (3) Julia Niewiadomska und Ines Ivancok (6).

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