Zehn Minuten entschieden Niederlage

Frauenhandball-Bundesliga: „Flames“ verlieren gegen Tabellenführer Borussia Dortmund

Eine 28:34 Heimniederlage in der Frauenhandball-Bundesliga erlitten am heutigen Samstagabend (15.) die „Flames“ gegen Tabellenführer Borussia Dortmund. Unser Bild zeigt Torjägerin Julia Maidhof, die elf Treffer erzielte und zur Spielerin des Tages gewählt wurde. Bild © Andrea Müller.

Zehn Minuten vor der Halbzeitpause waren letztendlich spielentscheidend und maßgebend für die 28:34 Niederlage der „Flames“ im Heimspiel gegen Tabellenführer Borussia Dortmund in der Frauenhandball-Bundesliga. Sage und schreibe 1540 Zuschauer fanden sich in der Bensheimer Weststadthalle ein und sahen von Beginn eine engagierte Mannschaft der HSG Bensheim-Auerbach. Bis zur 22 Minute präsentierten sich die Bensheimerinnen mit dem Favoriten auf Augenhöhe, lagen lange in Führung bis in der 23 Minute der Gast erstmals in Führung ging. Borussia Dortmund bleibt letztendlich nach dem 28:34 Auswärtssieg weiter als verlustpunktfreier Tabellenführer das Maß aller Dinge; die „Flames“ haben weiter einen guten Platz acht inne.

Rückstand hinterhergerannt

„In dieser Spielphase hatten wir alles richtig gemacht, dann brachten wir einfach den Ball nicht mehr ins Tor unter“, erklärte Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm den Spielverlauf bis zur Halbzeit. Was folgte war in sieben Minuten ein starker 6:0 Lauf der Borussen, in denen der HSG einfach kein Tor gelingen wollte, so dass es doch relativ deutlich mit 14:20 Toren in die Pause ging. „Die zweite Halbzeit ging zwar unentschieden aus, wir rannten aber immer dem Rückstand hinterher“. Auch die Zuschauer hatten in der zweiten Halbzeit nicht das Gefühl, dass die „Flames“ trotz einem engagierten Auftreten das Spiel noch drehen könnte. „Wir waren nicht optimal vorbereitet, wussten aber, dass Bensheim eine starke Anfangsphase spielen wird. Wir haben uns zurückgekämpft. Dann ist das Spiel gekippt“, analysierte Gästetrainer André Fuhr, dessen Team mit einem souveränen Auftritt in der zweiten Hälfte „nichts mehr anbrennen ließ“. „Die bessere Mannschaft hat gewonnen“, zog Heike Ahlgrimm ein nüchternes Fazit.

Julia Maidhof traf elfmal

Nicht wie gewohnt so recht zum Zuge kam bei den Borussen die letztjährige Flamme Bogna Sobiech, die gleich in der Anfangsphase einen Siebenmeter verwarf und als Zweitplatzierte der Scorertabelle der Liga für ihre Verhältnisse „nur“ zwei Mal ins gegnerische Netz traf. Verletzungsbedingt nicht dabei war die ehemalige Flamesspielerin Merel Freriks. „Sie ist für uns in Abwehr und Angriff gleichermaßen eine wichtige Spielerin und wird nächste Woche wieder das Training aufnehmen könnte“, äußerte André Fuhr auf Nachfrage. Auch der für die kommende Saison verpflichtete Bensheimer-Neuzugang Leonie Kockel fand sich auf Dortmunder Seite nicht auf dem Spielberichtsbogen.  

Spielerin des Tages wurde auf Seiten der „Flames“ die mit elf Toren erfolgreichste Torschützin Julia Maidhof. Als nächster Gegner stellt sich nun am kommenden Samstag (22.), um 17:30 Uhr, der Tabellendritte TuS Metzingen in der Weststadthalle vor. „Wir werden uns nicht verstecken“, so Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm in der Pressekonferenz.

Flames: Helen van Beurden, Jessica Kokler – Romana Gerisch, Elisa Stuttfeld, Sarah Decker (4), Isabell Hurst (1), Sanne Hoekstra, Romana Gerisch, Lisa Friedberger (4/2), Christin Kühlborn (2), Caroline Hettinger (1), Sarah van Gulik (2), Julia Maidhof (11/5) Julia Niewiadomska und Ines Ivancok (3).

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