Zu viele Fehler besiegelten Niederlage der „Flames“

Frauenhandball-Bundesliga: Verdienter Sieg im Hessen-Derby für Bad Wildungen Vipers

Auch das Einschwören Ihres Teams durch Trainerin Heike Ahlgrimm (Dritte von rechts) nützte letztendlich nicht viel. Die „Flames“ kassierten im Hessen-Derby der Frauenhandball-Bundesliga eine 27:30 Niederlage gegen die HSG Bad Wildungen Vipers.

Es waren einfach zu viele Fehler. Eine letztendlich verdiente 27:30 Niederlage kassierten am heutigen Samstagabend (10. Oktober) die „Flames“ im Hessen-Derby der Frauenhandball-Bundesliga gegen die HSG Bad Wildungen Vipers. In keiner Phase des Spiels konnten die Bensheimerinnen in der Weststadthalle ihre zuletzt gezeigten guten Leistungen abrufen. „27 von uns geworfene Tore sind in Ordnung, aber 30 Gegentore einfach zu viel. Der Sieg von Bad Wildungen ist verdient“, verdeutlichte Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm. Begleitet wurde das Bundesligaspiel auch von einem Kamerateam des Hessischen Rundfunks. Eine Aufzeichnung wird am morgigen Sonntagabend in der Hessenschau, um 19:30 Uhr, gezeigt.

„Flames“ liefen stets Rückstand hinterher

Mit 8:0 Punkten gingen die „Flames“ in das Spiel gegen die Nordhessen und hatten den Anspruch ihre weiße Weste zu behalten und -natürlich auch begünstigt durch die unterschiedlichen Spielansetzungen in der Liga- Platz eins in der Tabelle zurückzuerobern. „Alle haben nur noch von der Tabellenführung geredet. Mit diesem Anspruch kam das Team vielleicht nicht klar. Vielleicht kommt jetzt ein bisschen Ruhe rein“, analysierte die Trainerin, die schon im Vorfeld vor den Vipers warnte. „Sie sind nach meiner Meinung, trotz ihres unglücklichen Saisonstarts, stärker als in der vergangenen Saison“. Eine Einschätzung, die aus Sicht der HSG Bensheim/Auerbach leider zutraf.  So lief nach dem 1:0 von Christin Kühlborn lange Zeit nicht mehr viel zusammen und der Gast führte schnell mit 2:5. Erstmals konnten die „Flames“ zum 9:9 wieder ausgleichen und führten sogar 11:9, ehe sich plötzlich wieder Fehler in Angriff und Abwehr einschlichen und die „Flames“ fortan einen Rückstand hinterliefen. Mit einer 15:16 Führung für die Vipers ging es in die Pause.

Überzahlspiel der „Flames“ nützte nichts

Das erste Tor in der zweiten Hälfte war den „Flames“ vorbehalten: 16:16 durch Kreisläuferin Dionne Visser. Es blieb die letzte Möglichkeit für die Bensheimerinnen das Derby zu Drehen. Die Vipers brachten ihre Leistung, die „Flames“ die Fehler. Zudem bissen sich die Bensheimerinnen an der starken Gästetorhüterin, der ehemaligen Flamme Manuela Brütsch, regelrecht „die Zähne aus“, kam diese doch auf eine Quote von 33,3 gehaltene Bälle. Zu wenig machte die HSG Bensheim/Auerbach auch aus ihrem Überzahlspiel. Während die „Flames“ drei Zwei-Minuten-Strafen absitzen mussten, standen bei den Vipers immerhin sieben zu Buche. In der 42. Minute führten die Nordhessinnen mit fünf Toren, die Hoffnungen auf einen weiteren Sieg schwanden. Eine Chance zum abermaligen Ausgleich hatten die „Flames“ in der 52 Minute, als man bis auf 27:28 herankam. Es reichte nicht. Endstand 27:30. „Alle haben heute ihre Leistung gebracht. Ich konnte beliebig durchwechseln“, freute sich Gäste-Trainerin Tessa Bremmer. „Auswärtssieg, Auswärtssieg“, jubelten die Gäste – durchaus verdient.

Flames: Jessica Kockler, Helen van Beurden – Isabelle Hurst (2), Leoni Kockel (4), Lotta Heider (2), Elisa Stuttfeld (2), Simone Spur Petersen, Sarah Dekker, Alica Soffel (2), Lisa Friedberger (8/3), Christin Kühlborn (1), Sarah van Gulik, Ines Ivancok (3), Julia Niewiadomska und Dionne Visser (2).

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