Zweite Niederlage in Folge für die „Flames“

Frauenhandball-Bundesliga: Zu viele Fehlwürfe bei der 32:29 Niederlage in Buxtehude

Bewies sich wieder als sichere Schützin vom Punkt: Lisa Friedberger. Fünf von sechs geworfenen Siebenmetern landeten im Netz. Bild © Andrea Müller

Auch nach der jüngsten Heimniederlage gegen Bad Wildungen Vipers sahen sich die Bundesligahandballinnen der HSG Bensheim/Auerbach am heutigen Nachmittag (17. Oktober) durchaus beim Buxtehuder SV nicht chancenlos, wenn auch statistisch gesehen die „Flames“ beim BSV ein gerngesehener Gast sind. Konnten doch die Bensheimerinnen bei den Norddeutschen bislang noch nicht gewinnen. Um es vorweg zu nehmen: es blieb dabei. Zweite Saisonniederlage in Folge für die „Flames“. 32:29 lautete der Endstand in einer vor 410 Zuschauern zugelassenen spannenden Handballpartie. „Wir sind natürlich total enttäuscht. 17 Fehlwürfe, zehn technische Fehler. Damit kann man kein Spiel gewinnen“, resümierte in der anschließenden Pressekonferenz Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm.

Offener Schlagabtausch

Offener Schlagabtausch in den ersten Spielminuten, wechselnde Führungen, gelbe Karten, Zeitstrafen. Es war alles drin. Ein Spiel mit viel Spannung zwischen dem Buxtehuder SV und den „Flames“ in der Frauenhandball-Bundesliga. Vor dem Hintergrund, dass sich Buxte in der vergangenen Woche eine Abwehrschlacht gegen Bayer Leverkusen (17:16) mit einem für Handballverhältnisse eher wenigen Toren lieferte, bekamen die Zuschauer diesmal ein größeres Spektakel geboten. 19 Tore (10:9) bis zur 16. Minute, dann konnten die Norddeutschen erstmals einen Drei-Tore-Vorsprung bis zum 12:9 herauswerfen. Heike Ahlgrimm reagierte mit einer Auszeit, gab Anweisungen und die Bensheimerinnen verkürzen sofort auf 12:11. Letztendlich ging es mit 16:14 für die Gastgeber in die Pause.  

Buxtehude hält Vorsprung

Gleiches Bild in der zweiten Hälfte. Meist führte der Buxtehuder SV mit zwei Toren und gab die Führung bis zum Schlusspfiff auch nicht mehr ab. In der 46. Minute gelang dann den Norddeutschen zum zweiten Mal ein Drei-Tore-Vorsprung. Heike Ahlgrimm, die als Spielerin selbst für Buxte Handball spielte, stellte ab sofort auf eine offene Deckung um. Eine Maßnahme, die zunächst auch griff. Spannend die Schlussphase. 30:29 lautete der Spielstand zwei Minuten vor Schluss. Die „Flames“ im Ballbesitz. Mit einer überragenden Parade hält Torhüterin Katharina Filter einen Wurf der ansonsten sehr stark aufspielenden Sarah Dekker. Schon im Gegenzug die Entscheidung: Lone Fischer trifft zum 31:19. Die Gastgeber brachten das Spiel schließlich mit 32:29 sicher über die Runden.

Verdienter Sieg der Norddeutschen

„29 auswärts geworfene Tore sind richtig gut. Aber wir haben halt auch 32 Gegentore bekommen. Vielleicht steckte den Spielerinnen auch die achtstündige Busfahrt in den Knochen. Aber als Ausrede will ich das nicht verstanden wissen. Buxtehude hat heute verdient gewonnen“, verdeutlichte Heike Ahlgrimm. Auch Heimtrainer Dirk Leun sah einen verdienten Sieg seines Teams. „Wir haben zu unseren Tugenden zurückgefunden und Tempohandball gespielt. Wir haben gezeigt, dass wir nicht nur verteidigten können“. Die Liga selbst sehen beide Trainer in dieser Saison übrigens als sehr ausgeglichen an. „Vorne die großen Drei, dann wird es mit offenen Ausgang ungemein spannend.“

Flames: Jessica Kockler, Helen van Beurden – Isabelle Hurst (3), Lotta Heider (0), Elisa Stuttfeld (1), Sarah Dekker (7), Alica Soffel (2), Lisa Friedberger (8/5), Christin Kühlborn (2), Sarah van Gulik (3/1), Ines Ivancok (3), Julia Niewiadomska und Dionne Visser.

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