Bensheim: Unwetter treibt die Einsatzzahlen in die Höhe

Zu mehreren Unwettereinsätzen wurde die Freiwillige Feuerwehr Bensheim im Juni dieses Jahres gerufen. Bild © ff bensheim

Angestiegen sind im Vergleich zum ersten die Einsatzahlen des zweiten Quartals des Jahres 2021 und lagen mit 84 deutlich darüber. So setzten sich die Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr Bensheim aus 13 Brand- und 50 Hilfeleistungseinsätzen sowie 21 Fehlalarmen zusammen. 

Person in Wohnung eingeschlossen

Am 5. April um 11:05 Uhr wurden die Bensheimer Brandschützer mit dem Einsatzstichwort „H1Y – Person eingeschlossen in Wohnung/Aufzug“ in die Nibelungenstraße alarmiert. An der Einsatzstelle angekommen, waren Polizei und Rettungsdienst bereits vor Ort. Die Feuerwehr stellte eine zweiteilige Steckleiter, über welche die Polizei durch ein geöffnetes Fenster in die Wohnung einstieg und dem Rettungsdienst die Wohnungstür von innen öffnete. Anschließend wurde der Patient rettungsdienstlich betreut.

Zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage wurden die Bensheimer Feuerwehrmänner und -frauen am 16. April in ein Fachmarktzentrum alarmiert. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte waren die Märkte bereits geräumt. Nach einer Erkundung durch den Einsatzleiter wurde die ausgelöste Brandmeldeanlage vorgefunden. Jedoch konnte kein Auslösegrund des Melders durch Hitze oder Rauch festgestellt werden. Die Anlage wurde durch die Feuerwehr zurückgesetzt.

Zelt brannte an der A5

Zu einem Brandeinsatz wurden die Brandschützer am 20. April mit dem Stichwort „F1 – sonstiger Brand“ auf die Bundesautobahn 5 gerufen. Auf dem Feld in unmittelbarer Nähe der Autobahn war ein Zelt in Brand geraten. Nach dem Absichern des Standstreifens wurde das Feuer mit einem Schnellangriffsschlauch abgelöscht und die Einsatzstelle an die Polizei übergeben.

Mit dem Stichwort ,,F2Y – brennt Zimmer‘‘ alarmierte die Leitstelle die Einsatzkräfte am 1. Mai um 3:41 Uhr in ein Hochhaus. Beim Eintreffen an der Einsatzstelle waren die Polizei und der Rettungsdienst vor Ort und konnten bereits einen Zutritt zur Wohnung sicherstellen. Glücklicherweise handelte es sich nur um angebranntes Essen, welches die Wohnung leicht verrauchte. Die Wohnung wurde durch die Feuerwehrmänner und -frauen belüftet.  

Am Abend wurden die Retter dann zu einem Gaseinsatz in die Fröbelstraße alarmiert. Vor Ort strömte Gas aus einem Heizpilz aus. Das daraus entstandene Feuer konnte bereits von den Bewohnern abgelöscht werden. Die Gasflasche wurde dennoch von den Einsatzkräften mit einem C-Rohr gekühlt und geleert. Verletzt wurde niemand.

Blitzeinschlag in Baum

Ein Blitz schlug am 7. Mai in einem Baum am Leimenberg ein. Dieser drohte anschießend auf ein Haus des benachbarten Grundstücks zu fallen. Das Ordnungsamt sicherte die Einsatzstelle ab. Mit Hilfe des Technischen Hilfswerks und des Zweckverbands KMB wurde der Baum von den Einsatzkräften vorsichtig abgetragen. Glücklicherweise gab es lediglich kleinere Beschädigungen an einem benachbarten Zaun.

Mehrere Unwettereinsätze im Juni

Der Juni begann mit der Alarmierung „H1 – Hubschrauberlandung“ am Feuerwehrhaus. Die Freiwilligen sicherten dabei das Landegebiet des Rettungshubschraubers mit zwei Fahrzeugen ab. Nach der Übergabe des Patienten aus dem Rettungswagen in den Hubschrauber, konnte der Einsatz nach rund 30 Minuten beendet werden.

Am Abend des 14. Juni alarmierte die Leitstelle die Einsatzkräfte zu einer vermutlich hilflosen Person, welche im Badesee in Bensheim zu ertrinken drohte. Während der Einsatzfahrt zum Unglücksort konnte über Funk Entwarnung gegeben werden. Der Patient konnte durch die anwesenden Rettungsschwimmer aus dem See gerettet werden. Die Einsatzkräfte sicherten daraufhin den angeforderten Rettungshubschrauber bei der Landung und beim Start auf dem Festplatz ab.

Das schon im Voraus gemeldete Unwetter am 29. Juni löste bei den Feuerwehren der Stadt Bensheim ein Großaufgebot aus. Als die Funkmeldeempfänger um 16:11 Uhr das Stichwort „H2 Unwetter – mehrere Einsätze“ anzeigten, eilten die Brandschützer zu ihren Feuerwehrhäusern und rückten im ganzen Stadtgebiet aus. Neben vollgelaufenen Kellern, Tiefgaragen und Fußgängerunterführungen mussten auch Sturmschäden beseitigt werden. Da sich die Einsatzzahlen innerhalb kurzer Zeit auf circa 20 erhöhten, unterstützen die Kameraden aus Auerbach, Schwanheim und Langwaden neben ihren Einsätzen auch die Kameraden aus Mitte. Die Einsätze wurden bis in die Abendstunden abgearbeitet.

Jugendfeuerwehr übt wieder

Durch den Rückgang der Corona-Inzidenzwerte konnten die praktischen Übungen der Züge sowie der Jugendfeuerwehr im Juni wieder aufgenommen werden. Auch die Sitzungen des Feuerwehrausschusses sowie des Vorstandes konnten wieder präsent im Feuerwehrhaus stattfinden. (red)

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