Corona: Kriminelle mit neuer Enkeltrick-Masche

Kriminelle nutzen Angst um Corona-Virus aus

Kriminelle schrecken wirklich vor nichts zurück. So nutzt der „falsche Enkel“ am Telefon aktuell die Angst um das Corona-Virus aus, um ältere Menschen um ihr Geld zu bringen, teilte die Pressestelle des Polizeipräsidium Südhessen am heutigen Vormittag (19.) in einer Pressemdlung mit.

Betroffene gingen nicht auf Masche ein

In Mörfelden-Walldorf riefen die Kriminellen im Laufe des Mittwochs (18.) zwei Seniorinnen an und gaben sich Freund der Enkelin sowie im anderen Fall als Krankenhausarzt aus. Bei beiden Versuchen gaben die Anrufer vor, dass sich die Verwandten mit dem Virus infiziert hätten und nun dringend Geld für ein teures Gegenmittel aus den USA benötigten.

In Klein-Gerau und Worfelden baten die bislang noch unbekannten Täter zunächst an, für die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger einkaufen zu gehen. Im weiteren Verlauf der Telefonate erwähnten die Täter dann jedoch, viel Geld verloren zu haben und jetzt mehrere Tausend Euro zu benötigen. Keine der Angerufenen ging jedoch auf die Masche ein.

Spiel mit der Angst

Wie beim klassischen Enkeltrick spielen die Kriminellen mit der Angst ihrer Opfer um Angehörige. Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang eindringlich davor, Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen zu übergeben. Personen, die von erkrankten Angehörigen telefonisch kontaktiert werden, sollten bei Geldforderungen besonders misstrauisch werden:

   - Fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, den Namen des 
     Enkels, der Nichte usw. selbst zu nennen. Lassen Sie sich nicht 
     dazu verleiten, Namen zu erraten.
   - Wenn Sie Anrufer nicht sofort erkennen: Fragen Sie nach Dingen /
     Begebenheiten, die nur der echte Verwandte kennen kann.
   - Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen 
     Verhältnissen preis.
   - Wenden Sie sich sofort an die Polizei unter 110, wenn Sie einen 
     Betrug vermuten. (pol)

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