Mehr Prävention, mehr Kontrollen: Hessische Polizei intensiviert Maßnahmen gegen Einbrecher

Sommerkampagne gegen Wohnungseinbruch startet

Die Rollläden sind geschlossen, der Briefkasten ist überfüllt, das Auto vor der Haustür wurde seit Tagen nicht bewegt – Einbrecher wissen: Die Bewohner sind weg, die Gefahr, auf frischer Tat ertappt zu werden, ist gering. Die Urlaubszeit bietet Kriminellen Jahr für Jahr günstige Bedingungen. Darum erhöht die hessische Polizei vor und während der Sommerferien erneut den Verfolgungsdruck gegen Einbrecher. Bürgerinnen und Bürgern von Nord- bis Süd- und West- bis Osthessen werden zudem zusätzliche Präventionsangebote gemacht.

Weniger Wohnungseinbrüche in Hessen

Die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Beschränkungen haben nicht nur für einen Rückgang an Allgemeinkriminalität gesorgt, sondern auch Einbrecher ausgebremst. Die positive Entwicklung der vergangenen Jahre im Bereich des Wohnungseinbruchsdiebstahls (kurz WED) in Hessen hat sich noch einmal verstärkt: Waren in der Polizeilichen Kriminalstatistik 2011 noch 10.874 Taten (davon 4.512 Versuche) erfasst, hat sich die Fallzahl mit 5.165 Taten (davon 2.465 Versuche) im Jahr 2020 mehr als halbiert. „Das ist der niedrigste Wert seit Einführung der EDV-basierten Erfassung 1971“, sagt Andreas Röhrig, kommissarischer Präsident des Hessischen Landeskriminalamts. Für die hessische Polizei sind diese Zahlen jedoch kein Grund, sich auszuruhen – schließlich ist jede Straftat eine zu viel. Andreas Röhrig: „Wir wissen, dass ein Einbruch eine starke psychische Belastung für die Opfer darstellt, und dass die Tat häufig noch Monate nachwirkt.“ Die hessische Polizei geht daher auch in diesem Jahr mit ihrer Sommerkampagne entschlossen gegen Einbrecher vor.

Sommerkampagne der Polizei

Noch bis Freitag, 27. August, werden Kontrollen im öffentlichen Raum verstärkt, insbesondere in Gebieten, die in der Vergangenheit vermehrt von Einbrüchen betroffen waren. „Mit dem im Hessischen Landeskriminalamt entwickelten Computerprogramm „KLB-operativ“ steht der gesamten hessischen Polizei eine etablierte Prognosesoftware zur Verfügung. Einbruchsserien und -schwerpunkte lassen sich frühzeitig erkennen, Gegenmaßnahmen können getroffen werden“, erläutert Andreas Röhrig.

Um die Bevölkerung zu sensibilisieren, wird die hessische Polizei ihre Sommerkampagne medial begleiten. Zudem können Interessierte sich bei zusätzlichen Präventionsangeboten darüber informieren, wie sie ihre eigenen vier Wände sicherer machen können. „Es gibt verschiedene Wege, Einbrechern das Leben schwer zu machen“, sagt Thomas Lorenz, Leiter der Zentralstelle für Kriminalprävention im Hessischen Landeskriminalamt. „Zum einen hilft der Einbau von Sicherungstechnik dabei, dass Einbrecher ihr Vorhaben abbrechen. Aber auch durch das richtige Verhalten und eine aufmerksame, sensibilisierte Nachbarschaft können Einbrüche verhindert werden“, sagt der Erste Kriminalhauptkommissar.

Polizeipräsidien machen Beratungsangebote

Pro Jahr führt die hessische Polizei durchschnittlich rund 8.000 kriminalpolizeiliche Beratungen zum Wohnungsschutz durch. Im vergangenen Jahr waren es aufgrund der mit der Corona-Pandemie einhergehenden Kontaktbeschränkungen weniger. Dafür wurde das Angebot an digitalen Beratungen und Informationsveranstaltungen erhöht.

Bereits in den vergangenen Wochen wurden Bürgerinnen und Bürgern seitens der Polizeipräsidien zahlreiche Angebote gemacht. Und auch in den kommenden Tagen und Wochen können sich Hessinnen und Hessen an vielen Orten Tipps von Experten der polizeilichen Präventionsarbeit geben lassen. Dabei wird auf die geltenden Hygienevorschriften geachtet. (ots)

Hier einige Tipps damit der Traumurlaub nicht um Alptraum wird:

  • Informiert die Nachbarn über Eure Abwesenheit.
  • Bitte kündigt Euren Urlaub nicht auf Social Media an!
  • Sorgt dafür, dass der Briefkasten regelmäßig geleert wird.
  • Überprüft die Gültigkeit Eurer Ausweisdokumente.

Text Post 2, Werbung