Polizei Südhessen zieht Bilanz zum Verkehrsaktionstag „Radfahrende im Blick“

161 Verstöße bei 700 kontrollierten Fahrradfahrern

Im Rahmen der länderübergreifenden Kontrollwoche „sicher.mobil.leben“ fand am Mittwoch (5. Mai) der Verkehrsaktionstag „Radfahrende im Blick“ statt, bei dem auch das Polizeipräsidium Südhessen teilgenommen hat. Hier standen schwächere Verkehrsteilnehmer, insbesondere Radfahrende, im Fokus der Kontrollen, um diese auf mögliche Gefahren im Straßenverkehr hinzuweisen. Über 90 Beamtinnen und Beamte führten mobile Kontrollen durch und richteten insgesamt 41 Kontrollstellen in ganz Südhessen ein. Neben zahlreichen aufklärenden Gesprächen zur Sensibilisierung, stellten die Einsatzkräfte über 300 Verstöße fest.

21 Handyverstöße

Circa 700 Fahrräder, E-Bikes und Pedelecs inbegriffen, wurden an dem Verkehrsaktionstag, der von 6 bis 20 Uhr andauerte, kontrolliert. An insgesamt 161 Rädern hatten die Beamtinnen und Beamten den technischen Zustand, wie beispielsweise die fehlende Beleuchtung oder eine nicht vorhandene Klingel, zu bemängeln. In neun Fällen wurde unter anderem die Vorfahrt missachtet oder das Rotlicht an Ampeln ignoriert. 21 Radfahrende waren durch die Nutzung des Mobiltelefons oder zu laute Musik abgelenkt. Die dadurch eingeschränkte Wahrnehmung kann sich maßgeblich auf Abläufe im Straßenverkehr auswirken. Dies gilt nicht nur für Radfahrende, sondern für alle am Straßenverkehr teilnehmenden Personen. Auch die richtige Beleuchtung am Fahrrad sowie reflektierende Kleidung tragen zur besseren Sichtbarkeit im Straßenverkehr bei.

Kein Verkehrsteilnehmer verkehrsuntüchtig

Neben den Radfahrenden kontrollierten die Beamtinnen und Beamten auch andere Fahrzeugführer, um diese auf mögliche Gefahrensituationen und den Umgang mit schwächeren Verkehrsteilnehmern hinzuweisen und zu sensibilisieren. 190 Kraftfahrzeuge wurden einer Kontrolle unterzogen und festgestellte Verstöße in diesem Zusammenhang geahndet. Das Parken oder Halten auf Radverkehrsflächen, wie Radwegen, stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, welche die Einsatzkräfte am Verkehrsaktionstag insgesamt in 14 Fällen feststellten. Eine durchaus positive Bilanz lässt sich im Hinblick auf die Verkehrstüchtigkeit verzeichnen. Keiner der Kontrollierten stand unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln. An vielen Kontrollstellen, unter anderem in Groß-Umstadt, führten die Beamtinnen und Beamten des Polizeipräsidiums Südhessen die Kontrollen gemeinsam mit dem freiwilligen Polizeidienst, dem Ordnungsamt oder der Ordnungspolizei durch.

Nur durch gezielte Aufklärung und Präventionsarbeit, kann entstehenden Gefahrensituationen im Straßenverkehr in Zusammenhang mit schwächeren Verkehrsteilnehmern entgegengewirkt werden. Die am Aktionstag durchgeführten Gespräche mit der Polizei sowie die festgestellten Verkehrsverstöße, sollen die Verkehrssicherheit nachhaltig erhöhen, mit dem Ziel die Anzahl der Verkehrsunfälle mit schwächeren Verkehrsteilnehmern zu reduzieren. (ots)

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