Razzia gegen Rechts in Hessen

Hessische Polizei stellt Waffen und NS-Devotionalien sicher

Die Besondere Aufbauorganisation (BAO) Hessen R, die seit Juli 2019 den Druck auf die rechtsextremistische Szene erhöht, hat gestern ab den frühen Morgenstunden hessenweit sechs Wohnungen durchsucht. Bei den schon länger geplanten Maßnahmen wurden unter Federführung des Hessischen Landeskriminalamtes durch Einsatzkräfte der Polizeipräsidien Westhessen, Mittelhessen, Osthessen und Südosthessen bei Personen durchsucht, die zuvor bereits im Bereich der politisch motivierten Kriminalität rechts aufgefallen waren. Insgesamt waren bei den gestrigen Durchsuchungen rund 30 Polizisten im Einsatz. Sie konnten umfangreiches Beweismaterial wie Waffen, Betäubungsmittel und diverse Datenträger sicherstellen.

„Die Hessische Landesregierung hat dem Rechtsextremismus den Kampf angesagt und wird diesen mit allen Mitteln entschlossen fortführen. Die heutigen Maßnahmen sind Beleg für unser konsequentes Vorgehen. Wir halten den Druck auf die rechte Szene hoch und lassen im Kampf gegen den Rechtsextremismus Taten sprechen. Zugleich gehen wir gezielt gegen illegalen Waffenbesitz vor“, sagte Hessens Innenminister Peter Beuth.

Über 110 Durchsuchungen und 106 Haftbefehle vollstreckt

Seit Gründung der BAO Hessen R im Juli 2019 wurden insgesamt bereits mehr als 220 polizeiliche Einsatzmaßnahmen gegen die rechte Szene in Hessen unter Federführung der BAO Hessen R durchgeführt Maßnahmen durchgeführt: Über 110 Durchsuchungen, circa 2.200 Sicherstellungen sowie mehr als 1.200 Kontrollmaßnahmen. Rund 30 Szene-Veranstaltungen wurden durch die Regionalabschnitte der BAO Hessen R begleitet. Zudem wurden inzwischen insgesamt 106 Haftbefehle gegen 96 Personen des rechten Spektrums vollstreckt. (hmdis.hessen)

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