Circa 1700 Besucher beim OpernAir im Fürstenlager

Grandioser musikalischer Sommerabend mit rund 120 Sängerinnen und Sänger

Bürgerfest in Bensheim, „Maiberg Open Air – Festival“ auf der Heppenheimer Freilichtbühne, Johannisfest in Lorsch und das Hessische Landesturnfest in Bensheim und Heppenheim vor der Brust. Nicht wenige hatten angesichts der Terminplanung für das bereits dritte „OpernAir“ am 15. Juni im Fürstenlager leichte Bedenken. Aber weit gefehlt: rund 1700 Zuhörer säumten in bequemer Kleidung auf Campingstühlen oder Decken und Sitzkissen die ansteigende Wiese, vor der vor dem Herrenhaus platzierten, großen Bühne. Die Besucher waren voll des Lobes. Für den Veranstalter, die Stadtkultur Bensheim und ihre Unterstützer vom Fürstenlager-Team um Park-Verwalter Stefan Jagenteufel und Anne Dingler von den Kunstfreunden Bensheim, war der Event auch in diesem Jahr wieder ein Riesenerfolg.

Begeisterten mit ihren Gesangsbeiträgen das Publikum, von links Konzertsopranistin Julie Davies, Reto Raphael Rosin, Tim-Lukas Reuter und Tito You.

Moderation mit kabarettistischem Blick

Über 120 Sängerinnen und Sänger vom ars musica Chor, Kammerchor St. Georg, Oratorienchor Bergstraße, Kammerchor Cantemus und dem Collegium Musicum Bergstraße verzauberten mit bekannten Liedern aus Opern von Albert Lortzing, Richard Wagner, Jacques Offenbach und italienischen Meistern, wie der insbesondere für seine Romantik bekanntgewordene  Komponist Giuseppe Verdi oder dessen Zeitgenosse Giacomo Puccini, der unter anderem mit den Opern „Tosca“ oder „Madame Butterfly“ brillierte. Zu hören gab es Stücke aus „Maskenball“ (Verdi) auch aus „La Bohème“ (Puccini) Allein vier Lieder aus der Oper „Eugen Onegin“ sangen die Akteure vom dem russischen Komponisten Peter Tschaikowski. Er verfasste beispielsweise auch die berühmten Ballette „Schwanensee“, „Dornröschen“ oder „Der Nussknacker“. Die künstlerische Gesamtleitung hatten Regionalkantor Gregor Knop und CMB-Dirigent Bart Berzonsky inne. Mit einem kabarettistischen Blick moderierte der bekannte Autor mehrerer Opernführer Konrad Beikircher durch den Abend und verband diese mit höchster Fachkompetenz. Den Draht zum Publikum fand der Geschichten-Erzähler schon zum Auftakt als er Auerbach als „das Bayreuth der Weinstraße“ -er meinte sicherlich Bergstraße- begrüßte.

Unterstützt wurden die Chöre bei den 17 dargebotenen Arien von der internationalen Konzertsopranistin Julie Davies aus Kalifornien, von Tenor Reto Raphael Rosin, vom Bariton und gebürtigen Koreaner Tito You sowie vom Bass Tim-Lukas Reuter. Die Solisten beeindruckten und überzeugten mit ihren klaren, strahlenden oder auch kraft- und emotionsvollen Stimmen.   

Shuttles gut angenommen

Gut organisiert präsentierte sich auch bei Hin- und Rückfahrt der eigens eingerichtete Shuttle-Verkehr. So holten knapp zehn Busse nach Veranstaltungsende die Besucher wieder am Fürstenlager ab und verbrachten sie mit Zwischenhaltestellen zurück zum kostenlosen Parkplatz der Bensheimer Firma TE Connectivity in der Amperestraße. Unterstützung erhielten die Veranstalter zudem von der Freiwilligen Feuerwehr Auerbach, die mit zwei Einsatzfahrzeugen gehbehinderte Besucher von der Schranke zum Herrenhaus und auch wieder zurück transportierte. 

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