Einbrechern das Leben erschweren

Informationsveranstaltung „Wachsame Nachbarn“ im Bürgerhaus Kronepark

Tipps zur Prävention von Wohnungseinbrüchen erhielten anwesende Bürger bei einer Infoveranstaltung der Stadt Bensheim und der Polizei am gestrigen Dienstag im Bürgerhaus Kronepark. Bild © www.k-einbruch.de

Auch wenn die Kriminalitätsbelastung im Jahr 2018 in Hessen erneut gesunken war und den niedrigsten Wert seit 1980 aufweist, hat die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger für Land, Polizei und Kommune oberste Priorität. Die reinen Zahlen lesen sich zunächst für Hessen positiv. So wurden 64,2 Prozent der Straftaten im letzten Jahr aufgeklärt. Das ist der mit Abstand höchste jemals gemessene Wert, seit Einführung der Kriminalstatistik im Jahr 1971. Auch wurden fast zehn Prozent weniger Wohnungseinbruchsdelikte (-9,5 Prozent) als noch im Vorjahr registriert. Hessens Innenminister Peter Beuth sah im Frühjahr dieses Jahres bei der Vorstellung der Statistik als Grund für die positive Entwicklung auch ein Zusammenspiel von guter Ermittlungsarbeit, moderner Technik, das Hinweisverhalten der Bevölkerung und nicht zuletzt in der Prävention. Und genau am letztgenannten Punkt setzt das Konzept „Wachsame Nachbarn“ an, dass es in Bensheim seit 1996 gibt und aktuell mit Vorträgen in den einzelnen Stadtteilen wieder in Erinnerung gerufen wird.

Mit einer Infoveranstaltung am gestrigen Dienstag (17.9.) im Bürgerhaus Kronepark versuchten Jochen Scharschmidt, vom Team Ordnung, Soziales und Integration der Stadt Bensheim und Polizei-Hauptkommissarin Christel Shelton, von der Beratungsstelle des Polizeipräsidium Südhessen, den Blick der Anwesenden auf den Einbruchsschutz zu schärfen. Leider waren nur wenige Bürger der Einladung gefolgt.

Kostenlose individuelle Beratung

Mit dem Programm „Wachsame Nachbarn“ will die Stadt Bensheim gemeinsam mit Bürgern und Polizei Einbrechern das Leben so schwer wie möglich machen. Hierbei spielt naturgemäß auch die Vernetzung der Nachbarschaft eine große Rolle. „Wir achten auf uns und melden Verdächtiges“, erklärte Christel Shelton den Ansatzpunkt zur Prävention. Hilfestellungen für sicherheitstechnische Einrichtungen an Wohnung und Haus können die Bürger auch zuhause bei einer kostenlosen individuellen Beratung erhalten. Möglich ist dies mit einer telefonischen Terminabsprache mit der Beratungsstelle beim Polizeipräsidium Südhessen unter 06151/969-0.

Zielführender Einbruchsschutz Mit ihrem Vortrag vermittelte die Polizeihauptkommissarin einen ersten Eindruck was mit einfachen und auch kostengünstigen Mitteln für einen zielführenden Einbruchsschutz möglich ist. Interessant der Hinweis, dass rund 50 Prozent der Einbrecher über die Terrassentür und circa 23 Prozent über ein Fenster in die Anwesen eindringen. Erschweren lässt sich dies mit einfachen Nachrüstungen, wie beispielsweise abschließbare Fenstergriffe, Bändersicherungen oder auch einbruchshemmende Einsteckschlösser, um nur einige Beispiele zu nennen. Um auch tatsächlich einen fachgerechten Einbau von mechanischen Sicherungen oder Alarmanlagen erhalten zu können, stellt die Polizei Interessenten Listen des Landeskriminalamtes von Errichterunternehmen zur Verfügung. Eine Förderung von geeigneter Sicherheitstechnik ist übrigens auch über KfW-Fördermaßnahmen möglich.

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